3 Säulen der Altersvorsorge – wie Sie Ihren Lebensstandard im Alter erhalten

Ohne Geldsorgen in den Ruhestand? Dazu sollten Sie auf alle 3 Säulen der Altersvorsorge setzen: gesetzliche, betriebliche und private. Wir erklären die Unterschiede der einzelnen Säulen und wie Sie verschiedene Formen der Alterssicherung gut nutzen.

Wieso die Rente bei vielen nicht reichen wird

Wer viel einzahlt, bekommt eine ausreichende Altersrente. Je länger, desto besser. Das schafft nicht jeder. Geringverdiener in Minijobs etwa, Teilzeitbeschäftigte oder Handwerker, die ihren körperlich harten Job nicht bis zur Altersrente ausführen können. Jede Auszeit schmälert die Rente, zum Beispiel Arbeitslosigkeit, Eltern- und Erziehungszeit sowie längere Auslandsaufenthalte.

Rentensystem aus dem Gleichgewicht

Es liegt auch am Rentensystem selbst, warum die Rente bei vielen nicht reichen wird. Die aktuell Beschäftigten zahlen – gemeinsam mit ihren Arbeitgebern – in die Rentenkasse ein, die Gelder daraus gehen an die derzeitigen Rentner. Doch dieses Umlageverfahren gerät zunehmend aus dem Gleichgewicht.

Steigende Lebenserwartung, sinkende Geburtenrate

Hauptgrund für die Schieflage ist die demografische Entwicklung. Zum einen nimmt die Zahl der Geburten – und somit die Zahl zukünftiger Beitragszahler – kontinuierlich ab. Gleichzeitig hat sich die Lebenserwartung in den letzten 150 Jahren nahezu verdoppelt. Dank guter medizinischer Versorgung und Lebensweise wird sie aller Voraussicht nach weiter steigen. Und somit auch die Dauer der Rentenleistungen. Gut für die Menschen, aber belastend für die Rentenkasse. Die junge Generation schrumpft, die Zahl der älteren Mitbürger steigt.

Sinkendes Rentenniveau

Das Rentenniveau gibt an, wie viel Prozent des durchschnittlichen Bruttoeinkommens ein Rentner nach 45 Jahren im Berufsleben erhält. Seit Jahren sinkt es! Auf mittlerweile 48 Prozent. Das entspricht dem garantierten Rentenniveau bis zum Jahr 2025. Danach dürfte es weiter abfallen. Das heißt nicht, dass die Brutto-Renten sinken. Sie werden auch künftig steigen, aber nicht so stark wie die Löhne und Gehälter. Es bleibt dann weniger in den Taschen der Ruheständler.

Steigende Steuern auf Rentenbezüge

Auch der steigende Steueranteil schmälert die Rente. Wer 2021 in den Ruhestand geht, muss bereits 81 Prozent seiner Rentenbezüge versteuern. Der steuerpflichtige Anteil der Rente steigt jedes Jahr in Ein-Prozentpunkt-Schritten. Ab 2040 wird die Rente voll versteuert.

Private­ Rentenversicherung

Sie wollen im Ruhestand noch mal die Welt entdecken? Oder auch nur genug Geld haben, um sich nicht einschränken zu müssen? ERGO bietet Ihnen eine große Auswahl an attraktiven Altersvorsorgeprodukten, damit Sie sich Ihre Träume und Wünsche im Alter erfüllen können.

3 Säulen der Altersvorsorge – geschickt gemixt

Fest steht: Bei den Rentenbeziehern kommt immer weniger an. Die gesetzliche Rente ist und bleibt zwar eine wichtige Einnahmequelle für die meisten Bundesbürger im Alter. Sie erfüllt die „Regelsicherungsfunktion“, ist also lediglich als Basisvorsorge zu verstehen. Wer jedoch seinen Ruhestand im gewohnten Lebensstandard verbringen möchte, muss zusätzlich vorsorgen. Mit der Mischung aus allen 3 Säulen der Altersvorsorge: gesetzliche, betriebliche und private.

Worauf es bei der Altersvorsorge ankommt

Ihre Alterssicherung sollten Sie mit System angehen. Egal, auf welche der 3 Säulen Sie für Ihre persönliche Altersvorsorge setzen – darauf kommt es bei der Ruhestandsplanung an:

Auf den Faktor Zeit: Je früher Sie aktiv werden, desto besser. Sie können mit kleinen Beträgen starten. Die Zeit arbeitet für Sie!

Auf Ihr Alter bei Rentenbeginn: Wer früher aus dem Arbeitsleben austreten möchte, bekommt weniger gesetzliche Rente. Umso wichtiger, dass Sie ergänzend auf Säule zwei und drei setzen.

Auf Ihr Arbeitsverhältnis: Arbeitnehmer sind über die gesetzliche Rente pflichtversichert, Beamte durch die Beamtenversorgung, einzelne selbstständige Berufsgruppen über Versorgungswerke. Alle anderen müssen ihre Alterssicherung allein auf der dritten Säule, der privaten Vorsorge, aufbauen. Auch die betriebliche Altersvorsorge ist den pflichtversicherten Arbeitnehmern vorbehalten.

Auf Ihr Einkommen: Wer wenig verdient, kann wenig zur Seite legen. Aber auch mit kleinen monatlichen Beiträgen können Sie im Laufe der Zeit ein gutes finanzielles Polster fürs Alter ansparen. Vielverdiener sollten die Bemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung beachten. Für den Anteil des Monatseinkommens, der darüberliegt, sind keine Rentenbeiträge fällig – und somit später auch keine Rentenansprüche.

Auf Ihr persönliches Chancen-Risiko-Profil: Die private Altersvorsorge bietet den größten Spielraum für eine individuelle Geldanlage. Höhere Rendite bedeutet aber auch mehr Risiko. Eine breite Streuung in verschiedene Anlageformen ist daher immer ein guter Rat.

Säule 1: gesetzliche Rentenversicherung

Fast 90 Prozent der Erwerbstätigen in Deutschland sind bei der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert. Sie haben Ansprüche auf eine gesetzliche Rente als Basisversorgung.

Darum ist die gesetzliche Rente so wichtig

Die gesetzliche Rente ist und bleibt das wichtigste Standbein der Alterssicherung. Für viele Pflichtversicherte bildet sie die größte Einnahmequelle im Alter: Fast zwei Drittel ihres Einkommens beziehen heutige Rentner aus der Rentenkasse.

Kennen Sie Ihre Rentenansprüche?

Für eine optimale Altersvorsorge sollten Sie Ihre Rentenansprüche kennen. Die Berechnung übernimmt die Rentenversicherung für Sie: Wenn Sie mindestens fünf Jahre eingezahlt haben, erhalten Sie ab Ihrem 27. Lebensjahr jährlich die Renteninformation.

Berechnen Sie Ihre Versorgungslücke!

Verschaffen Sie sich zunächst einen Überblick über Ihre Rentenansprüche und weitere Einkünfte, wovon Sie im Ruhestand leben können. Diese stellen Sie Ihren geschätzten Ausgaben – Lebenshaltungskosten, Wohnen, Auto, Versicherungen, Hobbys, Urlaube – gegenüber. Bedenken Sie auch mögliche Einsparungen. Etwa, wenn das Haus abbezahlt ist oder die Kinder finanziell unabhängig sind. Die Differenz entspricht Ihrer Versorgungslücke.

Wer erhält die neue Grundrente?

Die Grundrente ist im Januar 2021 in Kraft getreten. Gedacht ist sie für langjährig Versicherte, die im Schnitt weniger als 80 Prozent des Durchschnitteinkommens verdient haben. Etwa Geringverdiener und Versicherte mit Auszeiten für die Kindererziehung oder die Pflege von Angehörigen. Wer Anspruch hat, überprüft die Rentenversicherung. Die Rentenaufstockung wird individuell berechnet. Für den vollen Zuschlag müssen Arbeitnehmer 35 Beitragsjahre in der Rentenkasse nachweisen.

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Säule 2: betriebliche Altersvorsorge (bAV)

Mit einer betrieblichen Altersvorsorge, kurz bAV, können sich Arbeitnehmer ein zusätzliches Standbein für das Alter aufbauen. Wer in der gesetzlichen Rente pflichtversichert ist, hat automatisch Anspruch auf eine betriebliche Altersvorsorge.

Betriebsrente – fünf Durchführungswege

Die Betriebsrente wird vom Arbeitgeber organisiert und durchgeführt. Er kann zwischen verschiedenen Formen der betrieblichen Altersversorgung wählen: Direktversicherung, Pensionsfonds, Pensionskasse, Unterstützungskasse und Direktzusage. Ist der Arbeitgeber bereits Mitglied in einer Pensionskasse oder einem Pensionsfonds, darf er die Betriebsrente darauf beschränken. Ansonsten muss er zumindest eine Direktversicherung anbieten.

Diesen Anspruch haben Arbeitnehmer

Werden die Mitarbeiterbeiträge vom Bruttogehalt abgezogen, spricht man von einer Brutto-Entgeltumwandlung. Seit 2019 muss der Arbeitgeber den Mitarbeiterbeitrag mit 15 Prozent bezuschussen – zunächst nur bei Neuverträgen. Ab 2022 profitieren auch Inhaber von bestehenden bAV-Verträgen von dieser Regelung. Zudem sind in der Ansparphase durch die Brutto-Gehaltsumwandlung weniger Steuern und Sozialabgaben fällig.

Förderfähige Altersvorsorgeprodukte

Für Ihre Beitragszahlungen an eine Direktversicherung, Pensionskasse oder einen Pensionsfonds können Sie die staatliche Riester-Förderung in Anspruch nehmen. Jedoch nur, wenn die Umwandlung aus Ihrem Netto-Entgelt erfolgt.

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Säule 3: private Altersversorgung

Die dritte Säule, die private Altersvorsorge, ist tatsächlich Ihre „Privatsache“, unabhängig von Staat und Arbeitgeber. Zur privaten Altersversorgung zählen beispielsweise Sparpläne, private Lebens- oder Rentenversicherungen sowie der Kauf von Aktien oder Immobilien.

Planbare Zusatzrente: private Rentenversicherung

Ein möglicher Baustein Ihrer privaten Alterssicherung ist die private Rentenversicherung. Aufgrund der andauernden Niedrigzinsen werden kapitalmarktnahe Rentenversicherungen immer beliebter. Diese können bis zu 100 % Beitragsgarantie enthalten. Die Anlage in Aktienfonds oder die Partizipation an einem Index ermöglicht attraktive Renditechancen, die sich im Alter auszahlen.

Vom Staat gefördert: Basisrente

Mit der Rürup-Rente, auch Basisrente genannt, gewährt der Fiskus Selbstständigen, Freiberuflern und Gutverdienern Steuervorteile. Infrage kommen beispielsweise private Rentenversicherungen mit klassischer Anlage und Beitragsgarantie oder mit fondsgebundener Anlage. Je höher die Einzahlungen bis zu einem bestimmten Höchstbetrag sind, desto größer die Steuerersparnis. Voraussetzung für die Basisrente: lebenslange Auszahlungen, die frühestens ab dem 62. Lebensjahr beginnen (Verträge bis 2012: ab dem 60. Lebensjahr). Die Leistungen werden wie die gesetzliche Rente nachgelagert versteuert.

Förderung durch Zulagen: Riester-Verträge

Mit der Riester-Rente unterstützt der Fiskus Ihre private Vorsorge über Zulagen und ggf. Steuervorteile. Davon profitieren Geringverdiener und Familien mit Kindern am meisten. „Riestern“ dürfen Arbeitnehmer und Beamte, die in der Renten- bzw. Pensionskasse pflichtversichert sind. Auch deren Ehepartner, die kein eigenes Einkommen haben oder selbstständig sind, können eine Riester-Rente ansparen. Die – steuerpflichtigen – Riester-Rentenzahlungen dürfen erst im Alter von 62 Jahren beginnen (mit 60 Jahren bei Verträgen bis 2012).

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