Checkliste Segeln

Kristallklares Wasser, Sonne und eine frische Meeresbrise um die Nase. Mit dem Segelboot in den Sommerurlaub zu starten, ist der Traum von vielen. Doch an was muss man denken, bevor man tatsächlich als Freizeitkapitän in See sticht? Mit praktischen Checklisten für Segelausrüstung, Proviant und die Bordapotheke.

Ein Irrtum von vielen: Man braucht einen Segelschein.

Doch der Bootsführerschein ist nur Pflicht, wenn ein Motor mit mehr als 15 PS (5 PS auf dem Rhein) an Bord ist. Unter  www.elwis.de finden Sie hierzu eine Übersicht über die genauen Bestimmungen.

Unser Tipp: Segeln Sie am Anfang erst einmal nur mit. Am besten mit einem erfahrenen Seebären. So lernen Sie schnell die wichtigsten Regeln und auch wie man das Boot richtig festmacht. Knoten wollen gelernt sein!

Wenn es doch mal eine größere Yacht sein soll, können Sie diese chartern. Also ganz einfach mieten. Hier reicht dann nicht mehr nur der gute Wille allein und ein wenig Erfahrung. Sie brauchen dazu einen Boots- und einen Sportküstenschifferschein.

Kein Segelschein notwendig

  • ohne Motor auf einem Binnenrevier (Ausnahme Berlin)
  • mit Jolle/Katamaran an der Küste

Segelschein notwendig

  • mit Motor auf einem Binnenrevier (meistens): Sportbootführerschein Binnen
  • Yacht auf einem Seerevier (Küste) führen: Sportbootführerschein See (wenn ein Funkgerät an Bord ist: auch ein Funkschein)
  • Yacht chartern, je nach Einsatzort: SKS (Sportküstenschifferschein), SSS (Sportseeschifferschein) oder SHS (Sporthochseeschifferschein), in der Regel auch ein Funkschein

Gehen Sie ohne Sorgen an Bord

Ganz egal, ob Binnensee, Fluss oder Meer: Wenn Sie mit einem Segel- oder Motorboot unterwegs sind, teilen Sie sich das Wasser oft mit Schwimmern, Surfern, anderen Booten oder der Berufsschifffahrt. Dabei sind Kollisionen leider nicht immer auszuschließen. Damit Sie keinen finanziellen Mast- und Schotbruch erleben, wenn Sie als Skipper einem Dritten einen Personen-, Sach- oder Vermögensschaden zufügen, gibt es die ERGO Wassersport-Haftpflichtversicherung.

Bordeinweisung

Nach Übernahme des Bootes sollten Sie und Ihre Besatzung sich mit dem Schiff vertraut machen. Zunächst das Innere: Wo sind die Stauräume, wo die Luken, wo geht das Licht an, wo sind Toiletten und Kühlschrank? Daneben sollten Sie sich die Kombüsen-Technik anschauen – Herd, Gas, Ventile. Neben Formalien wie Logbuch-Eröffnung sind ein Motorcheck und die Überprüfung der elektrischen Anlage unerlässlich. Wie sieht es außen aus? Anker, Steuer, Segel und Leinen sollten Sie überprüfen. Wichtig sind daneben die Sicherheitseinrichtungen: Schwimmwesten, Feuerlöscher, Rettungsring, Notraketen. Zum Schluss sind dann Kommunikation und Navigation dran – vom Sprechfunk bis zur Seekarte sollte alles funktionieren und am richtigen Platz sein.

Segeln mit Familie

Nicht alle sind seetauglich

Doch nicht jedes Besatzungsmitglied kann vom Wissen der Bordeinweisung profitieren, denn die Seekrankheit kann jeden erwischen: erfahrene Segler oder auch blutige Anfänger. Sie ist eine der „Bewegungskrankheiten“. Diese können auch in Autos oder Flugzeugen auftreten. Sie ist Folge eines sogenannten „Sensory Mismatch“. Das, was die Passagiere in ihrer Kabine sehen, nämlich einen starren Raum, passt nicht zu dem, was sie fühlen, den Bewegungen der Wellen.

Am Anfang entsteht Unwohlsein. Ebenfalls zu den typischen ersten Symptomen zählen Aufstoßen, Druckgefühl, Blässe und Müdigkeit. Dann kommt die Übelkeit. Für die schweren Fälle gibt es Medikamente. Doch Vorsicht: Diese sind nicht ohne Nebenwirkungen. Auch wenn diese Mittel nicht verschreibungspflichtig sind, nehmen Sie sie nicht so mal ganz einfach …

Die gute Nachricht: Nach zwei bis drei Tagen gewöhnt sich der Körper an die ungewohnte Situation und die Seekrankheit verschwindet wie von Geisterhand.

Sie möchten persönlich informiert werden?

Dann wenden Sie sich an Ihren vertrauten Partner für Versicherungsfragen.
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Unsere Experten sind gern für Sie da!

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Proviant für leckere Menüs

Ob Sie einen Ein-Tages-Törn auf der Ostsee oder eine mehrtägige Blauwasser-Fahrt unternehmen: Die Mahlzeiten an Bord können sozialer und kulinarischer Höhepunkt sein.

Planen Sie sorgfältig und großzügig. Denn Sie können nicht spontan zum nächsten Supermarkt fahren, wenn Sie feststellen, dass etwas fehlt. Im Gegenteil: Selbst wenn Sie einen Hafen anlaufen, liegt der nächste Supermarkt vielleicht nicht gleich um die Ecke.

Für einen entspannteren Ablauf können Sie in vielen Häfen bei Händlern vor Ort die Lebensmittel bereitstellen lassen („Provisioning“). Sie bestellen online, müssen die Lebensmittel nur noch abholen und aufs Boot bringen. Damit können Sie Zeit sparen.

Für die Freude am eigenen Einkauf oder als Grundlage für die Bestellung finden Sie unten unsere Checkliste für den Proviant. Dieser Grundbestand gibt Ihnen die Flexibilität für viele leckere Gerichte, zum Beispiel auf einem Mittelmeertörn. Tipp: Um stets über frische Kräuter zu verfügen, können Sie kleine Balkonkästen anlegen, in denen sie wachsen.

Neben der lukullischen Vielfalt spielt beim Einkauf die Dauer des Törns eine große Rolle. Je länger Sie unterwegs sein werden und je seltener Sie einen Hafen anlaufen, desto wichtiger wird die Frage: Wohin mit dem Müll? Auch die Wasservorräte rücken bei längeren Blauwasserreisen in den Blickpunkt. Profis kochen dann sogar die Nudeln im Sud passierter Tomaten, um Wasser zu sparen.

Was gehört an Bord?

Laden Sie sich hier die Checklisten für Ausrüstung, Proviant und Bordapotheke herunter:

 

 

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