Blockchain – was ist das eigentlich?

Sicher haben Sie schon von Blockchain gehört, der technischen Basis für Kryptowährungen. Viele sehen in dieser Technologie das Potenzial, die Geschäftswelt zu revolutionieren. Doch was ist Blockchain eigentlich? Und wie bedeutend wird es?

Blockchain gilt neben künstlicher Intelligenz und dem Internet of Things als Technologie mit einem enormen Potenzial. Jedes siebte Unternehmen (15 Prozent) geht sogar davon aus, dass Blockchain die Gesellschaft und Wirtschaft ebenso stark verändern wird wie das Internet. Unter den Großunternehmen mit 500 oder mehr Mitarbeitern stimmt sogar jedes dritte (36 Prozent) dieser Aussage zu. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Digitalverbands Bitkom.

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Das Prinzip: eine Blockkette von Transaktionen

Der Begriff Blockchain ist durchaus im Wortsinne zu verstehen: Digitale Informationen werden aneinandergekettet und über viele Rechner im Web verteilt. Weil diese „Blockkette“ weder kopiert noch verändert werden kann, gilt sie als fälschungssicher. Alle Daten sind dezentral gespeichert, regelmäßig aktualisierbar und damit jederzeit transparent. Ursprünglich im Rahmen der Kryptowährung Bitcoin entwickelt, kann man die Blockchain mit einem webbasierten, öffentlichen Buchhaltungssystem vergleichen. Noch ist die neue Technologie vorwiegend im Finanz- und IT-Sektor im Einsatz. Doch Anwendungsmöglichkeiten bieten sich in allen Branchen, für alle Geschäftsprozesse. Was die Blockchain-Technologie nicht weniger „kryptisch“ macht: Als Erfinder gilt eine Personengruppe, die lediglich unter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto bekannt ist und bis heute vollkommen anonym ist.

Transparent und fälschungssicher

Die grundlegenden Vorteile sind schnell erklärt: Die Blockchain schützt große Datenmengen kryptografisch, also durch Verschlüsselung und Zugriffsverwaltung. Alle Transaktionsdaten – also z. B. Name, Kontostand, Datum – können jederzeit einfach verifiziert werden. Die Blockchain ist gewissermaßen das Hauptbuch aller Transaktionsdaten. Entscheidend dabei ist der Aspekt Dezentralität: Es besteht keine Kontrollmöglichkeit für eine einzelne Einheit, und damit gibt es auch keine Schwachstelle zum Manipulieren der Daten durch Menschen. Die Technologie stellt volle Integrität sicher. Das macht die Blockchain so vertrauenswürdig für alle Formen wirtschaftlicher Transaktionen, nicht nur im Finanzwesen.

Blockchain

Komplex und schwer zu verwalten

Doch es gibt auch kritische Aspekte. Fachleute weisen zum Beispiel darauf hin, dass Blockchains einen hohen Energieverbrauch verursachen, weil unzählige Kopien auf vielen verschiedenen Rechnern erstellt werden. Sie sind von der Leistung, von der Rechenpower einzelner Computer abhängig und in ihrer Anpassungsfähigkeit begrenzt:

  • Eine Blockchain kann mit dynamischen Geschäftsprozessen nicht individuell mitwachsen.
  • Ein geringer Datendurchsatz oder begrenzter Speicherplatz kann Engpässe bedeuten.
  • Zudem ist die Verwaltung der Zugriffsberechtigungen aufwendig.

Auch die Integration mit bereits bestehenden Systemen oder neuen Softwareversionen (Legacy) sind umfangreiche Aufgaben. Sie können gerade bei global agierenden Unternehmen zu großen Herausforderungen werden. Wer als Konsument die Kryptowährung Bitcoin etwa für Zahlungen nutzt oder darin investiert, setzt sich hohen Risiken aus: Durch Datenverlust, Schadprogramme oder Hacker droht vollständiger Wertverlust. Denn: Die Blockchain selbst mag nicht veränderbar und damit nicht angreifbar sein. Angriffe auf Kryptowährungs-Börsen und auf Krypto-Wallets, die als elektronischer Geldbeutel dienen, sind durchaus möglich und schon vorgekommen. Ist die Kryptowährung auf einer Festplatte gespeichert, die zerstört wird, ist das Geld weg. Und: Auch die Umleitung einer Kryptozahlung an eine andere Empfängeradresse ist möglich. Für den Schaden haftet niemand, da es nur die Blockchain gibt.

Rechtsschutz

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Blockchain: das IT-Ökosystem der Zukunft?

Manche sehen die Blockchain als Rückgrat eines neuen Internets. Es könnte zur Infrastruktur der digitalen Wirtschaft werden – ähnlich dem Schienen- und Straßennetz der realen Welt. Große IT-Konzerne bieten bereits erste Software- und Servicedienste auf Basis dieser Technologie an, mit „Blockchain as a Service“. Fest steht: Als sich selbst überprüfendes Ökosystem hat die Blockchain großes Potenzial. Sie wird uns in Zukunft noch in vielen Anwendungen begegnen – etwa bei Crowdfundings, Sharing­diensten, Smart Contracts (Verträge auf Softwarebasis mit verknüpften Aktionen wie z. B. Ausschüttungen) und vielem mehr.

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