Beliebteste Studiengänge in Deutschland: Betriebs­wirtschafts­lehre favorisiert

Beliebteste Studiengänge 2021: Betriebswirtschaftslehre ist ganz weit vorne – vor Informatik und Rechtswissenschaften. Männer entscheiden sich eher für technische Studiengänge, Frauen studieren gerne Rechtswissenschaften, Psychologie und Medizin.

Beliebteste Studiengänge 2021 – Betriebswirtschaftslehre führt Ranking an

Zurzeit studieren etwa 2,9 Millionen in Deutschland. 2021 entschieden sich rund 471.600 junge Menschen dafür, erstmals ein Studium aufzunehmen, so das Statistische Bundesamt. Das beliebteste Studienfach in Deutschland ist wie in den Jahren zuvor Betriebswirtschaftslehre. Im vergangenen Wintersemester waren nach Angaben des Statistischen Bundesamts insgesamt 243.000 Studierende für BWL eingeschrieben. Dabei fällt sowohl bei Männern als auch bei Frauen die erste Studienwahl auf BWL.

Karriereaussichten bei Betriebswirtschaft: gutes Einstiegsgehalt möglich

Beliebt ist BWL vor allem wegen seiner vielfältigen Berufsfelder und der Karriereaussichten: Denn Absolventen der Betriebswirtschaft haben verschiedene Einstiegsmöglichkeiten: BWL-Absolventen arbeiten zum Beispiel in den Bereichen Versicherungen und Finanzen, Unternehmensberatung, Wirtschaftsprüfung, Logistik, Steuerberatung, Vertrieb und Sales, als Medienmanager oder im Personalwesen. Auch das Einstiegsgehalt für Absolventen ist gut, besonders bei Banken und Versicherungen. Hier sind etwa 50.000 Euro im Jahr möglich. Je nach Position, Erfolg und Berufserfahrung ist eine Steigerung des Gehalts die Regel.

Gute Jobchancen mit Informatik

Platz zwei im Ranking belegt Informatik mit insgesamt 134.000 Studierenden. Informatik ist besonders bei Männern beliebt und liegt bei ihnen ebenfalls auf dem zweiten Platz. Der Anteil von Frauen im Informatikstudium ist viel niedriger: Nur 25.700 Frauen waren 2021 für ein Informatikstudium eingeschrieben. Die Jobchancen für angehende Informatiker sind sehr gut: Sie finden zum Beispiel Arbeit in der Informationstechnik, im Projektmanagement und der Projektkoordination, in der Softwareentwicklung oder in der IT-Sicherheit. Das Einstiegsgehalt liegt bei etwa 45.000 Euro im Jahr.

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Rechtswissenschaften an dritter Stelle

Beliebteste Studiengänge 2021 – Rang drei geht an die Rechtswissenschaften mit 119.000 Studierenden. Besonders bei Frauen liegt Rechtswissenschaften weit vorne und belegt auch bei ihnen den dritten Platz bei den beliebtesten Studiengängen, während das Fach bei Männern nicht unter den ersten fünf auftaucht.

Rechtswissenschaften ist kein klassisches Bachelorstudium. Vielmehr ist das Zweite Staatsexamen notwendig, um als Volljurist zu arbeiten. Es gibt aber auch die Möglichkeit, Bachelor und Master an bestimmten Hochschulen in Fächern wie Wirtschaftsrecht oder Steuerrecht zu belegen und mit einem Bachelor oder Master of Laws abzuschließen.

Das Einstiegsgehalt für Bachelor of Laws liegt bei etwa 38.000 Euro brutto. Als Volljurist sind am Anfang etwa 55.000 Euro brutto möglich. Wer später in Top-Kanzleien arbeitet, gehört zu den Spitzenverdienern und kann über 100.000 Euro im Jahr verdienen.

Für jeden sinnvoll: die Berufsunfähigkeits­versicherung

Umfassender Schutz vor finanziellen Einbußen bei Berufsunfähigkeit aufgrund von Krankheit oder Unfall – kein Problem. ERGO bietet auch Studierenden leistungsstarke Lösungen zu besonders attraktiven Konditionen.

Beliebteste Studiengänge: Medizin auf Platz vier

Beliebteste Studiengänge 2021: Platz vier im Gesamt-Ranking belegt Medizin. Rund 102.000 Studierende waren 2021 für Medizin eingeschrieben, davon gut 64.000 Frauen. Auch im Frauen-Ranking landet Medizin auf dem vierten Platz. Als Arzt oder Ärztin sind die Gehaltsaussichten später sehr gut, aber das Studium dauert im Vergleich zu anderen Studiengängen recht lange. Zudem gibt es weniger Studienplätze und der Zugang ist meist durch einen Numerus clausus beschränkt.

An fünfter Stelle bei der Studienwahl: Psychologie

Nur knapp hinter der Medizin landet mit 101.000 Studierenden die Psychologie. Dieses Studienfach ist ebenfalls besonders bei Frauen beliebt und liegt bei ihnen sogar auf Platz zwei der beliebtesten Studiengänge.

Rund 75.300 Frauen studieren derzeit Psychologie. Hier ergeben sich – je nach Spezialisierung durch Praktika und Weiterbildungen – Jobchancen in vielen Branchen, zum Beispiel im klinischen Bereich in Praxen und Krankenhäusern, im Personalbereich in Unternehmen oder auch als Schul- oder Rechtspsychologin. Einstiegsgehälter variieren stark nach Branche und liegen für Psychologen mit Masterabschluss bei etwa 41.000 Euro.

Beliebteste Studiengänge: So unterscheiden sich die Geschlechter

Die Anzahl der Studentinnen hat sich in den letzten Jahrzehnten prozentual stärker erhöht als die der männlichen Studierenden. Waren 1980 noch etwa 660.000 Männer und nur 380.000 Frauen eingeschrieben, ist das Verhältnis heute nahezu ausgeglichen.

Zu den beliebtesten Studiengängen bei den Frauen gehören zudem Germanistik und Erziehungswissenschaften. Mit einem Germanistikstudium ist es zum Beispiel möglich, im Kulturbereich oder der Verlagsbranche zu arbeiten. Als Erziehungswissenschaftlerinnen können Frauen im pädagogischen und sozialen Bereich tätig werden, zum Beispiel bei Bildungsträgern.

Männer studieren gerne Ingenieurswissenschaften

Beliebteste Studiengänge bei Männern: Diese entscheiden sich vor allem für technische Studiengänge und studieren im Bereich der Ingenieurswissenschaften. So liegen im Männer-Ranking auf den Plätzen drei bis fünf Maschinenbau, Elektrotechnik und Wirtschaftsingenieurwesen. Aber auch Wirtschaftsinformatik oder Bauingenieurwesen sind bei ihnen beliebt. Insgesamt dominieren bei Männern vor allem die sogenannten MINT-Fächer. Der Anteil der Studentinnen nimmt aber seit Jahren stetig zu.

Gute Karriereaussichten für Ingenieure

Bewerber mit einem Abschluss im wirtschaftlich-technischen Bereich haben gute Jobaussichten und können mit hohen Gehältern rechnen. Als Maschinenbauer sind etwa 46.000 Euro Jahresgehalt zum Einstieg, später bis zu 80.000 Euro möglich. Auch Wirtschaftsingenieure können Einstiegsgehälter von mehr als 50.000 Euro jährlich verdienen. Wirtschaftsingenieure gehören unter den Ingenieuren zu der Berufsgruppe mit dem höchsten Einstiegsgehalt.

Sorgenfrei im Auslandssemester

Der Auslandskrankenschutz der ERGO Reiseversicherung für Langzeitaufenthalte sichert Sie optimal ab. Denn die gesetzliche Krankenversicherung reicht im Ausland oft nicht aus. Wer ganz auf Nummer sicher gehen will, kann seine Absicherung um Haftpflicht-, Unterbrechungs- und Unfallschutz sowie um eine Rücktritts-Versicherung erweitern.

Orchideenfächer: exotische Studienwahl

Neben den Studiengängen, die besonders beliebt sind, gibt es die sogenannten Orchideenfächer: exotische Studiengänge, die selten sind und für die sich nur wenige Studienanfänger entscheiden. Es gibt sie sowohl in den Geisteswissenschaften als auch in den Naturwissenschaften.

Außergewöhnliche Studienwahl: Kennen Sie das Fach „Promenadologie“?

Ein Beispiel für spezielle und seltene Fächer ist Assyrologie an der Universität Heidelberg – ein Studium, in dem man sich mit Hochkulturen des alten Vorderasiens beschäftigt. Wer sich für Kosmetik und die Chemie dahinter interessiert, kann Kosmetologie studieren. Es ist ein naturwissenschaftliches Studium, das vor allem für den Einsatz an Berufsschulen vorbereitet. Für Menschen, die gerne flanieren, ist vielleicht die Promenadologie etwas: Das ist die Wissenschaft des Spazierengehens. Gelehrt wird sie an der Universität Kassel.

Gut geschützt

Eine Berufsunfähigkeit kann jeden treffen. Und das in jeder Lebensphase. Selbst Studierende oder Auszubildende und sogar Schüler können von Berufs­unfähigkeit bedroht sein, und das verändert das ganze Leben.

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Studiengänge mit Blick in die Zukunft

BWL, Germanistik oder doch auf Lehramt studieren? So einfach ist die Auswahl für Schulabgänger nicht mehr. Denn an den Universitäten wächst das Angebot für zukunftsträchtige Studiengänge von Jahr zu Jahr. Viele Fachgebiete haben dabei einen klaren Blick in die Zukunft: Vor allem die Bereiche Digitalisierung oder Umweltschutz stehen auf den Lehrplänen. Die genauen Schwerpunkte – und somit die künftige berufliche Ausrichtung – lassen sich sowohl in Bachelor- als auch in Master-Studiengängen von den Studierenden meist selbst festlegen.

Beispiele für Studiengänge mit Zukunft:

Digital Transformation: Neben BWL-Grundlagen erlernen die Studierenden Fachwissen zur digitalen Weiterentwicklung von Unternehmen.

Public Health: Im Studiengang Public Health werden Gesundheit und Krankheiten im gesamtgesellschaftlichen Kontext erforscht.

Umwelt- und Ressourcenmanagement: In diesem Studiengang lernen die Studierenden, wie sich ein nachhaltiges Management in Technik oder Infrastruktur umsetzen lässt.

Data Science: Data Scientists arbeiten riesige Datenmengen auf, damit diese gewinnbringend genutzt werden können. Mathematik und IT bilden den Kern des Studiums.

Climate Change Management: Mit einem Mix aus Ingenieur- und Rechtswissenschaften sowie Psychologie werden in diesem Studiengang alle Fähigkeiten zur Konzeption und Umsetzung von Umweltschutzprojekten vermittelt.

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