Feuerbestattung: Voraussetzungen, Ablauf und Kosten

Immer öfter finden in Deutschland Feuerbestattungen statt. Doch vielen ist nicht klar, wie eine Einäscherung abläuft, welchen Bedingungen sie unterliegt und was sie kostet. Hier erfahren Sie alles Wichtige über die Planung und Durchführung einer Feuerbestattung.

Feuerbestattung – fast 50 Prozent der Deutschen entscheiden sich dafür

Mit dem eigenen Tod beschäftigt sich niemand gern. Dennoch ist vielen Menschen wichtig, selbst zu entscheiden, was nach dem Ableben mit ihnen geschieht. Und entlasten so auch ihre Familie. Schließlich ist es sehr aufwendig, eine Beerdigung zu planen. Die Trauernden müssen zudem viel entscheiden. Nicht nur der Ablauf der Trauerfeier und der Ort der Beerdigung, sondern auch die Bestattungsart spielen eine Rolle. Inzwischen wünschen sich immer mehr eine Feuerbestattung: Laut einer Umfrage von YouGov würde knapp die Hälfte der Deutschen die Einäscherung einer Erdbestattung vorziehen.

Dieser Überblick über Voraussetzungen, Organisation, Ablauf und Kosten kann Ihnen bei der Planung einer Feuerbestattung helfen.

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Voraussetzungen für eine Feuerbestattung

Zunächst müssen einige (rechtliche) Bedingungen erfüllt sein, damit eine Einäscherung durchgeführt werden kann.

Wichtige Dokumente

Eine Einäscherung kann nur stattfinden, wenn dem zuständigen Krematorium die nötigen Papiere vorliegen. Dazu gehört unter anderem eine Willenserklärung. Sie können diese entweder selbst ausfüllen oder es wird später von einem sogenannten „Totenfürsorgeberechtigten“ (meist ein Verwandter oder Freund) übernommen. Damit wird sichergestellt, dass eine Feuerbestattung auch wirklich dem Wunsch des Verstorbenen entspricht. Zudem müssen Identität und Todesursache eindeutig sein, schließlich können nach der Verbrennung keine Untersuchungen mehr erfolgen. In allen Bundesländern (außer Bayern) findet daher eine zweite ärztliche Leichenschau statt. Darüber hinaus müssen sowohl eine Todesbescheinigung als auch eine Sterbeurkunde vorliegen. Je nach Grabart wird auch eine Urnenaufnahmebescheinigung des Friedhofs benötigt.

Bestattung ohne Sarg – geht das?

Da in Deutschland die sogenannte „allgemeine Sargpflicht“ herrscht, benötigt man auch für eine Feuerbestattung einen Sarg.

Organisation einer Feuerbestattung

Eine Einäscherung mit Beerdigung erfordert auch viel an Organisation und Planung. Neben der Bestattungsart sollten Sie mit Ihren Angehörigen auch über Ihre Vorstellungen im Hinblick auf Trauerfeier, Bestattungsort und Grabstätte sprechen.

Hinterlassen Sie eine Bestattungsverfügung

Am besten halten Sie all Ihre Wünsche in einer Bestattungsverfügung fest. Diese können Sie jederzeit aktualisieren. Der Vorteil: Ihre Angehörigen müssen die darin aufgeführten Entscheidungen berücksichtigen. Bewahren Sie die Verfügung daher so auf, dass sie nach Ihrem Tod schnell zu finden ist. In einem Vertrag mit einem von Ihnen ausgewählten Bestatter können ebenfalls alle Details festgelegt werden. Halten Sie Ihre Wünsche nicht in Ihrem Testament fest, da dieses häufig erst nach der Bestattung eröffnet wird.

Passende Kleidung

Die sogenannte Sterbekleidung können Sie in der Regel selbst auswählen. Achten Sie allerdings darauf, dass die Kleidung nicht aus Kunststoffen wie Elastan oder Polyester gefertigt ist. Diese sind bei einer Feuerbestattung nicht erlaubt.

Klassischer Friedhof, Naturbestattung oder ganz ohne Grab?

Nach einer Feuerbestattung kann man auf verschiedene Arten beigesetzt werden. Bedenken Sie, dass nicht alle Varianten in Deutschland möglich sind. Beispielsweise ist es nicht erlaubt, die Asche eines Toten zu einem Diamanten zu pressen. Dafür müsste der Leichnam vor der Einäscherung in ein anderes Land überführt werden, zum Beispiel in die Schweiz. Auf einem Friedhof können Sie zwischen einem Wahlgrab, einem Reihengrab oder einem anonymen Grab wählen. Möglich ist auch eine Naturbestattung, das heißt die Beerdigung an einem offiziell dafür vorgesehenen Baum oder auf einer Friedhofswiese. Alternativ können Verstorbene auch auf See von einer Reederei beigesetzt werden. Aber bedenken Sie, dass die Grabstätte für die Hinterbliebenen ein bedeutender Bezugspunkt ist. Sie sollten daher keine leichtfertige Entscheidung treffen.

Die Urne mit nach Hause nehmen?

In Deutschland (Ausnahme: Bremen) dürfen Sie die Asche eines Verstorbenen nicht zu Hause aufbewahren. Es ist auch nicht möglich, im Garten des eigenen Hauses beigesetzt zu werden. Grund dafür ist der sogenannte Friedhofszwang.

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Ablauf einer Feuerbestattung

Eine Feuerbestattung erfolgt frühestens 48 Stunden, nachdem der Tod festgestellt wurde, und spätestens nach zehn Tagen. In Bundesländern wie Bayern oder Hessen bereits nach vier Tagen, ohne Wochenende oder Feiertage. Der Bestatter bringt den Verstorbenen zunächst in ein Krematorium. Sind alle Bedingungen erfüllt, wird der Leichnam dort verbrannt. Dem Toten wird vorher ein feuerfester Stein aus Ton beigelegt. So kann die Asche später zugeordnet werden. Die Kremation dauert rund 90 Minuten. Sofern gewünscht, erlauben viele Krematorien, dass Angehörige während der Einäscherung anwesend sind. Auch eine Trauerfeier vor der Kremation ist möglich. Anschließend werden die Überreste in einer Aschekapsel an den Bestatter oder an den Friedhof übergeben. Die Asche muss spätestens sechs Wochen danach in einer Urne beigesetzt werden.

Kosten einer Feuerbestattung

Viele haben den Wunsch, nach ihrem Tod niemandem finanziell zur Last zu fallen. Denn meist müssen die Erben für die Beerdigung aufkommen – und eine Feuerbestattung ist teuer. Laut Stiftung Warentest kostet sie in Deutschland durchschnittlich knapp 6.000 Euro. Eine Erdbestattung ist in der Regel sogar noch teurer. Je nach Grabart fallen unterschiedliche Gebühren an, dazu Bestatter-, Steinmetz- oder Gärtnerleistungen. Nicht zu vergessen die Trauerfeier. Nur in manchen Fällen gibt es eine finanzielle Unterstützung, etwa bei Beamten und Kriegsbeschädigten. Möchten Sie selbst für Ihre Bestattung vorsorgen, so haben Sie verschiedene Optionen. Für das notwendige Sterbegeld können Sie eine Versicherung abschließen.

Indem Sie finanziell und organisatorisch vorsorgen, können Sie Ihre Angehörigen entlasten. Und Sie geben Ihnen das tröstliche Gefühl, dass alles so abläuft, wie Sie es sich gewünscht haben.

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