Garantiezins für die Lebensversicherung – so nutzen Sie bestehende Vorteile

Der Garantiezins für die Lebensversicherung und die Rentenversicherung sinkt. Wir zeigen, wie sich Anleger trotzdem Renditechancen der Versicherungsverträge sichern können.

Wenn der Garantiezins für Lebensversicherung und Rentenversicherung im nächsten Jahr sinkt, klingt das nach einer schlechten Nachricht. Die gute Nachricht: Wer seine Altersvorsorge oder seine Absicherung aufbessern möchte, hat noch genügend Zeit, sich jetzt noch die höhere Verzinsung zu sichern und sich über die richtigen Produkte für seine Absicherung zu informieren.

Zwischen Garantien und höheren Renditechancen wählen

Wegen des gesunkenen Zinsniveaus bekommen Anleger auf Bankkonten kaum mehr Zinsen, oft fällt für höhere Kapitalbeträge sogar ein Verwahrentgelt – auch Strafzinsen genannt – an. Anleger, die mit einer klassischen Lebensversicherung oder einer privaten Rentenversicherung sparen, erhalten eine garantierte positive Verzinsung. Auch wird der Garantiezins für die Kalkulation einer 100%ige Beitragsgarantie bei sogenannten Indexpolicen benötigt.

Sie können sich in der Ansparphase aber auch für Vorsorgeverträge mit weniger Garantien oder keine Garantien entscheiden. Diese Policen bieten dafür höhere Renditechancen. Mit der Auswahl der jeweiligen Police können Sie Ihre Anlagedauer, Risikoneigung und Renditeerwartung berücksichtigen und selbst bestimmen, welche Vorsorgeform am besten zu Ihren Zielen passt. Wichtig kann der Garantiezins bei diesen Produkten in der späteren Rentenphase werden. Berechnungen zeigen: Ein um 0,5 % höherer Garantiezins bedeutet eine um 8 % höhere garantierte Rente.

Der Garantiezins sinkt – jetzt wichtige Vorteile sichern!

Damit Sie sich den höheren Garantiezins von 0,9 % oder eine 100%ige Beitragsgarantie dauerhaft sichern können, kann je nach Vorsorgewunsch ein Abschluss noch in diesem Jahr besonders ratsam sein.
Die betroffenen Produkte reichen von Risikoabsicherung über staatlich geförderte Altersvorsorge und betriebliche Altersvorsorge bis hin zu klassischen Altersvorsorgeprodukten und fondsgebundenen Rentenversicherungen in der Rentenphase. Da fällt es nicht leicht, den Überblick zu bewahren. Lassen Sie sich am besten individuell von Ihrem Spezialisten der ERGO beraten!

Was ist der Garantiezins in der Lebensversicherung?

Mit der klassischen Rentenversicherung oder Kapitallebensversicherung garantieren Lebensversicherer bestimmte Auszahlleistungen für Ihre Beiträge. Zur Erfüllung dieser Garantien bilden Lebensversicherer Rückstellungen, deren Höhe sich nach dem jeweiligen Garantiezins der Verträge bemisst. Der Garantiezins darf den Höchstrechnungszins nicht überschreiten, den das Bundesfinanzministerium festlegt.

Je nach dem Zeitpunkt des Vertragsabschlusses kann der Garantiezins für die klassische Police unterschiedlich hoch sein, da der Höchstrechnungszins vom Bundesfinanzministerium abhängig vom allgemeinen Zinsniveau für Neuverträge eines bestimmten Zeitraums bestimmt wird. Dabei folgt das Ministerium in der Regel dem Vorschlag der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV). Da das Zinsniveau in den vergangenen 20 Jahren stark gesunken ist, musste der Rechnungszins einige Male nach unten angepasst werden.

Wie sich die Absenkung des Höchstrechnungszinses auswirkt

Seit 2017 beträgt der Rechnungszins 0,9 %. Das Finanzministerium hat nun auf Vorschlag der DAV die Absenkung des Höchstrechnungszinses zum 1. Januar 2022 auf 0,25 % beschlossen. Der Garantiezins stellt allerdings nur eine Mindestverzinsung auf den Sparanteil klassischer Altersvorsorgeprodukte dar.

Häufig fällt die Verzinsung höher aus, da die Lebensversicherer in der Regel am Kapitalmarkt höhere Erträge erwirtschaften. Diese schreiben sie jährlich durch laufende Zinsüberschüsse sowie am Vertragsende mit dem Schlussüberschuss einer Police gut. Deshalb liegt die Durchschnittsrendite bei der Auszahlung oft deutlich über dem Garantiezins. Die Absenkung des Rechnungszinses muss daher nicht eine niedrigere Durchschnittsrendite bewirken, da die Leistung zum Vertragsende stark vom Anlageerfolg und der Kapitalmarktentwicklung abhängt.

Aber auch auf Versicherungen wie die Berufsunfähigkeitsversicherung, Risikolebensversicherung und Sterbegeldversicherung hat die Absenkung konkrete Auswirkungen. Versicherer setzen auf eine durchschnittliche Beitragskalkulation. Das bedeutet, dass zu Vertragsbeginn mehr für das abzusichernde Risiko gezahlt werden muss.

Zum Ende der Vertragslaufzeit wird jedoch der erzielte „Überhang“ genutzt, sodass keine immens große Steigerung der Beiträge hingenommen werden muss. Aktuell wird dieses gebildete Guthaben mit einem Höchstzins von 0,9 % vermehrt. Sinkt nun dieser Zins, so muss der Aufwand erhöht werden. Dies hat zur Folge, dass die Beiträge für Neuabschlüsse mit einem abgesenkten Zins steigen.

Wie Ihr Geld für die Garantieverzinsung angelegt wird

Um für Lebensversicherungen eine bestimmte Verzinsung garantieren zu können, wird ein dafür benötigter Anteil des Kapitals in sichere Zinsanlagen investiert. Dies sind festverzinsliche Wertpapiere aus Staatsanleihen oder Anleihen mit staatlichen Garantien, durch Immobilien oder andere Sicherheiten besicherte Wertpapiere oder Unternehmensanleihen. Ergänzt werden diese Zinsanlagen um Aktien, Beteiligungen und Immobilien.

Deren Wertentwicklung lässt sich nicht exakt vorausberechnen. Über längere Zeiträume erwirtschaften diese Investments oft deutlich bessere Ergebnisse und können über die Garantieverzinsung hinaus zu einer hohen Überschussbeteiligung beitragen. Bei Altersvorsorgeprodukten mit einer Garantieverzinsung wie die klassische private Rentenversicherung ist der Anteil an Aktien oder Immobilien im Vergleich zu den sicheren Zinsanlagen relativ gering.

Auch für die staatlich geförderte Riesterrente wird ein hoher Anteil in sichere Zinsanlagen investiert, da die Anbieter mit der staatlich vorgeschriebenen Beitragsgarantie mindestens die Auszahlung der eingezahlten Beiträge garantieren. Je weniger Garantien eine Police enthält, desto höher kann der Anteil risikobehafteter Anlagen mit höheren Renditechancen ausfallen.

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Wie Sie Zinsgarantien sichern und Renditechancen wahren können

Wenn Sie hohen Wert auf Sicherheit legen oder bei der Risikoabsicherung Geld sparen möchten, können Sie sich durch einen Vertragsabschluss bis Ende 2021 noch den bisherigen Garantiezins mit allen Vorteilen sichern. Denn die Absenkung des Höchstrechnungszinses tritt erst für Neuverträge ab dem 1. Januar 2022 in Kraft.

Wenn Sie Ihre Police davor abgeschlossen haben, müssen Sie sich wegen einer späteren Absenkung keine Sorgen machen, da der zum Vertragsabschluss geltende Garantiezins für die gesamte Vertragslaufzeit gilt.

Legen Sie mehr Wert auf eine höhere Renditechance, stehen flexiblere, kapitalmarktorientierte Anlageprodukte wie Indexpolicen oder fondsgebundene Policen mit höherem Aktienanteil zur Auswahl. Dabei können Sie selbst je nach Ihrer Renditeerwartung und Risikoneigung eine Auswahl treffen. Die Tarife reichen von einer eher sicherheitsorientierten bis zu einer mehr renditeorientierten Anlagestrategie. Grundsätzlich besteht dabei für Ihr Kapital eine hohe Flexibilität. Ob Sie in variabler Höhe einzahlen oder schnell auf Ihr Geld zugreifen – Sie bleiben finanziell unabhängig.

Welche Anlagestrategie die richtige ist, bestimmen Sie selbst. Um die für Sie beste Anlagemöglichkeit zu finden, hilft Ihnen Ihr ERGO Berater vor Ort in einem persönlichen Gespräch. Denn: Es gibt für jeden Anleger das passende Produkt, ganz gleich, ob Sie risikofreudig oder vorsichtig investieren wollen. Sie können Ihre Vorsorge zudem einfach optimieren, indem Sie Ihre bisherige Vorsorgestrategie Ihrer aktuellen Lebenssituation anpassen – flexibel und unkompliziert.

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