Krankentagegeld: Erst mal in Ruhe gesund werden

Wer länger krank und damit arbeitsunfähig ist, dem drohen als Arbeitnehmer nach Ende der Entgeltfortzahlung und als Selbstständigem unter Umständen bereits ab dem ersten Krankheitstag Einkommenseinbußen. Eine Krankentagegeldversicherung schließt die finanzielle Lücke.

Sachbearbeiter Michael Schulze hat es erwischt: Bandscheibenvorfall. Drei Monate wird er mindestens nicht mehr ins Büro gehen können, sagt der Arzt – die Therapie bei solch gravierenden Rückenbeschwerden dauert lange. Die ersten sechs Wochen erhält Michael Schulze sein Gehalt weiterhin vom Arbeitgeber. Doch was passiert danach?

Einkommenslücke bei langer Arbeitsunfähigkeit für gesetzlich krankenversicherte Arbeitnehmer

Der Arbeitgeber zahlt nach Ende der Entgeltfortzahlungsdauer kein Gehalt mehr. Daher springt danach die Krankenkasse ein. Das Krankengeld, das die gesetzliche Krankenkasse zahlt, fällt allerdings geringer aus als das sonst übliche Gehalt. Teilweise muss mit finanziellen Einbußen von mehr als 20 Prozent gerechnet werden.

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Wie berechnet sich das Krankengeld der GKV?

Das Krankengeld der gesetzlichen Krankenversicherung ergibt sich aus dem Einkommen: Es beträgt entweder 70 Prozent des Bruttogehalts (2018 begrenzt auf 3.097,50 Euro im Monat) oder höchstens 90 Prozent des Nettoeinkommens. Der niedrigere Wert von beiden ergibt das Brutto-Krankengeld. Davon werden dann noch die Arbeitnehmeranteile zur Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung abgezogen. Die Krankenkasse übernimmt den kompletten Beitrag zur Krankenversicherung und die hälftigen Beiträge zur Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung, die sonst der Arbeitgeber zahlt. Der nach diesen Abzügen verbleibende Betrag bildet das Netto-Krankengeld.

Krankentagegeldversicherung hilft

Wie können Sie sich gegen diese Einkommenslücke nach Ende der Entgeltfortzahlung schützen? Eine private Krankentagegeldversicherung schafft bei einer vorübergehenden längeren Arbeitsunfähigkeit Abhilfe.

Krankentagegeldversicherung

Für wen ist eine Krankentagegeldversicherung sinnvoll?

Damit keine Einkommenslücke entsteht, ist die Krankentagegeldversicherung immer sinnvoll.

Für gesetzlich versicherte Arbeitnehmer und Angestellte:

Mit dem Krankentagegeld kann die Lücke ausgeglichen werden, die nach Ende der Entgeltfortzahlung durch ein geringeres Krankengeld entsteht.

Für privat versicherte Arbeitnehmer:

Auch privat versicherte Arbeitnehmer schützen sich durch ein privates Krankentagegeld vor Einkommensverlust nach Ende der Entgeltfortzahlung. Ein privates Krankentagegeld kann bis zur Höhe des täglichen Nettoeinkommens frei gewählt werden. Das private Krankentagegeld wird ab dem Leistungsbeginn gezahlt, der bei Vertragsabschluss gewählt wird.

Für Selbstständige und Freiberufler:

Selbstständige oder Freiberufler, die länger krank sind, stehen unter Umständen noch schneller vor großen Problemen: Sie haben keinen Arbeitgeber, der ihnen zunächst das Gehalt weiterbezahlt. Anspruch auf Krankengeld müssen Selbstständige und Freiberufler bei ihrer gesetzlichen Krankenkasse extra bezahlen. Alternativ können Sie aber eine private Krankentagegeldversicherung abschließen, die Ihnen z. B. schon ab dem 4. Tag der Arbeitsunfähigkeit die vertragliche vereinbarte Summe zahlt. Dabei bietet das Krankentagegeld eine Besonderheit: Denn anders als das reguläre Einkommen erhalten Sie es steuerfrei – selbst für Sonn- und Feiertage.

Krankentagegeld­versicherung

Ob mit oder ohne Gesundheitsprüfung: Damit Kranksein nicht zur finanziellen Belastung wird, bieten Ihnen die Krankentagegeld-Tarife der DKV, des Gesundheitsversicherers der ERGO, eine individuelle Einkommensabsicherung. Damit müssen Sie auch bei Arbeitsunfähigkeit nicht auf Einkommen verzichten.

Gut abgesichert gesund werden

Michael Schulze hat Glück im Unglück: Er hat sich rechtzeitig vor seinem Bandscheibenvorfall um eine Krankentagegeldversicherung gekümmert. Daher kann er sich nun ganz aufs Gesundwerden konzentrieren, während seine Einkommenslücke durch das Krankentagegeld geschlossen wird.

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