Sicheres Online-Shopping – Tipps

Das Einkaufen im Internet ist praktisch und zeitsparend. Gerade während der Corona-Krise wählen viele Menschen die Alternative Online-Shopping. Auch zahlreiche lokale Händler liefern nun auf Bestellung. Doch wie sieht es aus mit Widerrufsrecht & Co.?

Die Vorteile des Online-Shoppings

Grenzenloses Einkaufen zu jeder Zeit – das Internet macht es möglich. Das Warenangebot ist riesig und Vergleichsportale führen zum hoffentlich günstigsten Angebot. Sie sparen beim Online-Shopping oft nicht nur Geld, sondern auch Zeit: Fahrten zum Laden entfallen, Sie können bequem vom heimischen Sofa aus bestellen. In der aktuellen Situation reduzieren Sie zudem das Risiko, sich mit dem Corona-Virus anzustecken.

Lokal einkaufen im World Wide Web

Personen, die das Haus nicht mehr verlassen können oder wollen, profitieren aktuell besonders von der Möglichkeit des Online-Shoppings. Denn auch Lebensmittel können bequem nach Hause bestellt und kontaktlos zugestellt werden. Diesen Service bieten einige Supermarktketten oder auch Online-Shops, die sich auf frische und haltbare Waren spezialisiert haben. Auch für lokale Händler bietet der Online-Handel die Chance, Umsatzeinbußen zu reduzieren, die ihnen durch die Schließung ihrer Geschäfte drohen. Wer den lokalen Handel unterstützen und seine Zukunft sichern will, sollte also die Angebote der Läden vor Ort nutzen. Informationen dazu, welche Geschäfte in Ihrer Nähe liefern, finden Sie z. B. in der Tageszeitung oder im Internet.

Risiken beim Online-Shopping

Das Einkaufen im Netz birgt allerdings auch einige Risiken: Besonders beim Passwortschutz, der Bezahlung und dem Widerrufsrecht sollten Sie auf Ihre Sicherheit achten. Was ist für wirklich sicheres Online-Shopping von Bedeutung? Wir haben für Sie die wichtigsten Tipps zusammengefasst. Diese helfen Ihnen herauszufinden, ob es sich bei Ihrem Online-Händler um einen seriösen und professionellen Anbieter handelt. Damit steht einem sicheren Einkauf im Internet nichts mehr im Weg!

Privatrechtsschutz im Internet

Damit Sie bei rechtlichen Auseinandersetzungen rund ums Online-Shopping wirksam geschützt sind, ist der ERGO Rechtsschutz für den privaten Bereich unerlässlich. Zum Beispiel, wenn Sie die bestellte Ware gar nicht erst erhalten oder mangelhafte nicht zurückgenommen wird.

Vermeiden Sie Gefahren und Risiken beim Online-Shopping

Online-Shopping - Lieferbedingungen prüfen

Artikelbeschreibung und Lieferbedingungen prüfen

Lesen Sie die Artikelbeschreibung komplett durch. Achten Sie auf die Versand- und Lieferbedingungen. Die Internetseite muss Ihnen einen Lieferzeitraum nennen. Auch die Versandkosten muss der Händler angeben.

Internetseite kritisch anschauen

Internetseite kritisch anschauen

Nennt der Händler im Impressum seinen vollen persönlichen Namen oder auch seine Firmenbezeichnung mit Rechtsform? Gibt er seine Anschrift mit Straße und Ort (kein Postfach) an? Sind seine Allgemeinen Geschäftsbedingungen leicht auffindbar und verständlich? Macht er klare Angaben zum Gesamtpreis der Ware einschließlich Mehrwertsteuer und zum Widerrufsrecht? Gibt er den Namen, die Anschrift und die E-Mail-Adresse sowie eine Telefonnummer für den Widerruf oder eine Reklamation an? Hat er den Button beim Bestellvorgang mit „zahlungspflichtig bestellen“ oder Ähnlichem beschriftet? Achten Sie beim Online-Shopping auch auf das Gütesiegel von Trusted Shops: Diese Händler müssen eine Reihe von Qualitätskriterien hinsichtlich Seriosität, Datenschutz und Kundenservice erfüllen. Wer sich auf der Trusted-Shops-Seite anmeldet, kann außerdem beim Einkaufen in den zertifizierten Shops einen Käuferschutz in Anspruch nehmen. Davon gibt es eine kostenlose und eine kostenpflichtige Variante.

Auf sichere Datenübertragung achten

Auf sichere Datenübertragung achten

Der Händler sollte eine verschlüsselte Datenübertragung verwenden, wenn er sensible Daten von Ihnen abfragt. Sie erkennen eine solche an dem Kürzel „https://“ in der Adresszeile des Browsers bzw. an einem dort eingefügten kleinen Schlosssymbol.

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Sichere Zahlungsmethode wählen

Sichere Zahlungsmethode wählen

Für Sie am sichersten ist der Kauf auf Rechnung. Doch diese Zahlungsvariante bietet nicht jeder Händler an. Die Zahlung per Kreditkarte und Lastschrift ist bequem. Sie empfiehlt sich bei Internethändlern, von deren Seriosität Sie überzeugt sind. Bei der Zahlung per Vorauskasse mit einer Überweisung müssen Sie meist etwas länger auf die Ware warten. Hier riskieren Sie den überwiesenen Betrag, falls keine Ware kommt – aber auch nicht mehr. Ein weiterer Weg ist die Zahlung über Paypal oder als Sofortüberweisung. Dafür müssen Sie allerdings bei den jeweiligen Diensten Ihre Kontodaten hinterlegen bzw. Passwörter preisgeben, was die Gefahr eines Missbrauchs zur Folge haben kann.

Sicheres Passwort nutzen

Sicheres Passwort nutzen

Als relativ sicher gelten Passwörter mit mindestens acht Zeichen. Sie sollten Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen kombinieren. Tabu sind Namen und Geburtsdaten. Ebenso vermeiden sollte man Kombinationen nebeneinanderliegender Tasten (z. B. „asdfghjk“). Sinnvoll kann es sein, einen einprägsamen Satz zu nehmen und aus den Anfangsbuchstaben der Wörter das Passwort zu bilden. Dabei kann man einzelne Buchstaben durch Zahlen oder Sonderzeichen ersetzen (etwa den Buchstaben O durch die Null). Auch Masterpasswörter für alle Ihre Internetanwendungen sollten Sie nicht verwenden. Den höchsten Schutz erreichen Sie, indem Sie Passwörter alle drei bis sechs Monate ändern. Besonderen Schutz verdient das Passwort für Ihren E-Mail-Account – denn dieser enthält nicht nur jede Menge vertraulicher Informationen, sondern dient meist auch noch als Kontaktadresse für andere Online-Dienstleister wie Online-Shops, um Ihre Passwörter bei diesen zu ändern.

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Widerrufsrecht Online-Shopping

Denken Sie an Ihr Widerrufsrecht

Online-Kaufverträge mit einem gewerblichen Händler können Sie als Verbraucher binnen 14 Tagen widerrufen. Der Händler muss Sie über Ihr Widerrufsrecht belehren. Unterlässt er dies, verlängert sich die Widerrufsfrist auf maximal ein Jahr plus 14 Tage ab Erhalt der Ware.
Ausnahmen gelten für schnell verderbliche Lebensmittel oder für Waren, deren Verfallsdatum schnell überschritten ist. Dazu zählen alle Lebensmittel, die unter bestimmten Temperaturen oder anderen Bedingungen gelagert werden müssen, etwa frisches Obst, Gemüse, Milchprodukte, Fleisch, Fisch oder bereits geschnittener Salat. Auch versiegelte Ware, die der Kunde geöffnet hat, zum Beispiel Fertiggerichte, Konserven oder Essen in Gläsern, können aus Gründen des Gesundheitsschutzes oder der Hygiene nicht zurückgegeben werden. Allerdings gilt auch beim Einkauf im virtuellen Supermarkt: Falsche, beschädigte oder verdorbene Ware können Sie reklamieren. Der Lieferant muss dann für Ersatz sorgen. Ist dies nicht möglich, muss der Kunde den Kaufpreis erstattet bekommen.

Online-Shopping im Ausland

Online-Shopping im Ausland

Bei einem Anbieter aus dem Ausland kann es schwieriger sein, Reklamationen geltend zu machen. Möglicherweise fallen auch erhöhte Kosten für Versand, Steuern und Zölle an. Die Höhe der Kosten hängt vom Warenwert ab.

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