Sport: Mundschutz für Kinder

Hockey, Boxen, Inline-Skaten, Mountainbiken oder schnelle Ballspiele – Sport macht Spaß, birgt aber auch Risiken. Um Zähne und Kiefer vor Schädigungen zu schützen, ist ein Mundschutz für Kinder bestens geeignet. Er senkt die Verletzungsgefahr erheblich.

So muss ein Mundschutz für Kinder beschaffen sein

Bis zu 40 Prozent aller Verletzungen an Mund und Zähnen treten beim Sport auf.  Um die Wahrscheinlichkeit eines Zahnunfalls zu reduzieren, sollte man bei Aktivitäten, die für die Zähne ein besonders hohes Risiko darstellen, auf jeden Fall einen Mundschutz tragen.

Der Mundschutz für Kinder sollte individuell angepasst sein. So schützt er optimal, stört und drückt nicht. Beste Voraussetzungen also, dass Kinder ihn tragen. Zumal er auch noch in der Lieblingsfarbe angefertigt werden kann.

Wer einen sehr gut sitzenden Mundschutz für sein Kind haben will, geht mit ihm zum Zahnarzt. Dieser nimmt einen Abdruck des Gebisses. Ein Dentallabor stellt anschließend einen Mundschutz her, der ideal an Kiefer und Zahnstellung des Kindes oder Jugendlichen angepasst ist.

Das Material für einen Mundschutz für Kinder sollte fest und elastisch zugleich sein. Auf diese Weise kann er Schläge dämpfen und die Energie von Zähnen und Kiefer ableiten. Zudem schützt er Lippen, Wangen und Zunge vor Bissverletzungen. Je nach Sportart sollte die Dicke des Mundschutzes variieren.

Die Kosten für einen Mundschutz werden nicht von den Krankenkassen oder Krankenversicherungen übernommen.

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Individuell gefertigt oder von der Stange?
Wo bekomme ich einen guten Mundschutz für mein Kind?

Vorgefertigte Schienen aus dem Handel bestehen u. a. aus Materialien, die unter Wärmeeinfluss verformbar sind, etwa ein sogenannter „Boil & Bite“-Mundschutz.

Sie sind zwar in gewisser Weise dadurch auch individualisierbar. Allerdings ist ihre Schutzwirkung sehr stark davon abhängig, wie gut die Qualität der Anpassung letztlich ist. Zudem kann eine solche Schiene für einen sicheren Schutz unter Umständen zu weich sein.

Ein Mundschutz „von der Stange“ (erhältlich im Sportfachhandel oder in der Apotheke) aus Kunststoffschienen, der in keinerlei Form individuell an den Kiefer des Kindes angepasst werden kann, ist ungeeignet. Zudem beeinträchtigt er Atmung und Sprache.

Zwar ist ein individuell gefertigter Mundschutz vom Zahnarzt teurer als Standardprodukte etwa aus dem Internet oder dem Sportfachhandel. Dafür ist dieser aber auch deutlich haltbarer und effektiver. Und bewahrt so besser vor hohen, manchmal lebenslangen Folgekosten durch beschädigte Zähne.

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Sport-Mundschutz trotz Zahnspange?

Auch und gerade bei Kindern, die eine feste Zahnspange tragen, ist ein Mundschutz notwendig. Denn Bänder oder Brackets können schon bei leichten Stößen zu sogenannten Stanzverletzungen an Mundschleimhaut oder Lippen führen.

Zahnärzte oder auch Kieferorthopäden nehmen dafür einen Abdruck des Gebisses samt Spange und lassen im zahntechnischen Labor einen ideal sitzenden Mundschutz fertigen.

Dabei besteht aufgrund der Verwendung des passenden Materials nicht die Gefahr, dass die Apparatur beim Anpassen mit dem erwärmten Material verklebt. Genau das ist bei Produkten aus dem Internet oder dem Sportfachhandel nicht immer gewährleistet.

Auch Zahnspangenträger sollten daher auf einen individuell angefertigten Mundschutz wegen des Verletzungsrisikos nicht verzichten.

Das macht einen guten Mundschutz für Kinder aus

Ein guter Mundschutz darf die sportliche Leistungsfähigkeit nicht beeinträchtigen. Und auch beim Atmen oder Sprechen sollte ein Mundschutz das Kind nicht behindern. Daher ist eine Schiene, die durch Zusammenbeißen der Zähne gehalten werden muss, nicht geeignet.

Produkte, die geruchs- und geschmacksneutral sind, tragen Nachwuchssportler am liebsten. Wichtig ist zudem, dass der Mundschutz leicht zu reinigen ist, eine hohe Haltbarkeit aufweist und nicht schon nach kurzer Zeit bricht oder durchgebissen ist.

Da bei rund 80 Prozent der Zahn- und Mundverletzungen beim Sport die oberen Schneidezähne betroffen sind, sollte zumindest die obere Zahnreihe geschützt werden.

Mundschutz für Kinder

Mundschutz: Kontrolle und Reinigung

Ein Zahnarzt sollte den Sitz des Mundschutzes in regelmäßigen Abständen kontrollieren. Je nach Kieferwachstum ist für Kinder ein neuer Mundschutz bis ins junge Erwachsenenalter mehrmals notwendig.

Achten Trainer, Lehrer und Eltern konsequent darauf, dass Kinder den Mundschutz auch benutzen, tragen sie viel dazu bei, das Verletzungsrisiko zu senken.

Die Reinigung sollte einfach und unproblematisch möglich sein.
Am einfachsten ist es, ihn unter fließend lauwarmem Wasser mit der Zahnbürste zu säubern.

Beim nächsten sportlichen Einsatz den Mundschutz aber nicht vergessen! Er sollte ebenso selbstverständlich sein wie z. B. der Knie- und Ellenbogenschutz beim Inline-Skaten.

Hockey, Boxen, Inlineskaten – Sportarten, bei denen ein Mundschutz sinnvoll ist

Bei allen Sportarten mit Körperkontakt, der Verwendung von Schlägern, großer Sturzgefahr oder hoher Geschwindigkeit ist ein Mundschutz für Kinder sinnvoll.

Dazu gehören:

  • Boxen sowie andere Kampfsportarten
  • Eishockey, Hockey, Baseball
  • Fußball, Handball, Basketball, Wasserball
  • Rugby, American Football
  • Geräteturnen
  • Inline-Skating, Skateboarding
  • Reiten
  • Radsport: vor allem, wenn die Kinder mit dem Mountainbike oder Rennrad unterwegs sind
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