Die zehn krassesten Facts rund um die Fußball-Weltmeisterschaften

Die WM läuft auf vollen Touren. In unserem Gewinnspiel können Sie eins von fünf Trikots der Mannschaft gewinnen – und zum Staunen und Mitreden haben wir die zehn krassesten Fakten zusammengestellt.

1) Das kleinste WM-Teilnehmerland …

… ist seit Neuestem Island. Der Überraschungs-EM-Viertelfinalist von 2016 setzte mit der Qualifikation zur WM 2018 in Russland einen neuen Meilenstein: Knapp 350.000 Einwohner hat die nordeuropäische Vulkaninsel – nur etwas mehr als die Stadt Bielefeld. Damit ist Island auch der erste WM-Teilnehmer mit einer Bevölkerung von weniger als einer Million. Bisheriger Rekordhalter war Trinidad und Tobago (1,2 Millionen Einwohner). Mit Alfred Finnbogasson (FC Augsburg) geht auch ein Bundesligaspieler für das Team auf Torejagd.

2) Der coolste WM-Spruch aller Zeiten …

… kommt vermutlich von Uruguays Torjäger Alcides Ghiggia, 2:1-Siegtorschütze im Finalrunden-Match gegen Brasilien 1950. Dieser Treffer kostete den Gastgeber und hohen Favoriten den WM-Titel und traf die Zuschauer bis ins Mark. Jahre später sagte Ghiggia: „Nur Frank Sinatra, Papst Johannes Paul II. und ich haben es geschafft, das legendäre Maracana-Stadion mit einer einzigen Bewegung zum Schweigen zu bringen.“ Noch heute spricht man in Brasilien in Anlehnung an den Stadionnamen von „Maracanaço“ (etwa „Schock von Maracana“).

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3) Das härteste Auswahlverfahren für Fans …

… gab es 1974, als die DDR für die WM in der Bundesrepublik qualifiziert war. Das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) suchte mit der „Aktion Leder“ gezielt nach linientreuen Bürgern. Die 1.500 Ticketbewerber aus dem Volk machten sich dagegen zur Zielscheibe von Ermittlungen. „Über 25 Jahre, verheiratet, keine Westverwandtschaft“, lauteten die Hauptkriterien. Stets mischten sich MfS-Mitarbeiter wie Werner Teske unter die „Fans“. Bittere Ironie: Teske war 1981 nach einem gescheiterten Fluchtversuch der letzte Deutsche, an dem ein Todesurteil vollstreckt wurde.

4) Der größte WM-Fluch …

… lastet auf dem jeweils amtierenden Sieger des Konföderationen-Pokals (Confed Cup). Diese „Mini-WM“ wird seit 1992 ausgetragen und ist seit 2001 (Ausnahme: 2003) eine Art Generalprobe im kommenden WM-Gastgeberland. Noch nie konnte ein Confed-Cup-Sieger anschließend die WM gewinnen! Nicht einmal ein unterlegener Finalist holte den WM-Titel. Brasilien kam nach dem Sieg 1997 immerhin 1998 ins Finale, verlor dann aber gegen Frankreich. Die schlechte Nachricht: Der amtierende Titelträger ist … Deutschland.

5) Der jüngste eingesetzte Spieler der WM-Geschichte …

… ist der Nordire Norman Whiteside. Der Stürmer von Manchester United war 17 Jahre und 41 Tage jung, als er bei der WM 1982 in Spanien im Spiel gegen Jugoslawien (0:0) in der Startelf stand. Der jüngste Torschütze bei einem WM-Turnier ist übrigens nach wie vor Pelé: Die brasilianische Torjägerlegende erzielte beim Turnier 1958 im Viertelfinale gegen Wales den 1:0-Siegtreffer – im zarten Alter von 17 Jahren und 239 Tagen.

6) Die höchste Niederlage eines Gastgeberlandes …

… kassierte ausgerechnet Rekordweltmeister Brasilien (5 Titel) beim 1:7 im Halbfinale gegen Deutschland am 8. Juli 2014. Dank der Tore von Thomas Müller, Miroslav Klose, 2 x Toni Kroos und Sami Khedira war das Schicksal des Gastgebers bereits nach 29 Minuten besiegelt. Nach zwei weiteren Treffern durch André Schürrle (Oscar erzielte das Ehrentor) war nicht nur dieser Rekord perfekt, sondern auch eine brasilianische Bestmarke futsch: Top-WM-Torjäger aller Zeiten ist seitdem nicht mehr Ronaldo (15 Tore), sondern Klose (16 Tore).

7) Der erfahrenste WM-Trainer …

… ist Carlos Alberto Parreira. Der Brasilianer nahm an sechs Turnieren teil und coachte dabei fünf verschiedene Teams: Kuwait (1982), Vereinigte Arabische Emirate (1990), Brasilien (1994 und 2006), Saudi-Arabien (1998) und Südafrika (2010). Mit Brasilien wurde Parreira 1994 Weltmeister. Die meisten Turniere als Spieler absolvierte Lothar Matthäus (natürlich alle für Deutschland): 1982, 1986, 1990 und 1994 kam er auf 25 Einsätze – das ist ebenfalls WM-Rekord.

8) Der größte WM-Schwindler …

… ist wohl Torwart Roberto Rojas, der mit Chile unbedingt zur Weltmeisterschaft 1990 fahren wollte. Im entscheidenden Quali-Spiel in Brasilien half seinem Team nur ein Sieg, und Rojas wusste: Das wird eng. Doch er war vorbereitet: Als kurz nach dem 1:0 der Brasilianer ein bengalisches Feuer neben ihm auf dem Rasen landete, fügte er sich mit einer im Torwarthandschuh versteckten Rasierklinge eine Schnittwunde an der Stirn zu und provozierte stark blutend einen Spielabbruch. Pech für Rojas: Der Schwindel flog auf – er wurde lebenslang gesperrt.

9) Die wenigsten Zuschauer bei einem WM-Spiel …

… gab es beim ersten Turnier 1930 in Uruguay beim Vorrundenspiel zwischen Rumänien und Peru (3:1) im Estadio Pocitos von Montevideo. Die offiziell gemeldete Zahl beträgt 2.459, laut einhelligen Expertenmeinungen verloren sich aber nur 300 Menschen in der 1940 abgerissenen Arena. 20 Jahre später zwängten sich in Rio de Janeiro (Brasilien) unfassbare 200.000 Fans in das Maracana-Stadion – und wurden Zeugen einer schmachvollen Finalrunden-Niederlage der Gastgeber (siehe Punkt 2).

10) Der tierischste WM-Held …

… ist ein englischer Hund namens Pickles. Beim Gassigehen mit Herrchen David Corbett im Londoner Süden stöberte die Collie-Mischung am 27. März 1966 ein in Zeitungspapier eingewickeltes Artefakt auf. Dieses entpuppte sich als der Jules-Rimet-Pokal, die damalige WM-Trophäe, die eine Woche zuvor aus der Westminster Central Hall gestohlen worden war. Als Belohnung bekam Pickles nicht nur Hundefutter auf Lebenszeit, sondern wurde im Film „Der Spion mit der kalten Nase“ auch zum Kinostar.

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