Aquajogging

Der Wassersport trainiert den ganzen Körper, verbrennt kräftig Kalorien und schont die Gelenke. Somit stellt Aquajogging eine gute Alternative zum Laufen dar.

Von Läufern und Schwimmern gleichwohl belächelt war Aquajogging lange keine besonders populäre Sportart. Doch das hat sich in den vergangenen Jahren geändert. Erst hielt es Einzug in den Trainingsplan erfolgreicher Athleten, seien es Boxer oder Fußballprofis. Laut stern.de hat sich sogar das DFB-Team wasserjoggend auf die EM in diesem Sommer vorbereitet. Mittlerweile haben auch viele Freizeitsportler die in den USA entstandene Disziplin für sich entdeckt und trainieren in den heimischen Schwimmbädern.

Prinzipiell ist Aquajogging für jeden geeignet, der schwimmen kann. Mithilfe eines Gürtels oder einer Weste, die einem Auftrieb verschafft, sollte man sich senkrecht im Wasser fortbewegen. Den Grund berührt man dabei nicht. Anfängern empfiehlt sich ein Kurs, in dem sie die richtige Technik lernen. Denn im Wasser joggt man nicht wie auf dem Land: Ein gleichmäßiges Pendeln der Beine eignet sich zum Beispiel besser zum Vorankommen als herkömmliche Laufbewegungen.

Joggen im Schwimmbecken besitzt einen großen Vorteil: „Man hat nicht die Stoßbelastungen, die jeder Schritt beim normalen Laufen verursacht und die bei zu intensivem Training die Gelenke überlasten können“, erklärt der Münchner Michael Dapp, Personal Coach und Fitnessbuch-Autor („Körperstolz“). „Aquajogging schont also Knochen, Muskeln und Sehnen.“ Denn man joggt nur gegen den Widerstand des Wassers an. Daher eignet es sich gut als Ausgleich, der es ermöglicht, häufiger zu trainieren, ohne seinem Körper zu viel zuzumuten.

Auch nach Verletzungen könne man Aquajogging gut als sportlichen Einstieg nutzen, so Dapp. Aber Achtung: Der Hüftbeuger und die Kniesehne werden auch beim Laufen im Wasser verstärkt belastet. Verletzungen, die diese Partien betreffen, sollten Sie daher erst völlig auskurieren, bevor Sie wieder ins Wasser steigen.

Gesunde Ernährung, viel Bewegung – gute Vorsorge

Um auch in Zukunft fit und gesund zu bleiben, können Sie eine ganze Menge tun. Egal ob eine ausgewogene Ernährung oder regelmäßiger Sport – all dies trägt dazu bei, Ihre Lebensqualität und Ihr Wohlbefinden zu steigern. Die DKV unterstützt ihre vollversicherten Kunden mit verschiedenen Aktivprogrammen.

Schonend für den Körper, ja – aber keinesfalls ist Wasserlaufen eine ineffektive Sportart. Die Dichte des Wassers ist 800-mal so hoch wie die der Luft. Somit ist auch der Widerstand viel größer, gegen den Sie anlaufen. Das erfordert viel Kraft und trainiert den gesamten Muskelapparat. Zusätzlich kurbelt das Wasser den Stoffwechsel an: Um nicht auszukühlen, verbrennt Ihr Körper mehr Energie. So setzen Sie in einer halben Stunde beim Laufen im Wasser bis zu 400 Kalorien um. Beim Joggen auf festem Boden sind es im Schnitt nur 300.
Ein Tipp zum Schluss: Gerade Menschen, die zuvor wenig aktiv waren oder ein paar Kilos zu viel draufhaben, empfinden Aquajogging oft als guten sportlichen Einstieg. Denn man bewegt sich, ohne sein Körpergewicht in gewohntem Maße zu spüren.

Aquajogging

Zubehör für Aquajogging

Aquajogging - Schwimmgürtel
Aquajogging - Laufschuhe

Das A und O: der Schwimmgürtel

Der Gürtel aus Schaumstoff ist der wichtigste Ausrüstungsgegenstand. Er bringt Auftrieb und sorgt so dafür, dass man sich über längere Zeit senkrecht im Wasser halten kann. Aber Achtung: Verstehen Sie den Gürtel nicht als Schwimmhilfe! Schwimmen zu können, ist eine wichtige Voraussetzung fürs Aquajogging.

Laufschuhe der anderen Art

Die schuhartigen Überzüge – auch „Runners“ genannt – sorgen für einen zusätzlichen Trainingseffekt. Sie bestehen aus Schaumstoff und verstärken, über den Fuß gestülpt, den Auftrieb. Somit muss man mit den Beinen mehr Kraft aufwenden, um sie zu bewegen und eine senkrechte Position zu halten. Das trainiert verstärkt die Muskeln und die Ausdauer.

Aquajogging Zubehör
Aquajogging - Handschuhe
Aquajogging - Kurzhanteln

Wie ein Frosch im Wasser

Schwimmhäute kennt man sonst nur von Fröschen und Enten. Beim Aquajogging haben diese Handschuhe aus Silikon den gleichen Effekt wie das Gewebe der Wassertiere: Da die Fläche, in diesem Fall der Hände, größer ist, verdrängt man bei der Vorwärtsbewegung mehr Wasser. Somit kommt man schneller voran. Zugleich steigt die Belastung für die Armmuskeln.

Extra-Workout

Beim Aquajogging trainiert man den ganzen Körper. Wer die Arme noch intensiver stärken und die Muskeln definieren möchte, kann die Kurzhanteln in die Joggingrunde integrieren. In jeder Hand ein Gewicht, führt man die Arme möglichst eng am Körper vorbei. So trainiert man doppelt: gegen den Widerstand des Wassers und der Gewichte.

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