Nachhaltige Fonds – soziale, ethische und ökologische Geldanlage

Nachhaltige Fonds geben Anlegern das Versprechen, sozial, ethisch und ökologisch „sauber“ zu sein. Doch wie wird Nachhaltigkeit überhaupt gemessen? Wann ist ein Investmentfonds nachhaltig? Wir klären die wichtigsten Fragen zu Nachhaltigkeitsfonds.

Was bedeutet Nachhaltigkeit?

Der Begriff „Nachhaltigkeit“ hat seinen Ursprung im 17. Jahrhundert. Damals legten Förster fest, dass immer nur so viel Holz geschlagen werden darf, wie der Wald innerhalb einer bestimmten Zeit wieder reproduzieren kann. Heute geht das Prinzip der Nachhaltigkeit viel weiter: Neben ökologischen Aspekten spielen auch soziale Interessen und verantwortungsvolle Unternehmensführung eine Rolle.
In der internationalen Politik wird spätestens seit 1992 von Nachhaltigkeit gesprochen. Da verständigten sich Vertreter aus 178 Ländern auf der UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro auf das Leitbild der nachhaltigen Entwicklung. Dahinter stand die Erkenntnis, dass wirtschaftliche Effizienz, soziale Gerechtigkeit und die Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen gleichwertige Interessen sind, die sich gegenseitig ergänzen.

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Wann ist ein Investment nachhaltig?

Nachhaltige Geldanlagen berücksichtigen nicht nur klassische Kriterien wie Sicherheit, Liquidität und Rendite. Ein Investment gilt dann als nachhaltig, wenn es Renditeorientierung, Umweltbewusstsein sowie soziale Verantwortung, Ethik und werteorientiertes Management in Einklang bringt.

ESG-Kriterien: Umwelt, Soziales, Unternehmensführung

Nachhaltige Investments basieren auf den sogenannten ESG-Kriterien. Die Abkürzung ESG steht im Englischen für Environmental, Social und Governance, das bedeutet übersetzt: Umwelt, Soziales und gute Unternehmensführung. Es gibt allerdings keine einheitlichen, verbindlichen Nachhaltigkeitskriterien, die für alle Investments gleichermaßen gelten. Denn der Begriff Nachhaltigkeit – im Englischen „Sustainability“ – ist nicht geschützt.

Investmentfonds

Sie möchten von den Entwicklungen der Kapitalmärkte profitieren und Ihr Geld chancenreich anlegen? Oder regelmäßig einen bestimmten Betrag ansparen? Sie interessieren sich für nachhaltige Investmentfonds, haben aber nicht die Zeit, das Börsengeschehen zu verfolgen? Dann könnte die MEAG Nachhaltigkeit die richtige Lösung für Sie sein. Der Aktienfonds investiert überwiegend in Unternehmen mit nachhaltigen, d. h. ökonomischen, ökologischen und sozialen Grundsätzen.

Welche Kriterien sollte eine nachhaltige Geldanlage erfüllen?

Fondsmanager setzen bei nachhaltigen Fonds üblicherweise auf diese ESG-Kriterien. Die Auswahl der Werte kann zum Beispiel nach Branchen erfolgen. Dabei kommen dann nur bestimmte Unternehmen einer Branche in den Fonds, etwa der Textilkonzern mit den fairsten Arbeitsbedingungen oder der beste Ökostromproduzent.

Was sind Ausschlusskriterien für nachhaltige Fonds?

Zu den fünf wichtigsten Ausschlusskriterien für Staaten zählen Korruption, Diktaturen, Nichtratifizierung von Umweltkonventionen, Verstöße gegen Waffensperrverträge sowie die Todesstrafe. Kohle ist gerade erst in die Top Ten der am häufigsten genutzten Ausschlusskriterien aufgestiegen. Ausgeschlossen werden also Unternehmen, die Kohle fördern oder zu Strom machen. An oberster Stelle der Ausschlusskriterien stehen im Juni 2019 laut Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG) jedoch Arbeitsrechtsverletzungen, gefolgt von Korruption und Bestechung sowie Verletzungen von Menschenrechten oder Kinderarbeit.

Einige nachhaltige Fonds schließen von vornherein Unternehmen umstrittener Regionen oder Branchen aus. Das können Firmen sein, die mit Waffen, Alkohol oder Tabak handeln oder produzieren. Nach welchen Kriterien die Unternehmen aussortiert werden, entscheidet der Anbieter.

Ein Kriterium für nachhaltige Fonds: faire Arbeitsbedingungen

Wie kann ich mit gutem Gewissen Geld anlegen?

Für Anleger ist es schwierig, Firmen nach deren Umwelt- und Sozialstandards selbst auszuwählen. Besser, sie überlassen die Titelselektion einem erfahrenen Fondsmanager, der z. B. nach den ESG-Kriterien die geeigneten Unternehmen aussucht. Wie nachhaltig ein Investment tatsächlich ist, hängt von den konkreten Kriterien ab, die der Anbieter seinem Auswahlverfahren zugrunde legt, und kann oftmals den wesentlichen Anlegerinformationen entnommen werden. Aber auch ein Blick auf die zehn größten Positionen im Investmentfonds kann hierbei Aufschluss geben.

Angebot und Nachfrage an Nachhaltigkeitsfonds steigen

Das Bewusstsein der Menschen für nachhaltige Lebensführung und Klimawandel steigt. Daher setzen immer mehr Privatanleger auf nachhaltige Finanzprodukte. Die Anzahl nachhaltiger Fonds in Deutschland legte zuletzt kräftig zu: Ende 2018 lag das Volumen nachhaltiger Investmentfonds bei 44,7 Milliarden Euro, im Vorjahr waren es noch 30,1 Milliarden Euro – eine Steigerung von 49 Prozent, wie das Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG) ermittelt hat.

Risiken alternativer „grüner“ Direktanlagen

Direktinvestments, z. B. in Solarparks, Windenergieanlagen und Wälder, sind üblicherweise äußerst riskant und nur bedingt zur langfristigen Investition geeignet, etwa weil durch unvorgesehene Ereignisse (technische Schäden, Brände) ein Verlust droht. Mit einem breit gestreuten Investmentfonds hingegen können Sie Ihr Anlagerisiko gegenüber einem Direktinvestment erheblich reduzieren. Überlassen Sie die Auswahl an nachhaltig wirtschaftenden Unternehmen besser der Empfehlung erfahrener Experten.

Für wen sind nachhaltige Fonds geeignet?

Jeder, der mit gutem Gewissen Geld anlegen möchte, sollte über ein Investment in Nachhaltigkeitsfonds nachdenken. Ob Sie dann kurz-, mittel- oder langfristig investieren, hängt vom jeweiligen Fonds ab.

Chancen

Mit einem Investment in verantwortungsbewusst handelnde Unternehmen nutzen Anleger vielfältige Renditechancen und tun zugleich Gutes. Denn wer in Nachhaltigkeitsfonds investiert, gestaltet so eine ethisch, ökologisch und sozial orientierte Zukunft mit.

Risiken

Nachhaltige Fonds sind je nach Fondsart mit einem entsprechenden Risiko verbunden. Grundsätzlich gilt: Der Wert der Fondsanteile und deren Erträge können sowohl steigen als auch fallen, und es besteht die Möglichkeit, dass Sie bei einer Rückgabe von Anteilen nicht den vollen investierten Betrag zurückerhalten Daher sollten Anleger einen entsprechend langen Atem mitbringen – Experten empfehlen z. B. für einen Aktienfonds einen Anlagehorizont von mindestens acht Jahren.

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