Auto im Winter – 5 Tipps

Minusgrade, Schneefall, Dunkelheit: Wenn die Fahrbahn glatt und die Sicht schlecht wird, steigt die Unfallgefahr im Straßenverkehr. Mit unseren fünf Tipps kommen Sie mit dem Auto im Winter sicher ans Ziel. Mit Checkliste zum Download.

Winterzeit ist Unfallzeit

2019 ereigneten sich in Deutschland 4.051 Verkehrsunfälle, 2020 corona-bedingt nur 2.269. Durch Schnee und Eis ist es im Auto im Winter besonders gefährlich. Zu den größten Risiken im winterlichen Straßenverkehr gehören unvorsichtige Verkehrsteilnehmer: Aufgrund der oft schlechten Sicht und stark verlängerten Bremswege ist vorausschauendes Fahren in der Winterzeit besonders wichtig.

Auf Platz zwei der winterlichen Unfallrisiken folgen unzureichend geräumte Fahrbahnen und Schlaglöcher. Auch von Lastwagen heruntergeschleuderte Eisplatten und auf schneeglatten Fahrbahnen liegen gebliebene Lastwagen stellen für alle Verkehrsteilnehmer ein hohes Risiko dar.

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Auto im Winter: Tipps

Unsere Tipps zeigen Ihnen, worauf Sie besonders achten sollten, wenn Sie mit dem Auto im Winter unterwegs sind:

Winterreifen rechtzeitig aufziehen

Seit 2010 gibt es in Deutschland die sogenannte situative Winterreifenpflicht. Das heißt, Sie dürfen Ihr Fahrzeug bei entsprechenden Straßenverhältnissen (und zwar unabhängig von der Jahreszeit) nur mit Winter- und Ganzjahresreifen mit M+S-Kennzeichnung fahren.

Maßgeblich sind also die aktuellen Straßenverhältnisse und nicht die winterliche Jahreszeit. Das bedeutet, dass auch ein plötzlicher Wintereinbruch im späten Frühjahr Reifen erfordern kann, die über ein entsprechendes Laufflächenprofil und die passende Struktur verfügen. Dies tun Reifen mit M+S-Kennzeichnung. Sie genügen der gesetzlichen Vorgabe. Trägt die Reifenflanke zusätzlich ein Schneeflockensymbol, haben Sie einen echten Winterprofi vor sich. Egal ob Schnee oder nicht: Bereits ab Temperaturen von + 7 Grad Celsius gehören die Sommerreifen in die Winterruhe.

Im Gesetz ist eine Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern festgelegt. Doch viele Experten empfehlen – wie es in Österreich Pflicht ist – mindestens 4 Millimeter tiefe Profile. Testen Sie selbst: Ist der goldene Rand einer 1-Euro-Münze zu erkennen oder nur knapp verdeckt, ist das Reifenprofil bereits unter dem Minimum.

Verstößt man gegen die Winterreifenpflicht, drohen Bußgelder bis 120 Euro bei Unfall und ein Punkt in Flensburg (100 € bei Gefährung, 80 € bei Behinderung und jeweils ein Punkt).

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Sehen und gesehen werden

Wer vorausschauend fahren will, braucht eine gute Sicht. Ein flüchtig hineingekratztes Guckloch auf der Windschutzscheibe bietet nicht den gesetzlich geforderten Rundumblick. Bei Schnee sollten Sie das gesamte Fahrzeug freiräumen: Scheiben, Seitenspiegel, Dach, Scheinwerfer, Nummernschild und Radkappen. Verstöße kosten übrigens Bußgelder: Das Guckloch wird mit 10 Euro geahndet, das nicht vom Schnee befreite Autodach mit 25 Euro, das zugeschneite Kennzeichen mit 5 Euro.

Achten Sie auch auf ausreichend Frostschutz im Scheibenwischwasser. Das sorgt nicht nur für gute Sicht, sondern verhindert auch ein Einfrieren von Wasser, Pumpe und Spritzdüsen. Wer gleich nach der Heimkehr die Scheibe kurz reinigt, kann vermeiden, dass am nächsten Morgen festgefrorener Dreck beim Kratzen das Glas beschädigt. Überhaupt gilt es, sämtliche Autoscheiben außen und innen sauber zu halten, um gute Sicht zu haben.

Übrigens: Ein ergonomisch geformter Eiskratzer spart Energie und Zeit. Der optimale Winkel zur Scheibe beträgt 30 Grad. Kratzen Sie nur in eine Richtung, damit Schmutzpartikel nicht hin- und her gerieben werden.
Kontrollieren Sie auch den Zustand Ihrer Scheibenwischerblätter. Sobald sich Schlieren auf der Scheibe bilden, ist es Zeit zum Wechseln. Gegen nächtliches Festfrieren hilft entweder Isolationsfolie zwischen Scheibe und Wischerblätter oder das Hochklappen der Scheibenwischer.

Um gut von anderen Verkehrsteilnehmern gesehen zu werden, achten Sie unbedingt auf funktionierende Beleuchtung an Ihrem Auto (Abblendlicht, Fernlicht, Nebelscheinwerfer, Rücklicht, Bremsleuchten, Blinker).

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Autotüren und Türschlösser pflegen

Ein Winter-„Klassiker“ bei Fahrzeugen ohne Fernbedienung ist das zugefrorene Türschloss. Dies können Sie verhindern, indem Sie ein nicht harzendes Öl ins Schloss sprühen. Alternative ist der Türschlossenteiser – aber nur, wenn Sie ihn nicht im Auto deponieren.

Prüfen Sie auch, ob die Türgummis in Ihrem Auto zufrieren können. Falls ja, reiben Sie sie mit speziellen Pflegemitteln oder Silikonöl (keine Vaseline oder Hirschtalg) ein.

Batterie und Frostschutz checken

Gerade im Winter muss die Autobatterie mehr Energie liefern. Achten Sie daher schon zu Beginn der kalten Jahreszeit darauf, ob der Anlasser gut funktioniert. Wenn er „schwächelt“ oder Sie sogar Starthilfe benötigen, lassen Sie die Batterie unbedingt prüfen und gegebenenfalls ersetzen. Spätestens nach fünf Jahren wird grundsätzlich der Austausch empfohlen.

Achten Sie zudem auf ausreichend Kühlwasser und dass der Frostschutz bis mindestens -25 Grad reicht (nach Prüfgerät an der Tankstelle oder in der Werkstatt fragen). Bei zu wenig Frostschutz riskieren Sie im Extremfall einen Motorschaden. Einen unter die Minimum-Markierung gesunkenen Kühlwasserstand sollten Sie in einer Werkstatt checken lassen.

Umsichtig fahren

Abruptes Lenken und Abbremsen sollten Sie im Auto im Winter aufgrund der Rutschgefahr unbedingt vermeiden. Bei einer Schneefahrbahn verlängert sich der gesamte Anhalteweg im Vergleich zu einer trockenen Fahrbahn um circa das Dreifache. Noch drastischer wird es bei Glatteis, wo ein bis zu siebenfach verlängerter Anhalteweg besteht.

Achten Sie daher im Winter besonders aufmerksam auf ausreichend Abstand, denn die vorgegebene Geschwindigkeit kann bei Schneeglätte zu hoch sein. Sollte Ihr Fahrzeug ins Schleudern geraten, kuppeln Sie aus und lenken Sie behutsam gegen. Wenn dies nicht hilft, bleibt nur noch eine Vollbremsung.

Wer bei eingeschränkter Sichtweite infolge von Schnellfall (unter 50 Meter, innerorts) die Geschwindigkeit überschreitet, dem drohen besonders empfindliche Strafen: bis zu 680 Euro, bis zu zwei Punkte in Flensburg und mehrmonatige Fahrverbote.

Und bitte lassen Sie Ihr Auto nicht im Stand warmlaufen. Dies ist nicht nur schädlich für Motor und Umwelt, sondern auch verboten (§30 Absatz 1 StVO).

Auto im Winter: Checkliste
Kommen Sie bitte schadenfrei durch den Winter! Hier geht es zum Download unserer Auto-im-Winter-Checkliste.

Extra: Tipps für Ihr E-Auto im Winter

Auch in Elektroautos ist die Batterie im Winter stärker gefordert als im Sommer – mit direkter Auswirkung auf die Reichweite, die zwischen 10 und 30 Prozent geringer ausfällt. Hauptgrund ist, dass der Elektromotor keine Abwärme zum Heizen des Innenraums erzeugt.

So bringen Sie Ihr E-Auto energieschonend durch den Winter:

  • Fahren Sie möglichst viel im Eco-Modus. Übrigens gilt – so widersprüchlich es klingt: Eine höhere Durchschnittsgeschwindigkeit spart Energie. Denn je länger Sie mit dem Auto unterwegs sind, desto länger beanspruchen auch Heizung, Licht und Navigation die Batterie. So ist im Stadtverkehr mit höheren Reichweiteverlusten zu rechnen als auf Autobahnen und Bundesstraßen.
  • Schalten Sie je nach Ladezustand in längeren Staus Front- und Heckscheibenheizung, Scheibenwischer und Abblendlicht aus und drosseln Sie die Heizung
  • Nutzen Sie, sofern vorhanden, die energieeffizientere Sitz- und/oder Lenkradheizung statt der Innenraumheizung
  • Heizen Sie Ihr E-Auto vor, wenn es über Nacht mit einer Ladesäule oder Wallbox verbunden ist (einige Hersteller bieten die per App steuerbare Standheizungsfunktion an).
  • Zuguterletzt: Wer sein E-Auto im Winter in der Garage auflädt, spart Zeit. Im Freien dauert das Laden der Batterie bei Kälte grundsätzlich länger und der Akku kann weniger Energie speichern.
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