Neuer Look für die Wand

Kahle Wände in der Wohnung? Das muss nicht sein! Renovieren Sie Ihre Wände! Wir zeigen unterschiedliche Wandgestaltungen – von Farben, Tapeten und Putze bis hin zu Wandpaneelen.

Nicht nur wenn man umziehen will, stellt man sich oft die Fragen: Wie möchte ich wohnen, wie sollen meine vier Wände aussehen? Möchte ich den Look verändern? Oder sollen einfach nur die Gebrauchsspuren verschwinden? Beim Renovieren geht es nicht nur darum, Baumängel zu beheben. Oft soll einfach das Wohngefühl verbessert werden. Im Mietrecht spricht man dann von Schönheitsreparaturen. Dazu zählt unter anderem die Wandgestaltung mit Tapeten, Wandfarben, Putzoberflächen oder speziellen Paneelen.

Loslegen: Ideen für Ihre Wandrenovierung

Um die optimale Raumwirkung durch eine gezielte Wandrenovierung zu erreichen, schauen Sie sich Ihre Einrichtung genau an: Welche Materialien, Farben oder Oberflächen passen dazu? Wünschen Sie sich eine ausgesuchte Wand, beispielsweise mit einer Mustertapete als Hingucker? Eine Konzeptidee als roter Faden hilft Ihnen bei der Planung und Auswahl. Mit den folgenden Tipps und Impulsen können Sie die Umgestaltung Ihrer Wände gezielt angehen – und Ihr Raumkonzept nach Ihren Ideen umsetzen.

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Wände streichen: Mut zur Farbe

Wandfarbe kann Ihre Wohnumgebung komplett unterschiedlich aussehen lassen. Haben Sie also bei kahlen Wänden durchaus Mut zur Farbe. Sich am Baumarktregal für eine Wandfarbe zu entscheiden, ist gar nicht so einfach: So schöne Farbnamen wie Frozen, Macaron, Happy Weekend oder Sommerzeit klingen nicht nur wunderbar, sie sehen auch sehr gut aus.

Farbwirkung nutzen

Helle Farben vermitteln ein Gefühl von Weite, perfekt für lange Flure und verwinkelte Räume. Mit kühlen Blautönen zieht Frische ein. Zartes Blau oder Grün lässt die Wände scheinbar zurücktreten. Wer lieber wärmere Töne mag, greift zu Vanille- oder Gelbtönen. Auch Beigenuancen schaffen eine behagliche Atmosphäre. Wer weiße oder helle Töne bevorzugt, muss nicht immer zu einem kühlen Reinweiß greifen. Weiße Wandfarbe gibt es auch abgetönt, etwa als stimmungsvolles „Off-White“ bis hin zu creme- oder sandfarbenen Nuancen. Vertrauen Sie bei der Auswahl auf Ihren persönlichen Farbgeschmack.

So gelingt der Anstrich

Damit die Farbe gut deckt, ist die Wahl der Dispersionsfarbe wichtig: Qualitätsfarben enthalten einen hohen Anteil an Pigmenten sowie Weiß- und Bindemitteln. Für einen gleichmäßigen Anstrich rühren Sie die Farbe mit einem Stab um. Abstreifgitter aus Kunststoff hängt man in den Farbeimer oder legt sie darüber. Nach dem Eintauchen der Farbrolle in die Farbe überschüssige Farbe vom Pinsel oder der Rolle daran abstreifen. Nun zunächst mit einem mittelgroßen Pinsel die äußeren 10 cm der Wand streichen, anschließend die Fläche. Für ein streifenfreies Ergebnis empfiehlt es sich, mit V- oder W-förmigen Bewegungen zu arbeiten – also nicht von oben nach unten oder von links nach rechts. Und wichtig: Eine Abdeckfolie schützt Boden und Möbel vor Farbspritzern.

Malertipp: Wenn möglich, stellen Sie die Möbel hinaus und lüften Sie den Raum gut. Lagern Sie die Farbe vor dem Anstreichen lange genug bei Raumtemperatur.

Wände renovieren mit Tapeten

Oder möchten Sie lieber tapezieren? Dank moderner Dekore, passend zu jedem Wohnstil,  und neuer Materialien sind Tapeten wieder im Trend. Auch hier ist das Angebot erstaunlich vielfältig. Die aktuellen Kollektionen der Hersteller spielen mit Gegensätzen und bieten jedem seine ganz persönliche Lieblingstapete. Ob uni, gemustert, Ton in Ton oder bunt. Vliestapeten in Mustern und Farben verschiedener Kontinente helfen gegen akutes Fernweh. Mutige Kombinationen aus Orange und Terrakotta oder Lila und Moosgrün machen einen starken optischen Eindruck. Erdiges Rot vermischt mit Gelbtönen wie Curry oder Muskat bildet spannende Kontraste. Mit asiatisch filigranen Blüten machen die aktuellen Tapeten den angesagten Ethno-Look perfekt.

Übrigens: Achten Sie bei Tapeten auf chlor- und weichmacherfreie Produkte oder solche aus Altpapier. Insbesondere auf PVC sollten Sie verzichten – denn es ist sowohl für die Umwelt als auch für die Gesundheit schädlich.

Vorteil Vliestapete

Wer Zeit sparen will, setzt auf Vliestapeten. Diese müssen nicht in Kleister einweichen, sondern können direkt an die eingekleisterte Wand gedrückt werden. Dabei kaschieren sie sogar kleine Unebenheiten. Besonders praktisch: Gefällt die Tapete nicht mehr, lässt sie sich einfach als ganze Bahn wieder von der Wand lösen.

Beliebte Raufaser

Besonders etabliert ist nach wie vor die Raufaser: Wird sie mit hellen Farben überstrichen, gibt sie für Möbel einen idealen Hintergrund ab. Sie haben die Wahl zwischen einer feinen oder gröberen Struktur. Und da Raufaser ausschließlich natürliche Rohstoffe und keine bedenklichen Weichmacher, PVC oder Lösungsmittel enthält, gibt es auch in Sachen Wohngesundheit volle Punktzahl.

Wasserdicht und abwaschbar: Vinyl- und Kunststofftapete

Vinyltapeten bestehen aus einer Papier- oder Vliesträgerschicht mit einer PVC-Versiegelung, auch Kunststofftapete genannt. Die meisten Vinyltapeten weisen eine glatte Struktur auf. Doch je nach Muster gibt es auch Tapeten mit dreidimensionaler Prägestruktur. Kleine Untergrundmängel lassen sich mit dieser Tapete gut abdecken. Vinyl- und Kunststofftapeten sind wasser- und scheuerbeständig, allerdings nicht sehr atmungsaktiv. Moderne Vinyltapeten bestehen aus umweltneutralen Schäumen, von denen laut Hersteller keine Gesundheitsgefahr ausgeht. Achten Sie beim Kauf unbedingt auf entsprechende Zertifizierung. Eine Vinyltapete lässt sich nicht übertapezieren, denn auf der wasserabweisenden Kunststoffoberfläche haftet kein Kleber.

Familie streicht die Wand

Blickfang: Fototapete und 3-D-Tapete

Fototapeten begeistern mit tollen Motiven im Großformat: Ob Dschungel, die Skyline einer Stadt, Strand, Meer oder Kunstdrucke berühmter Maler – Digitaldruck-Tapeten wirken dank neuester Fototechnik immer realistischer. Fototapeten gibt es als Papiertapeten, als Vliestapeten und als Kunststofffolien mit selbstklebender Rückseite. Foto-Vliestapeten lassen sich als Rollenware leichter verarbeiten und sind reißfester als Papiertapeten.

Papier- und Mustertapete

Papiertapeten gibt es einfarbig bedruckt, als Fototapeten oder geprägt als sogenannte Prägetapete. Dieser Klassiker ist unschlagbar günstig, umweltfreundlich – besonders die Varianten aus Recyclingpapier – sowie atmungsaktiv und feuchtigkeitsregulierend. Die Bahnen kleistern Sie ein, dann kleben Sie sie an die Wand. Papiertapeten gibt es in unterschiedlichen Stärken – eine der gängigsten ist 115 g/qm. Nachteil: Wandunebenheiten prägen sich durch das dünne Papier.

Achtung, Mustertapete

Hier sollten Sie beim Zuschneiden und Kleben aufpassen, denn Mustertapeten besitzen einen Rapport. Das bedeutet, auf der Tapetenrolle ist angegeben, wie man die einzelnen Bahnen ansetzen muss, damit das Muster auf der Wandfläche nicht verrutscht.

So gelingt das Tapezieren

Wenn das Ergebnis überzeugen soll, lohnt es sich, die Wände vor dem Tapezieren vorzubereiten: Am besten entfernen Sie die alte Tapete, bessern die Risse aus und spachteln Unebenheiten und Bohrlöcher. Kleistern und Bahnen anlegen: Wichtig ist die Wahl des richtigen Kleisters – denn nur dieser kann die Eigenschaften der gewählten Tapete optimal unterstützen. So gibt es beispielsweise spezielle Produkte für Vliestapeten, die das Anbringen durch einen Direktauftrag auf die Wand erleichtern.

Damit die Tapete wirklich gerade verläuft, die erste Bahn mithilfe eines Linienlasers oder Senklots anzeichnen. Die Bahn mit etwas Überstand zur Decke ansetzen. Eine Bürste oder eine Moosgummirolle ist beim Andrücken der Tapete hilfreich. Die Überstände am Boden und an der Decke schneiden Sie mit einem Cuttermesser und einer Tapetenschiene gerade ab.

Wie viele Tapetenrollen brauche ich?

Mit einer simplen Formel lässt sich der Bedarf an Tapete einfach berechnen: Die Standardrolle einer Tapete misst 0,53 x 10,05 Meter. Sie reicht also für fünf Quadratmeter Wandfläche. Raumumfang (Breite aller Wände) mal Raumhöhe geteilt durch fünf ergibt dann die benötigte Rollenzahl. Wem das zu kompliziert ist, dem helfen Online-Tapetenrechner, um die benötigte Menge (Rapportkalkulation inklusive) schnell zu ermitteln.

Eyecatcher: Wandverkleidungen für die Textur

Ob Schiefer- oder Natursteinwände im Bad, Beton-Optik im Wohnzimmer oder Holzpaneele über dem Bett im Schlafzimmer – Strukturen erzeugen schöne Kontraste und sind abwechslungsreicher als eine weiße Wand. Wandverkleidungen geben dem Raum nicht nur einen ganz besonderen Look, sondern sie verbergen auch hässliche Leitungen. Außerdem können beispielsweise Verkleidungen aus Holz oder Stoff die Raumakustik verbessern und schiefe Wände optisch begradigen. Mithilfe von Kleber oder Nägeln lassen sich Wandverkleidungen an der Innenwand eines Raumes anbringen.

Info Untergründe

Nur auf einer ebenmäßigen, sauberen Wand finden Tapeten oder Paneele optimalen Halt. Tipp: Lieber immer gründlich vorarbeiten. Risse, Bohrlöcher und Unebenheiten müssen beseitigt, die Wand gegebenenfalls grundiert und auf den folgenden Belag vorbereitet werden. Auf verputzten Wänden und Decken sowie auf Bauplatten verwenden Sie Gipsspachtel. Dieser Spachtel schafft sehr glatte, streich- und tapezierfähige Oberflächen und ist mühelos zu verarbeiten.

Wände verputzen, glatte Oberflächen schaffen

Putz schafft eine glatte Oberfläche, um später beispielsweise zu tapezieren oder zu streichen. Die Putzschicht liegt zwischen dem Mauerwerk und dem Strukturputz, der Tapete oder der Malerfarbe. An Innenwänden kommt meistens eine Form des Gipsputzes zum Einsatz. Den wesentlich robusteren und meist deutlich gröberen Zementputz hingegen verwendet man eher im Außenbereich. Die Vorteile des weit verbreiteten und bewährten Gipsputzes liegen in der leichten Verarbeitung und seinen Eigenschaften im ausgehärteten Zustand. Er ist pH- und geruchsneutral, schadstofffrei, feuchtigkeitsregulierend und hat eine günstige Wärmeleitfähigkeit.

Lehmputz reguliert das Raumklima

Dass Putz einen direkten Einfluss auf das Wohnklima hat, ist oft noch nicht bekannt. So punktet Putz mit vielen Vorteilen: Vor allem seine atmungsaktiven, wasserdampfdurchlässigen Eigenschaften beeinflussen das Raumklima positiv und tragen zur Wohngesundheit bei. Außerdem sind Mineralputze schadstoff- und lösungsmittelfrei, sie beinhalten keine Konservierungsstoffe. Mineralische Putze sind diffusionsoffen, das heißt, sie lassen Feuchtigkeit entweichen. Kunstharzputze ermöglichen dagegen keine Diffusion. Sie sind wie eine Gummihaut, die die Wand wasserdicht abschließt.

Als Alternativen für den Gipsputz bei der Innenraumgestaltung sind auch Kalkputze und Lehmputze sehr beliebt. Kalk etwa hat einen hohen pH-Wert, ist alkalisch und wirkt antiseptisch. Deshalb finden Schimmelpilzsporen auf Kalkputzen keinen Nährboden. Lehmputz beeinflusst das Raumklima positiv, kann Wasser aufnehmen und Wärme speichern.

Rauputz: Sichtbare Strukturen

Manche Hausbesitzer wünschen sich Wände mit deutlichen Strukturen und sichtbarem Putz. Das lässt sich mit Rauputz als Variante für den modernen Innenputz umsetzen. Je nach Körnung – von grob bis fein – lässt sich der gewünschte Rauputz-Effekt in verschiedenen Abstufungen erzielen. Dieser Gipsputz, auch Haftputzgips genannt, hält auf nahezu jedem Untergrund und ist einfach aufzubringen.

Dekorputze verschönern die Wand

Spezielle Dekorputze geben Wänden im Innenbereich einen individuellen und plastischen Look. Mittlerweile gibt es aber Dekorputze, die sich so einfach wie Farbe auftragen lassen. Neben einer ansprechenden Oberflächenstruktur unterstützt Dekorputz durch seine Atmungsaktivität und Wasserdampfdurchlässigkeit ein angenehmes Raumklima. Dekorputz wird vielfach gebrauchsfertig verkauft und lässt sich als Streichputz oder Rollputz mit z.B. einem Pinsel oder einer Auftragswalze leicht selber auftragen.

Sonderfall: Trockenbauwände sanieren

Bestehen Ihre Innenwände aus Trockenbauwänden, lassen sich diese ebenso tapezieren und streichen. Ist an der Trockenbauwand ein größerer Schaden entstanden, kann man die Wand Platte für Platte ersetzen. Die Stoßfugen der Gipskartonplatten werden verspachtelt, um eine durchgängige und homogene Oberfläche zu schaffen. Sind hier Risse entstanden, lassen sich diese ebenfalls mit einer geeigneten Spachtelmasse bearbeiten.

Schimmel – was nun?

Gegen stickige, verbrauchte Raumluft hilft nur regelmäßiges Stoßlüften. Anzeichen für Schimmel sind häufig ein muffiger Geruch sowie Flecken an Wänden, in Fugen, auf Möbeln oder anderen Gegenständen.

Nachhaltig renovieren

Bei der Renovierung sollten Sie darauf achten, dass sich in den verwendeten Materialien keine Schadstoffe befinden. Viele Wandfarben enthalten zum Beispiel giftige Stoffe wie Formaldehyd oder Isothiazolinone, die zu Kopfschmerzen, Allergien sowie Reizungen von Nase und Augen führen. Schadstoffe wirken sich zudem negativ auf das Raumklima aus. Lassen Sie sich vor dem Kauf in Baumärkten, bei den Verbraucherzentralen oder von einem Baubiologen beraten.

Darüber hinaus sollten Sie der Umwelt zuliebe langlebige und umweltfreundliche Materialien verwenden. Ob und welche Schadstoffe ein Produkt enthält, steht auf der Verpackung. Naturwandfarben wie Lehm-, Kalk- oder Silikatfarbe enthalten zum Beispiel keine Konservierungsmittel. Eine Orientierungshilfe beim Kauf sind Umwelt- und Biosiegel, zum Beispiel der Blaue Engel. Nach der Renovierung gilt: Flüssige Farben und Malerutensilien sind Sondermüll, der beim örtlichen Wertstoffhof entsorgt werden muss. Eingetrocknete Farben und Tapeten ohne Klebereste können Sie in den Restmüll geben.

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