Malaria: Symptome und Prophylaxe

Rund 400.000 Menschen sterben weltweit jedes Jahr an Malaria, insbesondere Kinder. Hier erfahren Sie, welche Malaria-Symptome es gibt und wie wichtig die Prophylaxe ist. Denn: Noch gibt es keinen Impfstoff für Reisende!

Malaria: Symptome erkennen

Winzige einzellige Parasiten – die Plasmodien – sind die Erreger der gefährlichen Infektionskrankheit. Sie werden durch den Stich von infizierten Anopheles-Mücken übertragen.

Die Malaria-Symptome und die Verlaufsformen der Infektionskrankheit sind unterschiedlich. Zu den Symptomen gehören Fieberschübe, die je nach Erreger sogar täglich auftreten können. Daher wird Malaria neben Sumpffieber auch als Wechselfieber bezeichnet. Weitere Malaria-Symptome sind:

  • Schüttelfrost
  • Kopf-, Glieder- und Gelenkschmerzen
  • Erbrechen und
  • Durchfall

Die Malaria-Symptome zeigen sich mitunter bereits einige Tage nach der Infektion. Die Inkubationszeit kann aber – je nach Malariaform – auch zwei Jahre und länger dauern.

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Wichtig: die Infektionskrankheit schnell diagnostizieren

Die Gefahr: Das Krankheitsbild ähnelt einer Grippe oder einem grippalen Infekt. Daher erhalten die Symptome einer Malaria mitunter nicht die notwendige Aufmerksamkeit. Folge: Die Malaria wird nicht rechtzeitig erkannt.

Dabei besteht – richtig behandelt – eine gute Prognose, auch wenn nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) Rückfälle sogar noch bis zu 40 Jahre nach der Erstinfektion auftreten können.

Ohne eine rechtzeitig eingeleitete Therapie aber besteht das Risiko, dass die Erreger die inneren Organe, besonders die Leber, sowie die roten Blutkörperchen befallen. Unbehandelt kann die Krankheit daher im schlimmsten Fall tödlich enden.

Deshalb gilt: Wer bei oder nach einem Aufenthalt in einem Malariagebiet Fieber bekommt, sollte umgehend einen Arzt aufsuchen, um Komplikationen zu vermeiden. Der Arzt kann Entwarnung geben oder eine Malaria diagnostizieren und sofort mit der Therapie beginnen.

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Malariarisiko in rund 100 Ländern

Die Infektionskrankheit tritt laut RKI derzeit in circa 100 Ländern der Erde auf. Ein hohes Malariarisiko besteht dabei hauptsächlich in tropischen und subtropischen Gebieten: besonders in Afrika südlich der Sahara, Teilen Indonesiens und Indiens. Aber auch Mexiko, Vietnam, Guatemala u. a. sind betroffen. Und: Durch die Klimaerwärmung können sich die Insekten weiter ausbreiten.

Auch in Südeuropa kam es bei Menschen bereits zu einer Ansteckung mit Malaria. Sie haben die sogenannte Flughafen-Malaria bekommen. Dabei sticht eine infizierte Mücke, die per Flugzeug aus einem Malariagebiet „eingereist“ ist, die Betroffenen in einem Airport.

Bei Malaria-Symptomen sollte deshalb auch an diese Möglichkeit gedacht werden, selbst wenn sich der Erkrankte zuvor nicht in einem Malariagebiet aufgehalten hat.

Unterschiedliche Malariaerreger und Malariaformen

Je nach Malariagebiet können die Malariaerreger unterschiedlich sein. Dadurch entwickeln sich verschiedene Malariaformen. Die gefährlichste Art ist die Malaria tropica (Erreger: Plasmodium falciparum), mit 80 % verursacht sie den größten Anteil der Infektionen.

Weitere Formen sind

  • Malaria quotidiana (Erreger: Plasmodium knowlesi)
  • Malaria tertiana (Erreger: Plasmodium vivax und ovale)
  • Malaria quartana (Erreger: Plasmodium malariae)

Die richtige Malaria-Prophylaxe

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat im Herbst 2021 erstmals einen Impfstoff gegen Malaria empfohlen. Insbesondere Kinder in Malariagebieten wie südlich der Sahara sollen ihn erhalten. Es sind mehrere Impfungen notwendig. Leider ist die Wirksamkeit des Impfstoffes nicht so hoch wie anfangs erhofft. Auch besteht der Schutz nur einige Monate.

Einen Impfstoff für Reisende indes gibt es noch nicht! Daher ist für alle, die in Malariarisikogebiete reisen, die richtige Prophylaxe extrem wichtig. Zuallererst gilt es, Mückenstiche zu vermeiden.

Hier sind einige wertvolle Tipps zur Malaria-Prophylaxe:

  • Mückengeschützte Räume aufsuchen: Dazu zählen Zimmer mit Klimaanlagen. Fenster sollten geschlossen sein. Es sei denn, Fliegennetze vor Fenstern und Türen verhindern das Eindringen der gefährlichen Plagegeister.
  • Unter imprägnierten Moskitonetzen schlafen.
  • Biozid-Verdampfer und Räucherspiralen zur Abwehr der Anopheles-Mücken aufstellen.
  • Helle, körperbedeckende Kleidung tragen, die mit insektenabtötenden Substanzen imprägniert ist.
  • Die unbedeckte Haut mit insektenabweisenden Mitteln, sogenannten Repellents, einreiben oder -sprühen.
  • Reisen während der Regenzeit in Hochrisikogebiete vermeiden.

Zudem können Malaria-Medikamente als Prophylaxe eingenommen und als Standby-Medikament für den Notfall auf die Reise mitgenommen werden. Allerdings weisen einige Erreger bereits Resistenzen gegen manche Mittel auf. Es ist zu beachten, dass nahezu alle Malaria-Mittel nicht zu unterschätzende Nebenwirkungen haben können.

In jedem Fall sollten Sie vor einer Reise in ein Malariagebiet einen erfahrenen Mediziner oder einen Experten in einem Tropeninstitut konsultieren.

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Behandlung von Malaria

Malaria wird derzeit mit unterschiedlichen Medikamenten behandelt. Je nach Malariaform und bereits bestehenden Resistenzen kommen bestimmte Wirkstoffe wie etwa Mefloquin, Atovaquon oder Proguanil zum Einsatz. Die entsprechenden Medikamente können teilweise auch zur Vorbeugung genommen werden.

Allerdings verhindert die Einnahme von Medikamenten keine Infektion mit den Erregern. Sie unterbricht aber die Entwicklung im Körper und kann bei korrekter Dosierung eine Erkrankung verhindern.

Bei allen Malaria-Medikamenten müssen Sie aber genauestens auf die Nebenwirkungen, die auftreten können, achten. Sie könnten eine starke negative Reaktion auf das Medikament haben, und Sie müssen Ihren Arzt informieren, wenn etwas Ungewöhnliches auftritt. Da jeder unterschiedlich auf Medikamente reagiert, unterscheiden sich die möglichen Nebenwirkungen von Person zu Person. Sollten Ihre Symptome sehr schlimm sein, hören Sie mit der Einnahme des Medikaments auf und informieren Sie umgehend Ihren Arzt.

Z. B. Mefloquin, bzw. Lariam, ist ein Malaria-Medikament, das Sie lange vor Erreichen des Ortes, an dem Malaria vorkommt, einnehmen müssen. Die Nebenwirkungen, die bei diesem Medikament auftreten können, sind unter anderem Schlaflosigkeit, lebhafte Träume, Halluzinationen, Schwindel und Kopfschmerzen. Dieses Medikament verträgt sich somit schlecht mit psychischen Erkrankungen, psychologischen Problemen oder Krampfanfällen. Wenn Sie daran leiden, lassen Sie es Ihren Arzt wissen, damit er Ihnen eine Alternative anbieten kann.

Um all diese gravierenden Nebenwirkungen zu vermeiden, kann es eine Alternative sein, bei kurzzeitigen Aufenthalten in Malaria-Gebieten (z. B. zweiwöchiger Safariurlaub) gänzlich auf eine Prophylaxe mit diesen Malariamitteln zu verzichten und genauestens auf Symptome zu achten, die während der Reise oder erst nach Rückkehr auftreten können. Hierbei sollte auf keinen Fall versäumt werden, den Arzt/die Ärztin auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet hinzuweisen. Hinweise zu möglichen Nebenwirkungen finden Sie in den Beipackzetteln der Medikamente oder fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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