E-Auto zu Hause laden: So geht es sicher und effizient

Über die Haushaltssteckdose oder mit einer Wallbox können Sie Ihr E-Auto zu Hause laden. Alle wichtigen Informationen sowie die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Lademöglichkeiten finden Sie hier.

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Die großen Autohersteller bringen neben Plug-in-Hybrid-Fahrzeugen immer mehr reine Elektroautos auf den Markt. Das macht sich auch an den Neuzulassungen bemerkbar, die für E-Autos auf Rekordniveau liegen. Wer sich täglich im Reichweitenspektrum seines Elektroautos bewegt – hier gelten circa 300 Kilometer mittlerweile als Standard –, kann sein E-Auto ganz einfach zu Hause laden.

Mit einer modernen Wandladestation, der sogenannten Wallbox, erfolgt der Ladevorgang stressfrei und in besonders kurzer Zeit. Die Wallbox hat große Vorteile gegenüber der Haushaltssteckdose: Sie ist sicherer, effizienter und wird sogar gefördert. Erfahren Sie, wie die eigene Ladebox fachgerecht installiert wird und was Sie sonst noch beachten sollten, wenn Sie Ihr E-Auto zu Hause laden möchten.

So lädt man ein E-Auto

E-Autos besitzen einen Hochleistungsakku, der den Elektromotor mit Energie versorgt. Zwar gibt es abhängig vom Hersteller und vom individuellen Fahrzeugmodell teils deutliche Unterschiede bei der Batteriekapazität oder der genutzten Ladeelektronik, doch grundsätzlich gilt: Laden ist in der Regel günstiger als Tanken und genauso einfach. Stecker rein, und schon geht’s los.

Dauer des Ladevorgangs

Wie lange die Ladezeit des E-Autos dauert, hängt von der Batteriegröße im E-Auto ab und von der tatsächlich nutzbaren Ladeleistung, über die der Ladepunkt verfügt. Je größer die Akkukapazität, desto mehr Zeit benötigt der Ladevorgang, bis die volle Kapazität wieder zur Verfügung steht. Typisch sind Batteriekapazitäten zwischen 20 kWh und 100 kWh.

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Ladepunkte und ihre mögliche Ladeleistung

Je höher die Ladeleistung des Ladepunkts, desto schneller geht das Aufladen voran. An einer Schuko-Steckdose, auch Haushaltssteckdose genannt, können bei entsprechender Absicherung Ladeleistungen von 2,3 bis maximal 3,7 kW erreicht werden. An einer Wandladestation ist eine Ladeleistung zwischen 4,6 kW und 22 kW möglich.

Die Steckdose und auch die Wallbox übertragen sogenannten Wechselstrom (kurz AC) aus dem Netz. Da der Akku eines E-Autos jedoch nur Gleichstrom (DC) aufnehmen kann, wird der Wechselstrom in diesen Fällen über das On-Board-Ladegerät im Auto umgewandelt. Man spricht vom AC-Laden. Aktuell verbauen die meisten Hersteller einphasige AC-Ladegeräte im Auto, die auf eine maximale Ladeleistung von 7,4 kW beschränkt sind. Dreiphasige AC-Ladegeräte sind für 11,6 kW ausgelegt.

Öffentliche Ladesäulen wandeln den Wechselstrom über einen Gleichrichter bereits in der Ladestation um und umgehen damit die Beschränkungen des im E-Auto verbauten AC-Ladegeräts. Sie leisten bis zu 43 kW. Die effizientesten Ladesäulen zum Schnellladen erreichen um die 300 kW – damit lassen sich theoretisch um die 100 Kilometer Reichweite in 5 Minuten rausholen.

Theoretisch deshalb, da nicht jedes E-Auto darauf ausgelegt ist, so hohe Ladeströme zu verarbeiten. Denn letztlich ist die vom E-Auto-Hersteller festgelegte Ladehöchstgeschwindigkeit entscheidend, wenn es um eine Schnellladung geht.

Ladekabel und Steckertypen für E-Autos

Die Begriffe Ladekabel und Ladestecker werden oft simultan verwendet, sind jedoch nicht das Gleiche. Beim Kabel gibt es zwei wichtige Arten, bei den Steckern sind es drei maßgebliche Typen. Zum Laden des E-Autos muss man die richtige Kombination wählen:

  • Mode-2-Kabel: Mit einem sogenannten Mode-2-Kabel wird die eigene Haushaltssteckdose zur Ladestation. An einem Ende besitzt das Kabel einen handelsüblichen Schutz-Kontakt-Stecker, am anderen Ende befindet sich der passende Stecker zu Ihrem Automodell.
  • Mode 3-Ladekabel: An einer Wallbox und einer öffentlichen Ladesäule lädt das Elektroauto über ein Mode 3-Ladekabel, das fest in den jeweiligen Ladepunkt integriert sein kann.
  • Typ-1-Stecker: Asiatische oder amerikanische Fahrzeuge setzen meist auf Typ-1-Anschlüsse und entsprechende Stecker, die für einphasiges Laden ausgelegt sind.
  • Europäische Hersteller verwenden normalerweise einen Typ-2-Ladeanschluss. Der dazu passende Typ-2-Stecker für ein- und dreiphasiges Laden wird auch Mennekes-Stecker genannt.
  • Stecker vom Typ 1 und Typ 2 können gekoppelt werden.
  • An öffentlichen Ladesäulen befindet sich normalerweise ein Mode-3-Ladekabel mit zwei Steckern vom Typ 2. Diese Ladestecker lassen sich sowohl an der Station als auch am Fahrzeug verriegeln und damit gegen Diebstahl oder Abziehen sichern. Dazu schließt man das Auto ab.
  • Für sogenannte Schnelllader, die eine maximalen Ladeleistung von bis zu 350 kW bringen, benötigen Sie einen Combo-2-Stecker (auch CCS-Stecker genannt). Das ist eine Erweiterung des Typ 2.

Den E-Auto-Akku richtig laden und pflegen

Der Akku ist eines der wichtigsten Bauteile eines E-Autos. Aktuell werden Lithium-Ionen-Akkus ohne Memory-Effekt eingesetzt: Im Gegensatz zu vielen anderen Akku-Technologien führen Teil-Ladevorgänge hier zu keinem Kapazitätsverlust. Dennoch gibt es einige Dinge zu beachten, wenn man die Leistungsfähigkeit des Akkus bestmöglich erhalten will:

Vermeiden extremer Ladezustände

Der ideale tägliche Ladezustand liegt zwischen 20 und 80 Prozent der Kapazität. Sinkt oder steigt der Ladezustand deutlich darüber, strapaziert das den Akku.

Schnellladen nur im Ausnahmefall

Beim Schnell- und Ultraschnellladen entstehen sehr hohe Temperaturen, die dem Akku schaden können.

Extreme Ladezustände schnell verbrauchen

Ist der Akku doch einmal zu 100 Prozent geladen, sollte der Strom möglichst schnell verbraucht werden.

Langsam laden ist besser

Auch wenn Ladevorgänge mit weniger Ladeleistung insgesamt länger dauern, sind sie schonender für den Akku.

Für moderate Temperaturen sorgen

Hitze durch Sonneneinstrahlung kann dem Akku schaden. Sehr tiefe Temperaturen wiederum erfordern beim Laden höhere Leistungen.

E-Auto warm fahren

Bevor man Vollgas gibt, sollte die Batterie erst einmal auf Betriebstemperatur kommen.

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E-Auto zu Hause laden: an der Haushaltssteckdose

An der Haushaltssteckdose ist es grundsätzlich möglich, das E-Auto zu Hause zu laden – als Dauerlösung aber nicht zu empfehlen. Denn aufgrund der geringen Ladeleistung von 2,3 kW dauert das Aufladen extrem lange: Die Ladezeit eines Akkus mit einer Batteriekapazität von 50 kWh würde gut 20 Stunden dauern.

Auf solche Belastungen sind Haushaltssteckdosen nicht ausgelegt. Es droht ein Ausfall der Sicherung. Falls die Hauselektrik nicht modernisiert ist, kann es im schlimmsten Fall sogar zu Kabelbränden kommen.

E-Auto zu Hause laden: an der Wallbox

Eine andere Möglichkeit, das E-Auto zu Hause zu laden, ist die Wallbox. Diese wird in der Regel an einer Wand in der Garage, des Carports oder am Haus befestigt und lädt den Akku eines Elektroautos bis zu fünfmal schneller, als es mit einer Haushaltssteckdose möglich ist. Damit ist der Ladevorgang mit der privaten Wandladestation zwar immer noch nicht so schnell wie an einer öffentlichen Ladesäule, gilt aber als besonders schonend für den Akku.

Zum Aufladen nutzt man einfach das Ladekabel des Elektrofahrzeugs oder bestellt die Wallbox gleich mit einem fest installierten Ladekabel und passendem Stecker. Der Wechselstrom des Stromnetzes wird über die Ladestation und das Kabel zum Akku des E-Autos geleitet und dort von der Ladeelektrik in Gleichstrom umgewandelt.

Sicherheitsmerkmale der Wallbox

Die Wallbox besitzt eine Steuereinheit, die das Aufladen des Akkus im Zusammenspiel mit der Bordelektronik des E-Autos überwacht und steuert. Der sogenannte „Electric Vehicle Charge Controller“ schaltet dabei auch erst dann den Strom frei, wenn eine korrekte Verbindung zum Auto besteht. Das sorgt für zusätzliche Sicherheit.

Alle in Deutschland zugelassenen Wallboxen besitzen einen Leitungsschutzschalter, der das Ladekabel vor Überlastung schützt. Fehlströme in der Wandladestation, dem Elektrofahrzeug und den Leitungen verhindert der sogenannte Fehlerstrom-Schutzschalter (kurz: FI-Schalter). Sofern er nicht direkt in die Wallbox integriert ist, muss er separat installiert werden.

Die notwendige Ladeleistung der Wallbox

Wallboxen gibt es für den einphasigen oder für den dreiphasigen Anschluss. Einphasige Anschlüsse erlauben eine Stromstärke von maximal 20 A. Das entspricht einer Ladeleistung von 4,6 kW. Dreiphasige Versionen haben eine Ladeleistung von 11 kW oder von bis zu 22 kW.

Die Basisversion eignet sich eigentlich nur für Plug-in-Hybride, deren Aufnahme in der Regel ohnehin auf 3,7 kW beschränkt ist. Die gängigste Ladeleistung einer Wandladestation für E-Autos liegt bei 11 kW. Einen 40-kWh-Akku würde man damit in fünf bis sechs Stunden komplett laden. In der alltäglichen Praxis muss es meistens nicht schneller gehen.

Eine Wallbox mit einer maximalen Ladeleistung von 22 kW würde diese ohnehin schon relativ kurze Ladezeit noch einmal halbieren – allerdings nur, wenn die Elektrik des E-Autos dies auch zulässt. Zu beachten ist auch, dass eine 22-kW-Wallbox deutlich teurer ist, den Akku beim Laden stärker strapaziert und zudem auch vom Netzbetreiber genehmigt werden muss. Eine Wallbox mit 11 kW hingegen muss nur gemeldet werden.

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Fachgerechte Installation der Wallbox

Wandladestationen sind so leicht, dass sich viele Wände und Putzuntergründe für die Montage eignen. Bei zu geringer Tragfähigkeit oder für die Nutzung mit Carports oder an Außenstellplätzen bietet sich die Montage auf speziellen Stelen an.

Normalerweise ist der heimische Netzanschluss für eine Wallbox mit 11 kW geeignet. Sie sollten jedoch den Netzanschluss vorab durch einen Elektroinstallateur prüfen lassen. Die Installation selbst muss sogar durch einen Fachbetrieb erfolgen, der dann auch für den fachgerechten Einbau haftet und die Anmeldung beim Netzbetreiber durchführt.

Kosten einer Wallbox

Die Kosten für die Anschaffung einer Wallbox liegen zwischen 500 und 2.000 Euro. Dazu kommen die Installationskosten durch den Elektroinstallateur, die sich – abhängig von den spezifischen Einbauverhältnissen – zwischen 500 und 2.500 Euro bewegen können.

Betriebskosten der Wallbox

Die laufenden Kosten einer Wallbox sind abhängig vom individuellen Verbrauch und dem gewählten Tarif. Zahlreiche Stromanbieter bieten spezielle Tarife an, wenn man das E-Auto zu Hause laden will. Geht man von 30 Cent pro kW aus, würden die Ladekosten eines Akkus mit einer Kapazität von 40 kWh bei zwölf Euro liegen.

Da sich die heimische Wallbox auch mit einer Fotovoltaikanlage nutzen lässt, sind hier erhebliche Einsparungen an den Stromkosten möglich – selbst wenn man die hohen Anschaffungskosten und jährliche Wartungsarbeiten der Solarstromanlage berücksichtigt.

Fördermöglichkeiten für die Wandladestation

Rund 620.000 Anträge für private Ladestationen sorgten bis zum Sommer 2021 dafür, dass das Kontingent der KfW-Förderung für das laufende Jahr erschöpft war. Mittlerweile hat die Bundesregierung jedoch weitere Gelder für die Wallbox-Förderung bereitgestellt.

Der Zuschuss beträgt pauschal 900 Euro pro Ladepunkt. Nur wenn die Gesamtkosten des Vorhabens diesen Betrag unterschreiten, wird keine Förderung gewährt. Bundesländer wie NRW, Schleswig-Holstein oder Bayern und viele Regionen und Kommunen bieten weitere Förderungen an, um das E-Auto zu Hause laden zu können.

Die beste Option, um das E-Auto zu Hause zu laden?

Wer auf längeren Strecken unterwegs ist, wird um das Laden des E-Autos an öffentlichen Ladestationen nicht herumkommen. Zu Hause lassen sich E-Autos an der Steckdose laden. Das dauert jedoch extrem lange und belastet die Hauselektrik erheblich. Daher ist es nur eine Notlösung.

Idealerweise nutzt man zum Laden des E-Autos zu Hause eine Wallbox: Sie ist die sicherste, schnellste und komfortabelste Lademöglichkeit für die eigenen Wände und wird aktuell auch finanziell gefördert.

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