Für wen lohnt sich die Riester-Rente?

Seit 2002 gibt es sie: die nach dem früheren Bundesminister Riester benannte staatlich geförderte zusätzliche Altersvorsorge. Mit der Riester-Rente kann die Lücke zwischen der staatlichen Rente und dem Bedarf im Alter geschlossen werden. Für wen sich eine Riester-Rente lohnt!

Trotz mancher Unkenrufe: Die Riester-Rente ist ein Erfolgsmodell. Mehr als 16 Millionen Verträge wurden seit ihrer Einführung abgeschlossen. Damit zählt die Riester-Rente nach Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) zur erfolgreichsten freiwilligen privaten Altersvorsorge weltweit. International erntet die Riester-Rente ebenfalls Anerkennung. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) lobt in einer Studie die Riester-Rente als effektives Instrument für die private Altersvorsorge.

Und die private Altersvorsorge wird immer wichtiger. Schließlich wächst die Rentenlücke jedes Jahr weiter an. So muss die jüngere Generation heute doppelt so viel Geld in die Altersvorsorge stecken wie die Generation vor ihr, um das Rentenniveau zu halten. Wer heute um die 60 Jahre alt ist, muss rund 2,1 Prozent seines Einkommens zusätzlich sparen, um diese Rentenlücke zu schließen. Bei den Mitte-40-Jährigen sind es schon 4,4 Prozent. Das zeigen Berechnungen des Forschungsinstituts Prognos im Auftrag des GDV.

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So funktioniert die Riester-Rente

Wer einen Riester-Vertrag abgeschlossen hat, zahlt vier Prozent seines Bruttojahreseinkommens in ein Spar- oder Investmentprodukt ein. Dabei werden die erhaltenen staatlichen Förderungen eingerechnet. So lässt sich der Vertrag schon ab 60 Euro pro Jahr besparen, um die vollen Zulagen zu bekommen. Doch auch geringere Beiträge unter den vier Prozent sind möglich. Dann gibt es allerdings Abzüge bei den Zulagen.

Vor allem für einkommensschwächere Familien ist die Zusatzrente daher eine wichtige Ergänzung zu ihrer Altersvorsorge. Rund 40 Prozent der geförderten Riester-Sparer verdienen weniger als 20.000 Euro im Jahr, erklärt die Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA).

So hoch ist die Förderung

Auf den Eigenbeitrag legt der Staat jedes Jahr eine Grundzulage von 175 Euro (Stand 2018) und für jedes kindergeldberechtigte Kind bis zu 300 Euro pro Kind als weitere Kinderzulage. Wer vor dem 25. Geburtstag einen Riester-Vertrag abschließt, bekommt noch einmal einen Bonus von 200 Euro vom Staat.

Außerdem kann es Steuervorteile geben. Die Beiträge lassen sich bis zu einer Höhe von 2.100 Euro pro Jahr steuerlich absetzen.

Altersvorsorge mit staatlicher Förderung

Mit der staatlich geförderten ERGO Riester-Rente Garant der ERGO Vorsorge Lebensversicherung AG ist es viel einfacher, fürs Alter vorzusorgen. Denn für alle zulageberechtigten Personen übernimmt Vater Staat einen Teil der Beiträge in Form von Zulagen. Zusätzlich sind sogar noch Steuervorteile möglich. Die ERGO Riester-Rente Garant ist eine fondsgebundene Rentenversicherung – natürlich mit Beitragsgarantie und zusätzlichen Renditechancen. Der Mindestbeitrag beträgt 240 Euro im Jahr.

Für wen ist die Riester-Rente sinnvoll?

Die Riester-Rente lohnt sich besonders wegen der Zulagen. Daher gilt: Je mehr Kinder der Sparer hat, desto mehr Geld gibt es vom Staat. Je niedriger das Einkommen, umso höher ist verhältnismäßig der Anteil der staatlichen Förderung. Wer mit zwei Kindern einen 450-Euro-Job hat und nur den Mindestbeitrag von 60 Euro im Jahr bezahlen kann, bekommt immerhin 754 Euro vom Staat geschenkt. Besserverdiener können maximal 2.100 Euro im Jahr steuerlich geltend machen, selbst dann, wenn sie bereits die Höchstgrenze für sonstige Vorsorgeaufwendungen erreicht haben.

Welche Arten gibt es?

Die Riester-Rente gibt es in verschiedenen Varianten. Die Sparanteile können in einen Banksparplan oder Fondssparplan eingezahlt, als Rentenversicherung oder als fondsgebundene Rentenversicherung abgeschlossen werden, darunter auch Produkte mit nachhaltigen Investment-Möglichkeiten. Eine Sonderform ist der Wohn-Riester. Mit diesem können Sparer einen Immobilienkredit tilgen oder in einen Bausparvertrag einzahlen.

Für wen lohnt sich die Riester-Rente?

Die Auszahlung

Ausgezahlt wird die Riester-Rente mit dem jeweiligen Rentenbeginn. Der Sparer erhält dann lebenslang die monatliche Zusatzrente. Wer früher in Rente geht, kann auch den Riester-Vertrag früher in Anspruch nehmen. Da dann aber weniger Beiträge und Zulagen geflossen sind, fällt die Rente etwas geringer aus. Außerdem ist es möglich, sich 30 Prozent des angesammelten Kapitals auf einmal auszahlen lassen (20 Prozent bei Verträgen, die vor 2005 abgeschlossen wurden). Der Rest wird weiterhin als monatliche Rente überwiesen. Das lohnt sich, wenn etwa noch der restliche Kredit für das Haus oder die Wohnung vor der Rente getilgt werden soll. Zulagen gibt es nur, wenn der Rentner in der EU oder in Deutschland lebt, nicht weltweit.

Über die spezielle Form des sogenannten Wohn-Riesters lässt sich auch der Erwerb eines Eigenheims unterstützen. Dabei ist es egal, ob der Sparer noch einmal baut, kauft oder ein Darlehen ablöst. Der barrierefreie Umbau des eigenen Heims lässt sich ebenso finanzieren wie Wohnrechtsanteile, etwa in einem Seniorenheim.

Darauf sollten Sie beim Riestern achten:

  • Riestern Sie möglichst frühzeitig. So bekommen Sie mehr Zulagen und am Ende eine höhere Zusatzrente.
  • Bleiben Sie dran – es lohnt sich. Bei einer Kündigung des Vertrags müssen die erhaltenen Zulagen und die möglicherweise gewährten Steuervorteile zurückgezahlt werden.
  • Wer gerade einmal nicht zahlungsfähig ist, sollte den Vertrag keinesfalls kündigen, sondern beitragsfrei stellen. Dann bleibt die staatliche Förderung erhalten.
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