Die beliebtesten Studiengänge in Deutschland

Was waren die beliebtesten Studiengänge 2020? Ganz vorne im Ranking liegt Betriebswirtschaftslehre – sowohl bei Frauen als auch bei Männern. Doch auf den weiteren Plätzen unterscheiden sich die Geschlechter in ihrer Studienwahl.

Betriebswirtschaftslehre: der beliebteste Studiengang bei Männern und Frauen

Seit Jahren an der Spitze im Ranking: Laut Statistischem Bundesamt ist BWL der beliebteste Studiengang bei beiden Geschlechtern. Insgesamt sind in Deutschland mehr als 200.000 Studierende für BWL eingeschrieben.

Karriereaussichten bei Betriebswirtschaft: gutes Einstiegsgehalt möglich

Beliebt ist BWL vor allem wegen seiner vielfältigen Berufsfelder und der Karriereaussichten: Denn Absolventen der Betriebswirtschaft haben verschiedene Einstiegsmöglichkeiten: BWL-Absolventen arbeiten zum Beispiel in den Bereichen Versicherungen und Finanzen, Unternehmensberatung, Wirtschaftsprüfung, Logistik, Steuerberatung, Vertrieb und Sales oder im Personalwesen. Auch das Einstiegsgehalt für Absolventen ist gut, besonders bei Banken und Versicherungen. Hier sind etwa 50.000 Euro im Jahr möglich. Je nach Position, Erfolg und Berufserfahrung ist eine Steigerung des Gehalts die Regel.

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Die beliebtesten Studiengänge der Frauen

Die Anzahl der Studentinnen hat sich in den letzten Jahrzehnten prozentual stärker erhöht als die der männlichen Studierenden. Waren 1980 noch etwa 660.000 Männer und nur 380.000 Frauen eingeschrieben, ist das Verhältnis heute nahezu ausgeglichen.

Welche weiteren Studienfächer sind bei Frauen besonders beliebt? Bei den Frauen belegt Platz zwei in der Rangliste der beliebtesten Studiengänge Jura/Rechtswissenschaften. Ebenfalls fällt die Studienwahl bei Frauen oft auf Erziehungswissenschaften, Psychologie und Medizin. Im Gegensatz zu Männern entscheiden sich Frauen zudem häufiger dafür, ein Germanistikstudium zu absolvieren.

Studienwahl der Frauen: Jobchancen bei Rechtswissenschaften

Rechtswissenschaften ist kein klassisches Bachelorstudium. Vielmehr brauchen Absolventinnen das Zweite Staatsexamen, um als Volljuristin zu arbeiten. Es gibt aber auch die Möglichkeit, Bachelor und Master an bestimmten Hochschulen in Fächern wie Wirtschaftsrecht oder Steuerrecht zu belegen und mit einem Bachelor oder Master of Laws abzuschließen.

Das Einstiegsgehalt für Bachelor of Laws liegt bei etwa 38.000 Euro brutto. Als Volljurist sind am Anfang etwa 55.000 Euro brutto möglich. Wer später in Top-Kanzleien arbeitet, gehört zu den Spitzenverdienern und kann über 100.000 Euro im Jahr verdienen.

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Ebenfalls beliebte Studienfächer: Psychologie und Medizin

Frauen studieren zudem gerne Psychologie. Hier ergeben sich – je nach Spezialisierung durch Praktika und Weiterbildungen – Jobchancen in vielen Branchen, zum Beispiel im klinischen Bereich in Praxen und Krankenhäusern, im Personalbereich in Unternehmen oder auch als Schul- oder Rechtspsychologin. Als Ärztin sind die Gehaltsaussichten später sehr gut, aber das Studium dauert im Vergleich zu anderen Studiengängen recht lange. Zudem gibt es weniger Studienplätze, der Zugang ist meist durch einen Numerus clausus beschränkt. Als Erziehungswissenschaftlerinnen können Frauen im pädagogischen und sozialen Bereich arbeiten, zum Beispiel bei Bildungsträgern.

Beliebteste Studiengänge in Deutschland

Die beliebtesten Studiengänge der Männer: technische Fachrichtung in Rangliste vorne

Männer sind besonders an technischen Fachrichtungen interessiert. Zu den beliebtesten Technik-Studiengängen im Ranking zählen Maschinenbau, Informatik, Elektrotechnik und Wirtschaftsingenieurwesen. Auch Kombinationen aus Wirtschaftswissenschaften und IT sind beliebt, zum Beispiel Wirtschaftsinformatik. Insgesamt dominieren bei Männern vor allem die sogenannten MINT-Fächer. Der Anteil der Studentinnen nimmt aber seit Jahren stetig zu. Neben Studienfächern aus den Ingenieurwissenschaften ist auch Jura bei Männern beliebt.

Bewerber aus Ingenieurwissenschaften auf dem Arbeitsmarkt gefragt

Bewerber mit einem Abschluss im wirtschaftlich-technischen Bereich haben gute Jobaussichten und können mit hohen Gehältern rechnen. Als Maschinenbauer sind etwa 46.000 Euro Jahresgehalt zum Einstieg, später bis zu 80.000 Euro möglich. Auch Wirtschaftsingenieure können Einstiegsgehälter von mehr als 50.000 Euro jährlich verdienen. Wirtschaftsingenieure gehören unter den Ingenieuren zu der Berufsgruppe mit dem höchsten Einstiegsgehalt.

Gut geschützt

Eine Berufsunfähigkeit kann jeden treffen. Und das in jeder Lebensphase. Selbst Studierende oder Auszubildende und sogar Schüler können von Berufs­unfähigkeit bedroht sein, und das verändert das ganze Leben.

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Orchideenfächer: exotische Studiengänge

Neben den Studiengängen, die besonders beliebt sind, gibt es die sogenannten Orchideenfächer: exotische Studiengänge, die selten sind und für die sich nur wenige Studienanfänger entscheiden. Es gibt sie sowohl in den Geisteswissenschaften als auch in den Naturwissenschaften.

Kennen Sie das Fach „Promenadologie“?

Ein Beispiel für spezielle und seltene Fächer ist Assyrologie an der Universität Heidelberg – ein Studium, in dem man sich mit Hochkulturen des alten Vorderasiens beschäftigt. Wer sich für Kosmetik und die Chemie dahinter interessiert, kann Kosmetologie studieren. Es ist ein naturwissenschaftliches Studium, das vor allem für den Einsatz an Berufsschulen vorbereitet. Für Menschen, die gerne flanieren, ist vielleicht die Promenadologie etwas: Das ist die Wissenschaft des Spazierengehens. Gelehrt wird sie an der Universität Kassel.

Studiengänge mit Blick in die Zukunft

BWL, Germanistik oder doch auf Lehramt studieren? So einfach ist die Auswahl für Schulabgänger nicht mehr. Denn an den Universitäten wächst das Studienangebot von Jahr zu Jahr. Viele Fachgebiete haben dabei einen klaren Blick in die Zukunft: Vor allem die Bereiche Digitalisierung oder Umweltschutz stehen auf den Lehrplänen. Die genauen Schwerpunkte – und somit die künftige berufliche Ausrichtung – lassen sich sowohl in Bachelor- als auch in Master-Studiengängen von den Studierenden meist selbst festlegen.

Beispiele für Studiengänge mit Zukunft:

  • Digital Transformation: Neben BWL-Grundlagen erlernen die Studierenden Fachwissen zur digitalen Weiterentwicklung von Unternehmen.
  • Public Health: Im Studiengang Public Health werden Gesundheit und Krankheiten im gesamtgesellschaftlichen Kontext erforscht.
  • Umwelt- und Ressourcenmanagement: In diesem Studiengang lernen die Studierenden, wie sich ein nachhaltiges Management in Technik oder Infrastruktur umsetzen lässt.
  • Data Science: Data Scientists arbeiten riesige Datenmengen auf, damit diese gewinnbringend genutzt werden können. Mathematik und IT bilden den Kern des Studiums.
  • Climate Change Management: Mit einem Mix aus Ingenieur- und Rechtswissenschaften sowie Psychologie werden in diesem Studiengang alle Fähigkeiten zur Konzeption und Umsetzung von Umweltschutzprojekten vermittelt.
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