Richtig lüften und Schimmel vermeiden – 15 praktische Tipps

Beim Duschen, Kochen, Wäschetrocknen und auch durch einfaches Schwitzen – so entsteht in Wohnung und Haus viel Feuchtigkeit. Doch durch richtiges Lüften lässt sich die Bildung von gesundheitsgefährdendem Schimmel in Innenräumen vermeiden. Hier sind 15 wertvolle Tipps.

1. Richtig lüften gegen Schimmel

In einem Vier-Personen-Haushalt entstehen in 24 Stunden bis zu zwölf Liter Feuchtigkeit. Wer richtig lüftet, verhindert, dass sich diese an den Wänden ablagert und Schimmelpilzen einen idealen Nährboden bietet. Lüften Sie regelmäßig zwei- bis viermal am Tag die Wohnung für fünf bis zehn Minuten richtig durch. Weiterer Vorteil: Ist die regelmäßige Frischluftzufuhr sichergestellt, sorgen Sie in der Wohnung für eine ideale Luftfeuchtigkeit.

2. „Feuchtespitzen“ in Bad und Küche sofort ablüften

Küche und Bad sind „Feuchtgebiete“. Dort ist die Gefahr der Schimmelbildung am größten. Das Umweltbundesamt empfiehlt daher, durch richtiges Lüften die Feuchtigkeit sofort wieder dort zu entfernen, wo sie entstanden ist. Denn Feuchtigkeit durch Wasserdampf beim Baden oder Kochen etwa sollte sich nicht über alle Zimmer verteilen. Daher Türen von Küche und Bad schließen. Und ruhig häufiger als zwei- bis viermal am Tag in Bad und Küche richtig lüften.

3. Stoßlüften statt Dauerlüften

Gerade auch im Winter ist es wichtig, die Fenster weit zu öffnen und ordentlich durchzulüften. Nur durch gekippte Fenster etwas frische Luft in die Räume zu lassen, genügt nicht. Denn dadurch ist der Luftaustausch zu gering. Weiterer Nachteil: Durch gekippte Fenster kühlt die Wohnung nach und nach aus, Sie verschwenden kostbare Energie.

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4. Für Durchzug sorgen

Morgens ist für eine gute Luftqualität in Räumen ein vollständiger Luftwechsel angebracht. Besonders effektiv ist die Querlüftung. Wo immer es möglich ist, die Fenster in gegenüberliegenden Räumen öffnen und so für einen kräftigen Durchzug sorgen. Die Luftfeuchtigkeit verschwindet mit dem Sog. Bei der Durchzugslüftung müssen die Innentüren natürlich geöffnet sein.

5. Frische Raumluft bei Regen und Schnee

Auch bei Regenwetter und Schneefall ist richtig lüften wichtig. Zwar sollte es nicht durch die Fenster regnen, ein Luftaustausch ist aber notwendig. Der Grund: Selbst in den kühlen Monaten mit häufigem Niederschlag ist die Außenluft trockener als die Innenraumluft.

6. Richtig heizen im Winter

In den kühlen Monaten sollten Sie die Heizung während des Lüftens herunterdrehen. Sonst entweicht wertvolle Energie einfach zum Fenster hinaus, erhöht den Energieverbrauch und die Heizkosten drastisch. Nach dem Lüften die Heizung aber sofort wieder aufdrehen, damit die Räume im Winter nicht zu stark auskühlen und sich Feuchtigkeit an den Wänden niederschlägt. Schimmelgefahr!

Richtig lüften

7. Sonderfall Schlafzimmer

Im Schlafzimmer keine Möbel direkt an kühle Außenwände stellen, sondern fünf bis zehn Zentimeter Abstand zwischen Wand, Schrank & Co. lassen. Nur so ist ein optimaler Luftaustausch gewährleistet. Denn meist ist es im Schlafzimmer kühler als im Rest der Wohnung, sodass sich die Luftfeuchtigkeit dort auch eher niederschlagen kann. Als Grundregel gilt: Je niedriger die Temperatur in einem Zimmer ist, desto häufiger sollte es richtig gelüftet werden.

8. Die Krux mit dem Kondenswasser

Wenn Kondenswasser an den Fenstern hinunterrinnt, ist das ein Alarmzeichen. Auch wenn Fenster länger beschlagen sind, ist die Lüftung nicht optimal und die Luftfeuchtigkeit zu hoch. Lüften Sie regelmäßig richtig durch, um Schimmelbildung zu vermeiden.

9. Wäsche trocknen im Apartment? Richtig lüften!

Die Wäsche möglichst nicht in der Wohnung trocknen. Wenn sie in Innenräumen trocknen muss, weil es keine andere Möglichkeit gibt, ist vermehrtes Stoßlüften ein Muss!

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10. Alles unter Kontrolle: Luftfeuchtigkeit messen

Sie möchten genau wissen, wie hoch die Luftfeuchtigkeit in den Räumen ist? Dann kaufen Sie sich einen Hygrometer. Die Luftfeuchtigkeit in der Raumluft sollte möglichst um die 50 Prozent liegen, um Schimmelbildung zu vermeiden.

11. Den Keller nicht vergessen

Im Keller sind die Außenwände häufig sehr kühl. Gerade im Sommer bei großer Hitze kann sich dort die Luftfeuchtigkeit niederschlagen, wenn warme Luft in den Kellerraum gelangt. Dadurch kann es zur Schimmelbildung kommen. Im Sommer daher den Keller nicht tagsüber, sondern in der Nacht oder in den frühen Morgenstunden richtig lüften. Auch im Winter ist es wichtig zu lüften, dann ist es zu jeder Tageszeit sinnvoll.

12. Sanierung ist wichtig

Wer richtig lüftet und richtig heizt, vermeidet die Schimmelbildung in Wohnräumen. Wenn doch einmal schwarze oder grüne Punkte auftauchen, ist eine rasche Sanierung angeraten. Bei älterem Schimmelbefall ist es empfehlenswert, einen Fachmann zu beauftragen, da die Sporen meist schon tiefer z. B. in den Anstrich eingedrungen sind. Bei leichtem, oberflächlichem Schimmelbefall, der gerade erst entstanden ist, können Sie sich zum Beispiel in einem Drogeriemarkt entsprechend beraten lassen. Vorsicht: Manche Schimmelentferner wirken zwar sehr gut, können aber gesundheitsgefährdend sein.

Schimmelbehandlung

13. Feuchtigkeit aus Neubauten entfernen

Bei Baufeuchte in Neubauten oder auch nach größeren Sanierungen ist ausreichendes, richtiges Lüften elementar, um die Feuchtigkeit aus der Raumluft zu bekommen. Bei Neubauten in Massivbauweise kann das ein bis zwei Jahre dauern.

14. Lüftungsanlagen als wertvolle Helfer

Lüftungsanlagen helfen, Schimmel in Wohnungen zu vermeiden. Sie sind eine sinnvolle Alternative zum Lüften durch Fenster. Lüftungsanlagen garantieren eine gleichbleibend gute Luftqualität und reduzieren die Belastung für Allergiker etwa durch Pollen. Für eine ideale Raumluft müssen aber die Filter regelmäßig ausgetauscht werden.

15. Pflichten des Mieters und Vermieters

Feuchtigkeitsschäden in Wohnungen und Häusern sind nicht selten. Bildet sich Schimmel, gilt dieses als Mangel an der Mietsache. Der Vermieter muss ihn beseitigen. Es sei denn, so der Deutsche Mieterbund, der Mieter ist seinen Pflichten nicht nachgekommen und hat nicht richtig gelüftet oder zu wenig geheizt.

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