Starkregen – welche Versicherung brauche ich?

Immer häufiger gibt es Starkregen und Hochwasser in Deutschland. Hochwassersichere Gebiete gibt es faktisch nicht mehr. Welche Versicherung deckt welche Schäden?

Starkregen – was ist das eigentlich?

Eine Überschwemmung in den eigenen vier Wänden ist ein Albtraum. Und sie kann jeden treffen – selbst Menschen, die nicht in der Nähe eines Gewässers wohnen. Die Hälfte aller Überschwemmungsschäden entstehen nämlich durch lokale Starkregenfälle. Aber nur 43 Prozent aller Gebäude sind nach Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. gegen Naturgefahren wie Starkregen versichert!

Von Starkregen spricht man ab einer Niederschlagsmenge von mindestens 20 Millimetern in sechs Stunden. Dann droht die Kanalisation überlastet zu sein, die Wassermassen überfluten Grundstücke und fließen in die Gebäude. Besonders gefährdet sind Wohnungen und Räume im Souterrain oder Keller, aber auch Häuser in Hanglagen oder Senken.

Schäden am Haus durch Starkregen

Was tun bei Starkregen?

Wenn es so sehr regnet, dass die Kanalisation die Wassermassen nicht mehr aufnehmen kann, sollte alle elektronischen  Geräte (auch die Heizung) vom Stromnetz genommen werden. Sonst kann es im Wasser zu einem lebensbedrohlichen Kurzschluss kommen. Am einfachsten und sichersten: Schalten Sie den Sicherungsschalter für das ganze Haus aus. Heizöltanks sollten – wenn noch Zeit dafür ist – mit Gurten oder ähnlichem gesichert werden. Wichtige Papiere sollten Sie möglichst an einem höher gelegenen Platz in Ihrem Heim sichern.

Schäden durch Starkregen – was tun?

Ob nur der Keller oder auch andere Räume volllaufen – die Folgen von Starkregen und Hochwasser sind meist drastisch: Schäden an Möbeln, der Heizung oder an der Elektrik kosten schnell fünfstellige Beträge. Auch der Rückbau von unbrauchbar gewordenen Wand- und Bodenbelägen kann teuer werden. Betroffene sollten die Schäden durch Starkregen möglichst schnell dokumentieren (am besten mit Fotos und Videos) und sofort dem Versicherer melden. Dabei sollte klar werden, welche Gegenstände in welchem Umfang beschädigt sind. Werfen Sie daher zunächst keine unbrauchbar gewordenen Gegenstände weg. Heben Sie diese auf, um einen Schadensnachweis zu haben. Wichtig ist dabei, dass Sie versucht haben, den Schaden zu vermeiden oder sein Ausmaß möglichst gering zu halten (Schadensminderungspflicht).

Übrigens: Bei einigen Versicherern können Sie die Schäden einfach bequem online melden.

ERGO Wohngebäude­versicherung – und der Schutz gegen weitere Naturgefahren

Starkregen, Sturzfluten, Erdrutsche und Blitzeinschläge verwüsten Straßen, Häuser und ganze Städte. Gut, dass Sie sich vor den finanziellen Folgen solcher sogenannten weiteren Naturgefahren schützen können. Wir versichern Wohngebäude auch dann, wenn sie sich in einem extrem hochwassergefährdeten Gebiet befinden. Das bieten nicht viele Versicherer.

Haftpflicht-, Hausrat-, Wohngebäude- oder Elementarversicherung – wer zahlt was?

Für Schäden an Ihren Möbeln und Inventar kommt die Hausratversicherung auf. Allerdings sollten Sie darauf achten, dass Schäden durch Naturgefahren wie Starkregen im Versicherungsschutz auch tatsächlich eingeschlossen sind und die Versicherungssumme ausreichend bemessen ist. Bei der – oft sehr kostspieligen – Wiederherstellung angegriffener Bausubstanz hilft die Wohngebäudeversicherung. Auch hier ist es wichtig, dass die Police sogenannte Elementarschäden durch Naturgefahren wie z.B. Überschwemmung, Starkregen oder Erdrutsch abdeckt. Viele Hauseigentümer sind hier ungenügend versichert und haben nur Schäden durch Feuer, Hagel, Sturm und Leitungswasser abgedeckt.

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