DFB-Pokalfinale: Die zehn krassesten Fakten

Der DFB-Pokal geht zum 75. Mal seinem Ende entgegen – nur noch das Finale 2017/18 muss ausgetragen werden. Dass er ein Wettbewerb der Superlative ist, zeigen die zehn krassen Fakten, die wir in seiner langen Geschichte gefunden haben.

1) Das torreichste Spiel …

… ereignete sich 1984 – es fielen 15 Treffer. Dieses Match war zugleich die erste von bisher fünf Finalbegegnungen, die per Elfmeterschießen entschieden wurden. Nach 120 Minuten stand es zwischen Borussia Mönchengladbach und Bayern München 1:1. Lothar Matthäus schoss in seinem letzten Spiel für Gladbach vor seinem Wechsel zu den Bayern den ersten Elfmeter – über das Tor. 15 weitere Schützen waren nötig, bis Michael Rummenigge den 7:6-Siegtreffer erzielte.

2) Die verrückteste Einwechselung …

… passierte im Finale 1973. Es stand nach regulärer Spielzeit zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln 1:1. Gladbach-Star Günter Netzer, wegen seines bevorstehenden Wechsels zu Real Madrid von Trainer Hennes Weisweiler auf die Bank gesetzt, sah seinen völlig erschöpften Teamkollegen Christian Kulik, zog seine Jacke aus und sagte zu Weisweiler: „Ich spiel’ dann jetzt.“ Vier Minuten später gelang Netzer der Siegtreffer zum 2:1!

3) Der höchste Sieg …

… gelang nicht etwa Rekordpokalsieger FC Bayern, sondern dem FC Schalke 04 – und das gleich zwei Mal: 5:0 besiegten die „Knappen“ im Endspiel 1972 den 1. FC Kaiserslautern durch Tore von Helmut Kremers (2), Klaus Scheer, Herbert Lütkebohmert und Klaus Fischer! Das gleiche Kunststück schafften die Gelsenkirchener in der Saison 2010/11 gegen Zweitligist MSV Duisburg. Torschützen: Klaas-Jan Huntelaar (2), Julian Draxler, Benedikt Höwedes und José Manuel Jurado.

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4) Die kürzeste Anreise …

… für beide Finalisten gab es im Finale der Saison 1982/83: Im Müngersdorfer Stadion zu Köln kam es zu einem echten Lokalderby zwischen dem 1. FC Köln und Zweitligist Fortuna Köln. Die Fortuna hatte auf dem Weg ins Endspiel mit Eintracht Braunschweig, Borussia Mönchengladbach und Borussia Dortmund drei Erstligisten ausgeschaltet und war auch im Finale die bessere Mannschaft. Am Ende siegte jedoch der FC durch ein Tor von Nationalspieler Pierre Littbarski mit 1:0.

5) Das längste Finale …

… fand 1977 statt. Der 1. FC Köln traf im Niedersachsenstadion von Hannover auf Hertha BSC – und zwar zwei Mal innerhalb von drei Tagen. Nachdem es am 28. Mai nach Verlängerung 1:1 stand und zu der Zeit noch kein Elfmeterschießen vorgesehen war, traten die Teams am 30. Mai erneut gegeneinander an. Diesmal siegten die Kölner durch ein Tor von Dieter Müller mit 1:0. Das Stadion war übrigens beide Male nicht ausverkauft und beim Wiederholungsspiel nur gut zur Hälfte gefüllt.

6) Die wenigsten Zuschauer …

… wollten das Endspiel 1961 sehen. Nur 18.000 Zuschauer verloren sich in der Gelsenkirchener Glückauf-Kampfbahn, als der SV Werder Bremen den 1. FC Kaiserslautern mit 2:0 besiegte. Das lag auch daran, dass das DFB-Pokalfinale zu diesem Zeitpunkt nicht am Ende, sondern mitten in der Saison, am 13. September, ausgetragen wurde. Die Begegnung fand zudem an einem Mittwochabend statt. Die Treffer für Werder erzielten Willi Schröder und Helmut Jagielski, im Team der Lauterer stand mit Werner Liebrich noch ein Weltmeister von 1954.

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7) Das größte Missgeschick …

… widerfuhr Rudi Assauer, Manager des FC Schalke 04, im Jahr 2002: Beim LKW-Korso nach dem 4:2-Sieg über Bayer Leverkusen ließ er den 100.000 Euro teuren Pokal zu Boden fallen. Die Reparatur der Trophäe erforderte 700 Arbeitsstunden. „Ich musste die verbogenen oberen Ringe austauschen, den krummen Sockel entbeulen, die Seiten entdellen, Bergkristalle und Turmalien neu einsetzen“, erinnert sich Goldschmied Wilhelm Nagel, der den Pokal einst hergestellt hatte. Kosten: 34.000 Euro.

8) Der tapferste Pokalheld …

… war Dieter Hoeneß im Jahr 1982. In der 13. Minute stießen der Stürmer des FC Bayern und Alois Reinhardt, Abwehrmann des 1. FC Nürnberg, mit den Köpfen zusammen – Hoeneß zog sich eine klaffende Platzwunde zu. Er bekam einen Kopfverband, die Wunde wurde in der Halbzeit mit zwei Stichen genäht. Da stand es 2:0 für Nürnberg. „Turban-Dieter“ biss sich bis zum Schluss durch und erzielte in der 89. Minute den alles entscheidenden Treffer zum 4:2. Natürlich per Kopf.

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9) Der dubioseste Endspielort …

… ist nach heutigem Ermessen die Adolf-Hitler-Kampfbahn, Austragungsort des Finales 1943. Der Luftwaffen-Sportverein Hamburg traf am 31. Oktober auf den First Vienna FC 1894. Am Ende behielten die Wiener mit 3:2 nach Verlängerung die Oberhand. Sie sind nach dem SK Rapid Wien das zweite und letzte „ausländische“ Team, das den Wettbewerb (damaliger Name: Tschammerpokal) gewann. Die genannte Spielstätte in Stuttgart heißt heute übrigens Mercedes-Benz Arena.

10) Der größte Pokalfan …

… ist Wolfgang Schäfer. Der Stürmer von Bayer Uerdingen erzielte im Endspiel 1985 das 2:1-Siegtor gegen den hohen Favoriten FC Bayern – und nahm den Pokal später mit ins Bett. Die Folgen für die 52 Zentimeter hohe Trophäe waren weitaus geringer als beim „Pokal-Fall“ 2002 (siehe Punkt 7). Übrigens ist auf dem aktuellen Cup nur noch Platz für maximal drei Sensationen: Bis einschließlich 2020 können die siegreichen Teams in den Sockel graviert werden – dann ist Schluss.

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