Baumbestattung – das müssen Sie wissen

Immer mehr Menschen wünschen sich eine letzte Ruhe in der Natur. Die Baumbestattung ist eine würdevolle Ruhestätte unter Baumwipfeln und eine gefragte Alternative zu regulären Friedhöfen.

Was ist eine Baumbestattung?

Bei einer Baumbestattung wird der Verstorbene nicht auf dem Friedhof beigesetzt. Seine letzte Ruhe findet er mitten in der Natur im Wurzelbereich unter einem Baum. Beerdigt wird dabei die Asche des Verstorbenen in einer Urne. Da in Deutschland die Friedhofspflicht gilt, dürfen Waldbestattungen nur in speziellen Arealen erfolgen. Ein Bestattungswald ist dabei aber nicht von einem Zaun eingegrenzt, sondern ein natürlich belassenes Waldstück, das nicht an einen Friedhof erinnert.

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Ein Waldfriedhof mitten in der Natur

Die Grabstätten fügen sich im Waldfriedhof in die natürliche Umgebung ein. Ein Bestattungswald ist keine Parkanlage, aber auch kein „klassischer“ Friedhof. Daher ist, auch wenn es sich viele Angehörige wünschen, Grab- oder Blumenschmuck nicht erlaubt. Die Natur des Ruheforsts sorgt für die Grabpflege, damit die Umgebung so natürlich und ursprünglich wie möglich bleibt.

Bei der Beisetzung in einem Bestattungswald steht die Religion nicht im Vordergrund. Er bietet den Verstorbenen eine letzte Ruhestätte in der Natur und den Angehörigen eine friedliche Umgebung voller Pietät, in der sie trauern können.

Schon heute alles gut geregelt

Eine angemessene Trauerfeier und eine würdige Beerdigung kosten viel Geld. Mit einer Sterbegeldversicherung stellen Sie bereits heute sicher, dass Ihre Hinterbliebenen neben der Trauer nicht auch noch finanzielle Belastungen zu tragen haben. Es ist sogar möglich, ein Bestattungspaket mit einzuschließen. So können Sie bereits heute alle Details für eine Beisetzung nach Ihren Wünschen selbst festlegen. Zu günstigen und fairen Preisen – bis zu 20 % günstiger als ein Bestatter vor Ort.

Wie sieht die Baumbestattung aus?

Wer möchte, kann sich bereits zu Lebzeiten für eine Waldbestattung entscheiden und eine Baumauswahl für die letzte Ruhe treffen. Sonst suchen die Angehörigen nach dem Todesfall einen passenden Platz für das Baumgrab aus.

Was Familiengräber und Partnergräber auf „normalen“ Friedhöfen sind, sind im Bestattungswald Familien- oder Partnerbäume.  Man kann jedoch auch eine Bestattung unter einem sogenannten Gemeinschaftsbaum wählen. Dann teilt man sich einen Baum mit anderen Personen, die der Verstorbene nicht zwangsläufig gekannt haben muss.

Ablauf der Naturbestattung

Bei der Beisetzung handelt es  sich um eine Naturbestattung. Daher sind eine Einäscherung und die Beisetzung nur in einer biologisch abbaubaren Bestattungswaldurne möglich. So wird sichergestellt, dass der natürliche Kreislauf der Natur durch das Urnengrab nicht beeinträchtigt wird.

Trauerfeiern sind natürlich auch auf einem Waldfriedhof erlaubt. Da diese individuell organisiert werden, ist die Familie des Verstorbenen bei der Umsetzung der Zeremonie frei und kann diese nach eigenen Wünschen gestalten. Auch eine Begleitung durch die katholische oder evangelische Kirche ist natürlich möglich. Orthodoxe Juden und Muslime dürfen sich nicht verbrennen lassen. Für sie kommt daher diese Form der Bestattung nicht in Frage.

Grabsteine oder Abgrenzungen der Grabstelle sind auf einem Friedwald nicht erlaubt. Zur Erinnerung an den Verstorbenen kann aber ein Namensschild am Baumstamm oder eine Namenstafel an den Wurzeln angebracht werden.

Baumbestattung

Was kostet eine Baumbestattung?

Hier kommt es ganz auf die individuellen Wünsche an, ob zum Beispiel ein Einzelplatz oder ein kompletter Baum gewählt wird. Es werden Festpreise geboten, die zwischen 300 und 6.000 Euro liegen. Hinzu kommen Kosten für die Einäscherung und die Beisetzung, diese liegen bei etwa 350 Euro.

Wird ein ganzer Baum gewählt, so ist dieser für 99 Jahre als Familien- oder Freundschaftsbaum gesichert. Die Angehörigen des Verstorbenen bekommen eine Karte überreicht, die ihnen hilft, die Grabstelle auch in vielen Jahren noch zu finden.

Unterstützung durch das Bestattungsunternehmen

Der Großteil der Waldfriedhöfe in Deutschland befindet sich in kommunaler Trägerschaft, wird aber von privaten Anbietern betrieben und verwaltet. Diese übernehmen auch die Beratung und helfen bei der Auswahl des gewünschten Baumes. Ähnlich wie bei einer Feuerbestattung oder Seebestattung kann aber auch ein privates Bestattungsunternehmen die Organisation dieser Bestattungsform übernehmen. Es kümmert sich um zusätzliche Wünsche sowie die Wahl des Krematoriums, die Überführung und die Trauerfeier.

Eine Baumbestattung finanzieren

Es ist bei vielen Anbietern möglich, den Preis für ein Baumgrab über eine Finanzierung zu decken. Aber auch mit Hilfe einer Sterbegeldversicherung lassen sich die Kosten für eine Baumbestattung leicht bewältigen – so wird eine letzte Ruhe in der Natur ermöglicht, die allen Wünschen entspricht, und dabei weder den Verstorbenen noch die Angehörigen finanziell belastet. So fallen beispielsweise die Kosten für Grabstein oder Grabpflege weg.

Ein Baumgrab pflegen

Vorteil einer Baumbestattung ist, dass das Grab nicht gepflegt werden muss. Dies übernimmt gewissermaßen die Natur. Das Grab verändert sich entsprechend dem Lauf der Jahreszeiten. Wer möchte, hat meist die Möglichkeit, ein Schild mit den Daten der Verstorbenen an den Baum anbringen zu lassen, aber auch dieses bedarf keiner weiteren Pflege.

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