Wie alt werde ich? – Zahlen und Fakten

Wussten Sie, dass jeder Fünfte in Deutschland 65 Jahre oder älter ist? Auch andere Fakten zeigen den zunehmenden Einfluss der älteren Generation. Plus: Berechnen Sie Ihre Lebenserwartung und prüfen Sie Ihre künftigen Lebenshaltungskosten!

Steigende Lebenserwartung

Wir werden immer älter. Von 1990 bis 2017 hat sich die Zahl der Menschen ab 65 Jahren laut Statistischem Bundesamt um 5,8 Millionen auf 17,7 Millionen erhöht. Damit ist inzwischen jeder Fünfte in Deutschland im Seniorenalter, Tendenz steigend. Und die Zahl der über 100-Jährigen in Deutschland hat sich in den letzten zehn Jahren fast verdreifacht. Warum ist das so? Gesündere Ernährung und die bessere medizinische Versorgung lassen uns länger leben, begründen Experten die steigende Lebenserwartung.

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Lebenserwartungsrechner – so alt werden Sie
Wenn die Baby-Boomer in Rente gehen

Wenn ab etwa 2020 die sogenannten Baby-Boomer in Rente gehen, werden in kurzer Zeit sehr viele Menschen in den Ruhestand treten. Berechnungen des Statistischen Bundesamtes zufolge könnten im Jahr 2060 bereits 23,7 Millionen Menschen in Deutschland leben, die 65 Jahre und älter sind.

Wer wissen will, wie alt er voraussichtlich wird, kann sein eigenes Lebensalter hier berechnen lassen:    www.wie-alt-werde-ich.de

Private Altersvorsorge immer wichtiger

Es ist eine simple Rechnung: Immer weniger Arbeitnehmer zahlen in die Rentenkasse ein, während immer mehr Rentner Anspruch auf eine gesetzliche Rente haben. Die „Kuchenstücke“ werden kleiner – die Rentenzahlungen geringer. Ohne private Altersvorsorge können viele Menschen ihren Lebensstandard im Ruhestand nicht mehr aufrechterhalten.

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Selbstbestimmung bis ins hohe Alter

Die Rentner heute und morgen haben noch viele aktive Jahre vor sich. Aufs Altenteil setzen sich die wenigsten. Die neuen Alten fühlen sich fit, surfen im Internet, gehen zur Arbeit oder an die Uni. Vor allem wollen sie so lange wie möglich selbstbestimmt leben.

Arbeiten trotz Rente

Mehr als ein Viertel der Rentner geht in den ersten drei Jahren ab Rentenbeginn einer Arbeit nach, so das Ergebnis einer Umfrage des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) aus dem Jahr 2018. Geld spielt dabei nicht immer eine Rolle. Rund 90 Prozent der Befragten nannten als Gründe Spaß bei der Arbeit, Kontaktpflege und den Wunsch, weiterhin eine Aufgabe zu haben.

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Gefragtes Expertenwissen

Die Aktivität der Senioren kommt der Gesellschaft zugute: Angesichts des steigenden Fachkräftemangels sind Ältere in der Wirtschaft zunehmend gefragt. Ihr Expertenwissen und ihre hohe Flexibilität – vor allem gegenüber jüngeren Arbeitnehmern – machen die neuen Alten für den Arbeitsmarkt interessant.

Von wegen Ruhestand – aktive Senioren

Die neuen Alten sind gesünder und leben länger. Eine Forsa-Studie über die Generation 60plus aus dem Jahr 2018 kommt zu dem Ergebnis, dass die Mehrheit der Senioren ihren Ruhestand nutzt, um sich zu engagieren, Sport zu treiben und um Neues zu lernen. Am größten ist der Studie zufolge das Interesse der älteren Bürger für gesellschaftliche Entwicklungen, für den Umweltschutz und Politik. Rund zwei Drittel interessieren sich zudem für Wirtschaft, die Hälfte der befragten Senioren für Technik bzw. Kultur.

Engagement im Rentenalter

Die Mehrheit der älteren Generation will die Zeit ab Renteneintritt vor allem in Hobbys, Reisen und andere Freizeitaktivitäten investieren. Rund zwei Drittel nutzen die Zeit für die Familie und private Belange. 42 Prozent der Befragten haben vor, sich im Alter für andere und die Gesellschaft zu engagieren (oder tun dies bereits), 24 Prozent wollen sich weiterbilden.

Lernen im Alter

Die Generation 60 plus will es im Alter noch mal wissen: Immer mehr Rentner besuchen eine Hochschule. An Volkshochschulen nimmt die Zahl der älteren Teilnehmer ebenfalls stetig zu. Auch die Zahl der älteren Internetnutzer steigt kontinuierlich: Laut Statistischem Bundesamt war hierzulande im ersten Quartal 2017 die Hälfte der Personen ab 65 Jahren im Internet unterwegs. Zum Vergleich: Zehn Jahre zuvor gab es in dieser Altersgruppe nur 19 Prozent Internetnutzer.

Sportliche Rentner

Die neuen Alten wollen fit bleiben. Das spiegelt sich in der zunehmenden Anzahl älterer Mitglieder in den Sportvereinen wider: Waren 2010 noch 3,8 Millionen Mitglieder über 60 in Sportvereinen angemeldet, hat sich die Anzahl 2015 um 13 Prozent auf 4,3 Millionen erhöht. Somit sind rund 16 Prozent der Vereinsmitglieder über 60 Jahre alt (Angaben DOSB).

Gesellschaft der Alten – Einfluss der Generation 60 plus

Die höhere Lebenserwartung hat Folgen: Der Einfluss der älteren Bürger auf die Gesellschaft nimmt zu. So stellte die Generation 60 plus bei der Bundestagswahl 2017 mehr als ein Drittel der Wahlberechtigten. Bei der Bundestagswahl 1987 war lediglich jeder vierte Wahlberechtigte über 60 Jahre. Ab 2040 könnten bereits 45 Prozent der Wahlberechtigten 60 Jahre und älter sein. Gleichzeitig nimmt die Wahlbeteiligung mit steigendem Alter zu. Somit beeinflussen ältere Wähler immer stärker den Wahlausgang und damit möglicherweise auch die Politik.

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