Schwangerschaft – Erfahrungsbericht

Wir kriegen ein Kind! Klingt so selbstverständlich. Ist es aber nicht. Es ist immer ein Wunder. Unsere Autorin erzählt uns ihr erstes Mal.

1,6 Millimeter war Jara groß, als wir sie das erste Mal auf dem Ultraschall sahen. 1,6 Millimeter, die die Welt bedeuteten und unser Leben mit einem Mal so viel reicher machten. Ich war gerade in der sechsten Schwangerschaftswoche, voller Freude und unglaublich gespannt auf die Reise, die vor uns lag. Ja, ein Baby kriegen ist das Normalste auf der Welt. Für alle anderen. Aber für uns war es das erste Mal. Unser kleiner Schatz. Sich vorzustellen, wie es sein würde, wenn der Zwerg auf der Welt ist – zu diesem Zeitpunkt unmöglich. Und doch konnten wir die ganze Zeit an nichts anderes mehr denken. Diese ersten Wochen waren rückblickend die anstrengendsten der Schwangerschaft: eine emotionale Achterbahnfahrt zwischen lähmender Müdigkeit, ständiger Übelkeit und dieser alles überdeckenden Euphorie. Am liebsten wollten wir unser Glück in die Welt hinausrufen. Doch wir lebten ja mit dieser magischen Zwölf, die uns riet, damit besser noch zu warten, bis wir sicher sein konnten, dass das Baby auch blieb.

Für werdende Mütter

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Glückliche Schwangerschaft

Mit dem Bauch kommen Fragen

Geschafft. Wie der Zeiger einer Uhr sich unverrückbar auf die nächste Stunde legt, veränderte sich die Schwangerschaft in der 13. Woche. Oft hatte ich gelesen, dass das zweite Schwangerschaftsdrittel das angenehmste sei. Das kann ich nur unterschreiben. Die Müdigkeit war schlagartig weg, die Übelkeit ebenso. Ich fühlte mich großartig, als könne ich Bäume ausreißen. Zwar zählte ich aufgrund meines Alters zu der stetig wachsenden Gruppe der Risikoschwangeren, doch damit war ich ja nicht allein. Ein Viertel aller Erstgebärenden ist heute über 35 Jahre alt. Wir gehören also zu einem elitären Club. Und mit jedem Zentimeter, den mein Bauch wuchs, nahm die Außenwelt mehr an unserem Glück teil. Wir wurden überhäuft mit wohlgemeinten Geschichten, Ratschlägen, Meinungen und Weisheiten. Manchmal schwirrte mir der Kopf. Dabei wollte ich doch meine eigene Geschichte genießen und meine wirklichen Fragen beantwortet bekommen.

Denn auch das veränderte sich im Lauf der Zeit. Die wachsende Realität in meinem Bauch machte mir klar, dass wir bald für einen winzigen, hilflosen Menschen verantwortlich waren. Die große, globale Frage, die mich beschäftige, war: Würde ich eine gute Mutter sein? Würde mich mein Kind lieben? Erst dann folgten Millionen und Abermillionen kleiner Fragen. Ab wann nimmt man Kontakt zur Hebamme auf? Wie viel muss ich jetzt mehr essen? Was darf ich nicht essen? Darf ich Haare färben? Sport machen? Auto fahren? Musik laut hören? Wie soll unsere Tochter heißen? Was brauchen wir alles für sie? Wo wird sie das Licht der Welt erblicken – und vor allem wie? Der Kaiserschnitt war dabei für mich von Anfang an nur ein Notfallplan. Ich wollte eine natürliche Geburt. Doch auch dabei gibt es ja 1.000 Möglichkeiten: im Wasser, auf dem Hocker, im Liegen, unter Hypnose, mit Peridualanästhesie (PDA) oder anderen Schmerzmitteln. Wie schlimm sind Wehen wirklich? Und warum spricht man von neun Schwangerschaftsmonaten, wenn es doch 40 lange Wochen sind?

Vorfreude auf das Baby

Eine Liebe fürs Leben

In all dem Wirrwarr war ich froh, meinen Mann an der Seite zu haben. Mein Fels in der Brandung, der mich jeden Abend auf dem Heimweg anrief und sich nach meinen „Gelüsten“ erkundigte. Ob Schwangere saure Gurken oder fragwürdige Essenskombinationen lieben – ich kann es nicht beantworten. Dieser Mythos ging an mir spurlos vorbei. Was jedoch Spuren in unserem Leben hinterlassen hat: dieses unglaubliche Abenteuer Baby. Das Entstehen eines Menschen zu erleben, dem man das erste Mal begegnete, als er gerade einmal 1,6 Millimeter groß war. Seitdem Jara auf der Welt ist, ist unser Leben schlafloser, chaotischer – und einfach voller Liebe.

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