Erbschaft sinnvoll nutzen

Der Anlass ist traurig – ein Verwandter stirbt. Aber er hinterlässt nicht selten eine Erbschaft. Was aber tun mit diesem Vermögen? Die Möglichkeiten sind vielfältig, doch nicht alle sind sinnvoll.

Sie werden „Generation der Erben“ genannt. Gemeint sind diejenigen zwischen 30 und 60, die in Kürze auf eine Erbschaft hoffen können. Sei es von der wohlhabenden Großtante, dem Opa oder den eigenen Eltern. Und die meisten dieser Erbschaften dürften recht üppig ausfallen.

Erbschaften werden größer

Laut einer aktuellen Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) beläuft sich das Erbvolumen bis 2027 auf schätzungsweise bis zu 400 Milliarden Euro pro Jahr. Auch eine Umfrage des Marktforschungsinstituts YouGov kommt zu dem Schluss, dass immer größere Vermögenswerte an die nächste Generation übergeben werden. Der Studie zufolge hat jeder dritte Erwachsene mindestens schon einmal geerbt, bei den über 55-Jährigen sogar mehr als die Hälfte. Und jede fünfte Erbschaft in Deutschland hat immerhin einen Wert von mehr als einer Viertelmillion Euro.

Vorsorge

Reise, Auto, Bad sanieren?

Das bedeutet: So traurig auch der Anlass ist – plötzlich steht viel Geld zur freien Verfügung. Die Erben müssen sich nun entscheiden, was sie mit dem Vermögen anfangen wollen. Eine schöne Reise machen, ein neues Auto kaufen oder vielleicht das Bad sanieren? Schließlich lohnt das klassische Sparen dank der niedrigen Zinsen nicht mehr. Weder Bundesanleihen noch Sparbuch oder Fest- und Tagesgeld sind aktuell lukrativ. Da kann man das Geld doch besser verprassen. Oder?

In Zeiten niedriger Zinsen ist es wichtig, sich mit allen Möglichkeiten der Geldanlage auseinander zu setzen. Für den Laien ist das zwar nahezu unüberschaubar. Anlagen in Aktien und anderen Anlageklassen an der Börse sind inzwischen für den Privatkunden aber einfacher zugänglich z. B. durch Vermögensmanagementfonds. Der Kunde sucht sich je nach Risikoneigung
einen gemanagten Fonds aus. Erfahrene Profis kümmern sich dann um die laufende Beobachtung und Anpassung der Anlagen. Für viele ist das eine interessante Möglichkeit, die Chancen am Kapitalmarkt auszuschöpfen.

Investmentprodukte – die moderne Antwort auf Altersvorsorge und Geldanlagen

Ganz egal, ob Sie regelmäßig sparen oder einmalig einen größeren Betrag anlegen möchten, sich für Anlagen mit geringerem Risiko oder höheren Ertragschancen interessieren oder kurzfristig oder auf lange Sicht anlegen möchten. Mit Investmentprodukten der ERGO haben Sie die Chance, Ihre finanziellen Ziele zu erreichen.

Finanzieller Bedarf im Alter wird größer

Auch wenn dieses Vorhaben durchaus seinen Reiz hat, so sollte der Erbe doch einen Moment über Alternativen nachdenken. Und dabei vor allem an die eigene Zukunft denken. Denn die Frauen und Männer hierzulande werden aufgrund der immer besseren Lebensbedingungen immer älter. Mit der steigenden Lebenserwartung steigen auch die Ansprüche. Und damit auch der finanzielle Bedarf. Es ist mehr als fraglich, ob die gesetzliche Rente diesen Bedarf erfüllen kann. Lebenskostenplaner

Optionen für Studenten und Auszubildende

Eine Erbschaft kann hier also helfen. So kann ein Student oder ein Auszubildender mit 250.000 Euro schon eine ganze Menge anfangen. Denkbar wäre etwa der Kauf einer Eigentumswohnung für 100.000 Euro. Das hat den Vorteil, dass er ab sofort mietfrei wohnt und die Immobilie nach seinem Studium vermieten kann. Darüber hinaus sollte er mit einer Einmalzahlung von vielleicht 50.000 Euro seine spätere Altersvorsorge auf eine solide Basis stellen. Wenn er dann noch weitere 50.000 Euro als Polster für den Berufsstart und die spätere Familienplanung zurücklegt, kann er einen kleinen Teil des Erbes „auf den Kopf hauen“. Egal ob für ein schickes Auto oder eine Weltreise. Jung ist man schließlich nur einmal.

Erbschaft sinnvoll nutzen

Altersvorsorge aufpolstern

Anders sieht es beim jungen Familienvater oder der jungen Mutter aus. Hier steht in erster Linie die Absicherung für die Familie im Vordergrund. Die finanzielle Rücklage sollte entsprechend hoch sein, um bei unvorhergesehenen Ausgaben entsprechend flexibel und schnell reagieren zu können. Zunächst aber sollten unbedingt vorhandene Darlehen getilgt werden. Weitere Ideen: Die eigene Altersvorsorge aufpolstern. Dafür bieten sich langfristige Geldanlagen oder private Rentenversicherungen gegen Einmalbetrag an.

Auch ein Immobilienerwerb ist dank des Erbes besser möglich. Schließlich braucht eine Familie entsprechend Platz. Mit einem Eigenkapital von beispielsweise 150.000 Euro und Immobilienzinsen, die aktuell deutlich unter 1,5 Prozent liegen, lässt sich sicher etwas Attraktives finden.

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Schwachstellen in der Finanzplanung beseitigen

Es empfiehlt sich auf jeden Fall nicht überstürzt zu handeln, sondern ein paar wichtige Hinweise zu beachten. Dazu gehört, sich alleine oder am besten mit einem Fachmann in einer ganzheitlichen Beratung zu überlegen, wo es Lücken oder Schwachstellen in der persönlichen Finanzplanung gibt. Sinnvoll kann es auch sein, Pflege- und mögliche Gesundheitskosten zu überschlagen und entsprechend Geld dafür zurückzulegen, entweder für die eigene Pflege oder die der Eltern. Denn die Pflegepflichtversicherung bietet nur einen Grundschutz, der die tatsächlichen Pflegekosten keinesfalls deckt. Das ist ein oft unterschätzter Kostenfaktor im Alter.

Sind diese Fragen behandelt, sollte die finanzielle Vorsorge im Alter im Vordergrund stehen. Denn private Anstrengungen sind notwendig, da die gesetzliche Rente immer weniger zur Altersvorsorge beitragen kann, das heißt die Versorgungslücke wird immer größer. Eine Erbschaft kann auch helfen, das zu ändern. Wichtig ist, eine langfristige Strategie zu haben, an der
Sie möglichst festhalten.

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