E-Bike: richtig schalten und mehr – Tipps zur Fahrtechnik

Mit einem Elektromotor als Unterstützung Fahrrad zu fahren, ist komfortabel. Doch E-Bikes beschleunigen und fahren schneller als gewohnt. Umso wichtiger ist die richtige Fahrtechnik. Mit unseren Tipps erfahren Sie, wie Sie richtig schalten und sich sicher mit dem E-Bike fortbewegen.

Gewinnspiel

5 x 1 Vaude Aqua Back Single Hinterradtasche in Indian Red

Gewinnspiel
Das Gewinnspiel ist leider abgelaufen.

Die Deutschen lieben ihr E-Bike, man kann von einem Boom sprechen. Im Fahrradhandel macht der Anteil von E-Bikes am Umsatz von Neukäufen mittlerweile 51 Prozent aus, 2010 waren es noch 20. Kein Wunder, kann man doch lange Touren ohne Schwitzen machen, muss keine Parkplätze suchen und schont auch noch die Umwelt.

Sie möchten persönlich informiert werden?

Dann wenden Sie sich an Ihren vertrauten Partner für Versicherungsfragen.
Sie haben noch keinen Ansprechpartner? Hier finden Sie sofort den richtigen Kontakt in Ihrer Nähe.
Unsere Experten sind gern für Sie da!

Zum ERGO Vermittler

E-Bike: fahren, ohne zu treten

Wenn von einem E-Bike die Rede ist, ist meist das Pedelec (Pedal Electric Cycle) gemeint. Es gibt drei verschiedene Typen: ohne Anfahrhilfe, mit Anfahrhilfe und das schnelle Pedelec.

  • E-Bike ohne Anfahrhilfe: Das Rad wird, sobald Sie in die Pedale treten, von einem Motor mit maximal 250 Watt unterstützt. Mit elektrischer Unterstützung kann das Bike eine Geschwindigkeit von 25 km/h erreichen. Wer es eiliger hat, muss strampeln.
  • E-Bike mit Anfahrhilfe: Bis zu 6 km/h – was schneller Schrittgeschwindigkeit entspricht – fährt das Bike auch ohne dass Sie treten. Darüber hinaus unterstützt es bis zur 25-km/h-Grenze. Beide Typen entsprechen, juristisch betrachtet, normalen Fahrrädern. Das heißt, dass Sie weder Führerschein noch eine Zulassung brauchen.
  • Das schnelle Pedelec (S-Pedelec): Sie erreichen mithilfe des Motors bis zu 45 km/h. Damit fällt es nicht mehr in die „normale“ Fahrrad-Kategorie und benötigt eine Fahrerlaubnis und – wie ein Mofa – ein Versicherungskennzeichen. Zudem muss der Fahrer mindestens 16 sein und einen „geeigneten Schutzhelm“ tragen.

Rundum abgesichert

Die ERGO Hausratversicherung bietet Ihnen finanzielle Absicherung zum Neuwert, wenn Dinge zu Schaden kommen. Wie umfangreich Ihr Versicherungsschutz ist, bestimmen Sie selbst. Durch eine Reihe von zusätzlichen Leistungen können Sie Ihre Hausratversicherung individuell an Ihr Leben und Ihre Vorstellungen anpassen. Ihr E-Bike können Sie beispielsweise mit einem der beiden Bausteine „Fahrraddiebstahl“ oder „Fahrradschutz Plus“ versichern.

E-Bike-Fahrtechnik: So sind Sie effizient unterwegs

Mit diesen Tipps nutzen Sie Ihre Energie und die des E-Bike-Akkus bestmöglich:

  • Treten Sie gleichmäßig in die Pedale, denn bei konstanter Geschwindigkeit sparen Sie Strom.
  • Fahren Sie besonders vorausschauend, denn wann immer Sie spontan bremsen und wieder beschleunigen müssen, steigt der Energieverbrauch. Vor roten Ampeln lassen Sie das Bike am besten ausrollen, statt bis kurz vor der Haltelinie Gas zu geben.
  • Sorgen Sie für einen hohen Reifendruck. Antrieb und Akku bedeuten zusätzliches Gewicht und besonders in Kurven ist daher der richtige Druck unabdingbar, damit das Rad stabil bleibt. Wie viel Luft Ihr Reifen braucht, hängt vom jeweiligen Modell ab. Den entsprechenden Luftdruckwert gibt der Hersteller auf dem Reifen direkt an. 
  • Aufgrund des höheren Tempos benötigt das E-Bike gut funktionierende Bremsen. Doch richtiges Bremsen auf dem E-Bike will gelernt sein: Denn auch wenn Sie auf dem Pedelec zum Beispiel in Kurven bremsen, schaltet sich die Elektro-Unterstützung ab. Sobald Sie beschleunigen, setzt der Motor wieder ein – dabei kommt es durchaus zu überraschenden Geschwindigkeitsschüben. Wenn Sie dann wieder bremsen müssen, vergeuden Sie elektrische Energie. Beim E-Bike hingegen läuft der Motor, egal ob Sie bremsen oder nicht, weiter.
E-Bike richtig schalten

Mit dem E-Bike richtig schalten

Treten Sie während des Schaltens weiter in die Pedale, allerdings mit weniger Druck. Vermeiden Sie Gangwechsel unter voller Last, dabei könnte – wie bei einem herkömmlichen Rad auch – die Kette abspringen oder sich verbiegen.

Neben den üblichen Gängen, können Sie beim E-Bike anhand verschiedener Stufen einstellen, wie stark Sie der Elektromotor unterstützen soll. Achten Sie darauf, dass Sie nicht ausschließlich in der höheren Stufe fahren. Sonst werden Sie rasch zu schnell und müssen häufiger bremsen – das kostet Strom! Mit einer möglichst konstanten Geschwindigkeit kommen Sie entspannt und mit ausreichender Akkuleistung ans Ziel.

E-Bike maximale Steigung

So schafft Ihr E-Bike maximale Steigungen

Planung ist das A und O – finden Sie bei steileren Touren vorher heraus, mit wie vielen Steigungen Sie unterwegs rechnen müssen. Dementsprechend müssen Sie mit Ihrem Akku haushalten. Wenn Sie wissen, dass Sie zu einer steileren Tour aufbrechen, verzichten Sie auf überflüssiges Gepäck.

Legen Sie an den Steigungen das Gewicht auf das Vorderrad, damit es nicht durchdreht. Wählen Sie einen niedrigeren Gang und unterstützen Sie den Motor, indem Sie selbst in die Pedale treten. Die optimale Trittfrequenz für Steigungen liegt zwischen 80 und 90 Umdrehungen pro Minute.

Mit dem E-Bike sicher unterwegs

Auf dem E-Bike sind Sie mit ungefähr 25 km/h unterwegs, auf einem herkömmlichen Fahrrad in der Regel nur mit 15 km/h. Beachten Sie also, dass auch der Bremsweg mit dem E-Bike je nach Untergrund fast doppelt so lang ist. Autofahrer, mit denen gemeinsam Sie sich im Verkehr bewegen, können meist nicht erkennen, ob Sie auf einem E-Bike oder einem herkömmlichen Fahrrad unterwegs sind, und unterschätzen Ihren Bremsweg. Auf solche Gefahren sollten Sie sich vorbereiten und besonders vorausschauend unterwegs sein. Fahren Sie lieber defensiv, um Unfälle zu vermeiden.

Damit Sie im Straßenverkehr sichtbar sind, ist es außerdem wichtig, dass Sie Ihr E-Bike ausreichend mit Reflektoren ausstatten und gegebenenfalls auch am Tag mit Licht fahren.

Bisher gibt es in Deutschland keine Helmpflicht für E-Biker. Nur für Fahrer eines S-Pedelecs, das mit einer Geschwindigkeit von 45 km/h unter die Bezeichnung „Kleinkraft“ fällt, ist das Helmtragen vorgeschrieben. Um sich zu schützen, ist es trotzdem jedem Radler dringend zu empfehlen, einen Helm zu tragen: 70 Prozent der Kopfverletzungen bei Unfällen von Radfahrern ließen sich durch Helme verhindern.

Und ein letzter Tipp: Wenn Sie sich als Einsteiger noch mit den Fahreigenschaften des E-Bikes schwertun, können Sie sich im Straßenverkehr anfangs unwohl fühlen. Viele Fachhändler und auch der ADAC (abhängig von den regionalen Niederlassungen) bieten aus dem Grund Fahrtrainings an, in denen man  Grundlagen schaffen und Routine einüben kann. Auch die Deutsche Verkehrswacht bietet in vielen Ortsvereinen Pedeleckurse an (Informationen  erhält man beim jeweiligen Ortsverband).

ERGO Vermittler finden
Vermittlersuche

Gewinnspiel
Das Gewinnspiel ist leider abgelaufen.