Ölziehen: das Plus für Zähne und Zahnfleisch

Der neue Trend in Sachen Zahngesundheit auch in Deutschland: Ölziehen für Zähne und Zahnfleisch. Geringer Aufwand, gute Wirkung: Erfahren Sie Schritt für Schritt, wie die Ölziehkur als tägliche Mundhygiene funktioniert.

Ölkur: Methode mit Tradition

Ölziehen ist eine einfache, unkomplizierte Methode, um den Körper zu entgiften. Der Ursprung der Ölziehkur, auch Öl-Pulling genannt (englisch to pull = ziehen), geht auf die jahrtausendealte ayurvedische Heilmethode aus Indien zurück. Ölziehen ist vor allem gut für Zähne und die Mundgesundheit: Denn es funktioniert wie eine Mundspülung, nur mit Öl.

Die Wirkung: Das Ölziehen soll einen positiven Effekt auf Mundhygiene und Zahngesundheit haben. Die Anwendung soll antibakteriell wirken, Karies und Plaque verringern, Zahnfleischentzündungen und Zahnfleischbluten reduzieren. Und: Es soll dazu beitragen, das Zahnfleisch zu stärken und lockere Zähne zu festigen. Auch Mundgeruch soll sich dadurch vermindern lassen. Selbst Verfärbungen an den Zähnen sollen bei regelmäßiger Anwendung zurückgehen und wieder weißer strahlen.

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Ölziehen durch die Zähne: So geht’s

Der perfekte Zeitpunkt für das Ölziehen durch die Zähne ist gleich morgens nach dem Aufstehen. Vor dem Ölziehen sollten Sie nichts essen oder trinken.

Zunächst steht laut ayurvedischer Tradition die Zungenreinigung mit einem Zungenreiniger an. Dann einen Esslöffel Öl im Mund bewegen und das Öl durch die Zahnzwischenräume ziehen. Halten Sie das Öl stets in Bewegung. Am Anfang reichen ca. drei Minuten. Danach steigern Sie die Dauer nach und nach auf maximal zehn Minuten.

Bakterien, ade

Zum Schluss das Öl in ein Taschentuch spucken und sorgfältig entsorgen. Schlucken Sie es nicht hinunter – sonst gelangen unerwünschte Bakterien und Schadstoffe wieder zurück in den Körper. Der Effekt des Entgiftens wäre dahin: nämlich gesundheitsschädliche Stoffe im Mundraum im Öl zu binden und anschließend zu entfernen.

Spucken Sie das Öl auch nicht in den Ausguss: Dieser könnte mit der Zeit verstopfen – insbesondere, wenn Sie Kokosöl für die Ölkur verwenden. Denn Kokosöl wird beim Erkalten hart. Wundern Sie sich nicht, wenn das Öl nach dem Ölziehen durch die Zähne trüb aussieht. Das ist genau richtig.

Nach dem Ölziehen spülen Sie den Mund gut mit Wasser aus und putzen die Zähne mit normaler Zahnpasta. Die beste Wirkung erzielen Sie, wenn Sie dieses kleine Ölzieh-Ritual mindestens vier Wochen jeden Morgen durchführen.

Welche Mundziehöle eignen sich?

Für das Ölziehen durch die Zähne eignen sich mehrere Öle: zum Beispiel Kokosöl, aber auch Olivenöl, Sonnenblumenöl, Rapsöl, Leinöl oder Sesamöl.

Im Ayurveda wird traditionell Sesamöl für die Ölreinigung benutzt. Je hochwertiger das Öl ist, desto besser. Bevorzugen Sie dabei kaltgepresste Bio-Öle. Teure Spezial-Mundziehöle – in der Werbung häufig vollmundig angepriesen – sind für eine solche Ölkur nicht notwendig.

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Was sagt die Wissenschaft zur Wirkung von Ölziehen?

Bislang existieren kaum wissenschaftliche Studien zum Thema Ölziehen. Doch in Indien gibt es mit dieser sanften ayurvedischen Methode seit Jahrtausenden positive Erfahrung. Demnach regt Ölziehen die Speichelproduktion an. Zähne und Zahnfleisch werden durch diese Art der Mundhygiene gereinigt. Zahnbelag und Parodontitis verringern sich.

Zudem gehen die Ayurveda-Spezialisten davon aus, dass das Lymph- und Immunsystem durch das Ziehen, Saugen und Bewegen des Öls im Mundraum angeregt wird. Und das kann sich positiv auf die gesamte Gesundheit auswirken.

Mehr noch: Erfahrungen haben gezeigt, dass Ölziehen durch die Zähne sogar bei Allergien, Atemwegsinfekten, Asthma und Migräne helfen kann.

Welche Nebenwirkungen hat die Ölkur?

Bei einer zeitlich befristeten Ölziehkur von maximal drei Monaten sind keinerlei Nebenwirkungen bekannt. Der große Vorteil: Der Aufwand ist vergleichsweise gering und das Ölziehen durch die Zähne zudem kostengünstig.

Deshalb: einfach mal ausprobieren. Und wenn die Ayurveda-Experten recht haben, tun Sie Ihrer Gesundheit etwas richtig Gutes!

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